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Neues Hundegesetz: Dieses Bundesland macht den Hundeführerschein ab Juli verpflichtend

Дата публикации: 03-07-2026 07:41:00

Wer in diesem Bundesland künftig einen Hund hält, muss Theorie und Praxis bestehen – sonst droht ein Bußgeld bis 50.000 Euro.

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Neues Hundegesetz: Dieses Bundesland macht den Hundeführerschein ab Juli verpflichtend

Stand: 03.07.2026, 09:41 Uhr

Von: Lara Hempel

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Wer in diesem Bundesland künftig einen Hund hält, muss Theorie und Praxis bestehen – sonst droht ein Bußgeld bis 50.000 Euro.

Hunde sind Deutschlands beliebteste Haustiere, und doch endet nicht jede Begegnung mit ihnen harmlos. Beißvorfälle oder schlecht erzogene Tiere kommen häufig vor, wenn unerfahrene Halter überfordert werden. Das Zusammenleben von Mensch und Hund hat seine Schattenseiten. Immer lauter wird deshalb der Ruf nach verbindlichen Regeln. In zwei Bundesländern gibt es nun die Pflicht zum Hundeführerschein – und auch die anderen Bundesländer haben mehr Pflichten als gedacht.

Maltipoo-Welpe und Beagle beim Spielen mit einem Spielzeug im Garten

Diese Vierbeiner benötigen viel Vorwissen, damit sie artgerecht gehalten werden. © Przemyslaw Iciak/Imago

Seit dem 1. Juli 2026 hat Bremen den Hundeführerschein zur Pflicht gemacht, wie die Innenbehörde mitteilt. Wer sich im Stadtstaat einen Hund anschafft, muss künftig zunächst eine Theorieprüfung ablegen. Die Praxisprüfung folgt innerhalb des ersten Jahres. Wer bereits vor dem Stichtag einen Hund hatte, ist vom neuen Gesetz nicht betroffen. Bremen ist damit das zweite Bundesland nach Niedersachsen, und bleibt vorerst eine Ausnahme. Denn in anderen Ländern gelten ganz eigene Regeln, die Hundehalter kennen sollten.

Hundeführerschein-Pflicht: So unterschiedlich regeln die Bundesländer das

In Niedersachsen besteht die Pflicht bereits seit 2013 – für alle Ersthundehalter, unabhängig von Rasse oder Größe. In Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Brandenburg hingegen gilt ein Nachweis nur für sogenannte Listenhunde oder auffällig gewordene Tiere. In Sachsen und Sachsen-Anhalt gibt es ebenfalls nur Pflichten für Listenhunde wie Pitbull oder Staffordshire Terrier. Laut der AXA Versicherung variieren die Regelungen je nach Bundesland erheblich und ändern sich regelmäßig (hier Stand 03.06.2026):

BundeslandBesondere Vorkenntnisse nötig?Pflicht zum Hundeführerschein?
Baden-WürttembergWer einen als gefährlich eingestuften Hund halten möchte, muss sachkundig sein.Nein
BayernFür Kampfhunde gelten besondere VorschriftenNein
BerlinWer einen als gefährlich eingestuften Hund halten möchte, muss sachkundig sein.Nein
BrandenburgSachkundeprüfung für gefährliche HundeNein
BremenFür Ersthalter HundeführerscheinJa
HamburgSachkunde für gefährliche HundeNein
HessenNachweisliche Sachkunde für gefährliche HundeNein
Mecklenburg-VorpommernBesondere Regelung für gefährliche HundeNein
NiedersachsenFür Ersthalter gibt es PrüfungenJa
Nordrhein-WestfalenIn manchen Fällen Nachweis nötig, wie bei großen HundenNein
Rheinland-PfalzSachkunde für gefährliche HundeNein
SaarlandSachkunde für gefährliche HundeNein
SachsenSachkunde für gefährliche HundeNein
Sachsen-AnhaltSachkunde für gefährliche HundeNein
Schleswig-HolsteinSachkunde für gefährliche HundeNein
ThüringenSachkunde für gefährliche HundeNein

Bayern setzt auf Anreize statt Pflicht: Wer dort den Hundeführerschein freiwillig ablegt, kann laut AXA Versicherung von einer niedrigeren Hundesteuer profitieren. In Berlin kann der Nachweis von der Leinenpflicht befreien. Was die Prüfung selbst kostet, ist überschaubar: Die Theorieprüfung schlägt laut AXA Versicherung mit 20 bis 40 Euro zu Buche, die Praxis mit 85 bis 150 Euro. Wer ohne gültigen Nachweis in Bremen erwischt wird, riskiert hingegen ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro und im schlimmsten Fall sogar ein Hundehalteverbot, wie die Bremer Innenbehörde mitteilt. Hundebesitzer sollten auch diesen Handy-Trick kennen, mit dem man einfach Zecken findet.

Ob Pflicht oder freiwillig, der Hundeführerschein zeigt, dass gut informierte Halter nicht nur ihrem Tier, sondern dem gesamten Miteinander nützen. Während in Bremen der Hund künftig einen Führerschein braucht, sorgt in Berlin ein ganz anderes Urteil für Aufsehen: Dort wurde ein Polizist wegen Übergewicht entlassen, und hat keine Chance auf Rückkehr.

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