Hunderte Wirtschafts- und Tech-Experten haben sich zusammengeschlossen, um sich gegen das rasante KI-Wachstum auszusprechen. Sie fordern klarere Regeln und Gesetze, damit die Tools keine nachhaltigen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft haben.
Hunderte Wirtschafts- und Tech-Experten haben sich zusammengeschlossen, um sich gegen das rasante KI-Wachstum auszusprechen. Sie fordern klarere Regeln und Gesetze, damit die Tools keine nachhaltigen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft haben.
Verlieren wir unsere Jobs jetzt an KI? (Foto: Dragon Images / Shutterstock.com)
Seit dem Aufkommen von KI und den wachsenden Fertigkeiten der Tools gibt es Bedenken, dass sich selbige gravierend auf viele Bereiche unseres Lebens auswirken werden. Gerade der Arbeitsmarkt könnte durch die KI durchgerüttelt werden. Davor warnen jetzt auch fast 200 Wirtschafts- und Tech-Experten, die sich mit einem offenen Brief an Regierungen und Behörden gewandt haben.
Auf ihrer Webseite „We must act now“ (auf Deutsch: Wir müssen jetzt handeln) schreiben sie zunächst, dass KI in den nächsten zehn Jahren „radikal leistungsfähiger“ werden könnte. Dadurch sehen sie die Gefahr, dass dadurch eine „noch nie dagewesene Transformation unserer Wirtschaft stattfindet“, die sogar „größer als die industrielle Revolution“ sein könnte. Das Problem: Diese Entwicklung würde dank des rasanten KI-Wachstums über einen deutlich kleineren Zeitraum als die industrielle Revolution stattfinden.
Daraus ergeben sich laut den Expert:innen mehrere potenzielle Auswirkungen. Zum einen könnte vielen Menschen weltweit Arbeitslosigkeit drohen. Zum anderen sehen sie aber auch mögliche positive Effekte, wie einen erhöhten Lebensstandard durch Künstliche Intelligenz. Damit die negativen Effekte vermieden und die positiven bestärkt werden können, fordern sie die Verantwortlichen jetzt zum Handeln auf.
Sie schreiben: „Ökonomen, politische Entscheidungsträger und technologische Vorreiter müssen jetzt handeln, um die Ökonomie der transformativen KI zu verstehen und die Anreize, Schutzmaßnahmen und Institutionen zu bilden, die gebraucht werden, um Künstliche Intelligenz in eine Richtung zu steuern, die die Menschheit ergänzt und von der die Gesellschaft profitieren kann.“
Unter den Unterstützer:innen dieser Forderungen finden sich zahlreiche Größen der Wirtschafts- und Tech-Branche. Darunter etwa der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt, Anthropic-Mitgründer Jack Clark und Sarah Friar, CFO bei OpenAI. Dazu kommen 16 Nobelpreisträger, die hauptsächlich mit dem Preis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurden. Neben den Persönlichkeiten der Branche können auch alle anderen den offenen Brief unterzeichnen. Mittlerweile haben sich mehr als 2.000 Unterschriften angesammelt.
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