Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Britisches Überseegebiet: „Ende der Tortur“: Grenze Spanien-Gibraltar nun kontrollfrei

Дата публикации: 15-07-2026 12:46:15




Spanien betrachtet Gibraltar als britische Kolonie. Der Streit zwischen Madrid und London hält seit mehr als drei Jahrhunderten an. Nun tritt aber ein Abkommen in Kraft, das Tausenden zugutekommt.



Основное содержимое страницы с новостью.

Britisches Überseegebiet „Ende der Tortur“: Grenze Spanien-Gibraltar nun kontrollfrei

Cádiz/Gibraltar · Spanien betrachtet Gibraltar als britische Kolonie. Der Streit zwischen Madrid und London hält seit mehr als drei Jahrhunderten an. Nun tritt aber ein Abkommen in Kraft, das Tausenden zugutekommt.

4 Bilder

„Ende der Tortur“: Grenze Spanien-Gibraltar nun kontrollfrei

4 Bilder

Nach mehr als einem Jahrhundert hat die Grenzbarriere zwischen Spanien und Gibraltar ausgedient. Seit Mitternacht gibt es keine Grenzkontrollen mehr zwischen dem EU-Land und dem britischen Überseegebiet. Der Abbau des 1908 errichteten, symbolträchtigen und etwa einen Kilometer langen Eisenzaunes wurde wenige Stunden nach Ende der Kontrollen feierlich eingeläutet. Die zwei Haupttore wurden als erste demontiert.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez nahm an der Zeremonie teil und sprach von einem „historischen Tag“ und vom „Fall der letzten Mauer in Kontinental-Europa“. Mit Blick auf die Inbesitznahme Gibraltars durch Großbritannien im Jahr 1704 betonte Sánchez, mit der Beseitigung der Grenzbarriere werde eine „Wunde von drei Jahrhunderten“ geschlossen und „eine neue Etappe voller Chancen und Hoffnungen“ für die Region eingeläutet.

Möglich wurde der Schritt durch das im Februar vereinbarte Abkommen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien, das am Mittwoch in Kraft trat. Ab sofort sollen Personen und Waren den Landübergang ohne die bisherigen Kontrollen passieren können. Gibraltar soll dafür eng an den Schengen-Raum und an neue Zollregelungen mit der EU angebunden werden. Passkontrollen wird es nur auf dem Flughafen und dem Hafen Gibraltars geben.

Wartezeiten von mehreren Stunden

Von den Änderungen profitieren vor allem die mehr als 15.000 Grenzpendler, die täglich zwischen der strukturschwachen spanischen Stadt La Línea de la Concepción in der andalusischen Provinz Cádiz und Gibraltar unterwegs sind, um vor allem dort zu arbeiten. Sie mussten häufig, vor allem in der Hauptverkehrszeit, lange Wartezeiten an der Grenze in Kauf nehmen. Das Abkommen soll zudem die wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Region erleichtern.

Die spanische Arzthelferin Consuelo, die die Grenze seit 30 Jahren passiert und in Gibraltar arbeitet, ist sehr glücklich: „Ich musste schon mal drei, vier Stunden warten, an manchen Tagen sogar länger, bis zu sieben Stunden. Die Tortur hat endlich ein Ende“, erzählte sie im TV-Sender RTVE.

Der Streit um die Souveränität geht weiter

Paradoxerweise ebnete ausgerechnet der Brexit den Weg für das Abkommen. Obwohl sich beim Referendum 2016 rund 96 Prozent der 34.000 Einwohner Gibraltars für einen Verbleib in der EU ausgesprochen hatten, musste das britische Überseegebiet die Union gemeinsam mit Großbritannien verlassen.

Nach jahrelangen Verhandlungen verständigten sich die Beteiligten schließlich auf einen Kompromiss, der den Grenzverkehr erleichtert, ohne aber den Souveränitätsstreit zu lösen. Spanien betrachtet Gibraltar am Südzipfel des Landes weiterhin als „Kolonie“ und als illegal besetztes Gebiet.

„Das Abkommen sichert langfristig den Personen- und Warenverkehr über die Grenze, während es die Souveränität des Vereinigten Königreichs und Gibraltars verfassungsrechtliche Position schützt“, sagte eine Sprecherin des britischen Premierministers Keir Starmer.

Als der Diktator die Grenze dichtmachte

Britische Medien bezeichneten den Schritt als größte Änderung von Gibraltars Status seit es zu einem Teil Großbritanniens wurde. Es sei ironisch, dass ausgerechnet der Brexit dazu geführt habe, schrieb das Portal „Politico“.

Der Streit führte immer wieder zu Spannungen zwischen Madrid und London. 1969 wurde die Grenze vom Diktator Francisco Franco sogar geschlossen. Erst 1982 wurde sie für Fußgänger und drei Jahre später, ein Jahrzehnt nach dem Tod des spanischen Gewaltherrschers, auch für Fahrzeuge wiedereröffnet.

Das nur 6,5 Quadratkilometer große Gebiet - etwa so groß wie die ostfriesische Insel Baltrum - ist bekannt für seine freilebenden Berberaffen und den Felsen Rock of Gibraltar - und seit mehr als drei Jahrhunderten ein Zankapfel zwischen Madrid und London. Es wurde 1704 vom Großbritannien in Besitz genommen und 1713 von Spanien im Rahmen des „Friedens von Utrecht“ abgetreten.

© dpa-infocom, dpa:260714-930-385752/2

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1España, Reino Unido y la UE firman el histórico acuerdo que 'derriba' la Verja de Gibraltar: "Se abre una nueva era"6714-07-2026
2Entra en vigor el histórico acuerdo sobre Gibraltar ante las críticas por la "oportunidad perdida" para la cosoberanía0714-07-2026
3El PP critica el tratado sobre Gibraltar tras el derribo de la Verja: "Una gran oportunidad perdida y una doble trampa"-2615-07-2026
4Власти Испании решили ограничить въезд в страну для путешественников из Великобритании0021-12-2020
5МИД Испании заявил о достижении предварительного соглашения с Британией по Гибралтару0031-12-2020
6Španski premijer Sanchez sporazum o Gibraltaru nazvao historijskim, najavio novu eru odnosa s Velikom Britanijom5715-07-2026
7Reuters: Испания проголосует против проекта соглашения по Brexit0022-11-2018
8Глава МИД Испании подписал налоговое соглашение с Великобританией по Гибралтару0004-03-2019
9El Pais: Мадрид требует взаимности от Лондона в отношении прав подданных после Brexi0023-09-2019
10El Pais: Мадрид думает выразить недовольство Лондону после задержания судна в Гибралтаре0004-07-2019

Классификация: Международные. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 2. Информативность: 6. Источник: ga.de.