Der Markt für All-in-One-Wasserkühlungen ist hart umkämpft. Neue Modelle erscheinen in kurzen Abständen, echte Innovationen sind dagegen eher selten. Mit der MasterLiquid 360 Atmos II White präsentiert Cooler Master die zweite Generation seiner Atmos-Serie und verspricht eine überarbeitete Pumpeneinheit, neue Lüfter sowie eine vereinfachte Montage. Optisch richtet sich die weiße Variante vor allem an Besitzer moderner […]
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Die Cooler Master MasterLiquid 360 Atmos II White ist eine 360-mm-AiO-Wasserkühlung mit überarbeiteter Pumpeneinheit, vormontiertem Lüftermodul und modularen Flex-Kits. Im Test zeigt sie bereits bei 40 dB(A) eine sehr hohe Kühlleistung, arbeitet unter Dauerlast stabil und fällt besonders durch das saubere Kabelmanagement sowie den funktionalen VRM-Fan als stärkstes Zusatzmodul auf.
Wichtigste Fakten Technische Eckdaten Messwerte und Beobachtungen Teardown, Materialprüfung und Aufbau Die Coldplate besteht aus Kupfer und ist sauber plan geschliffen; sichtbare Fertigungsspuren oder Unebenheiten wurden am Testmuster nicht festgestellt. Im Inneren kommt eine optimierte Mikrokanalstruktur zum Einsatz, die das Kühlmittel gezielt über wärmeintensive Bereiche führt. Der Radiator ist ein 360-mm-Modell aus Aluminium mit 27,2 mm Bauhöhe; die Lamellen waren sauber ausgerichtet und gleichmäßig lackiert. Die drei SickleFlow Edge ARGB-Lüfter sind als vormontiertes 360-mm-Modul auf dem Radiator installiert, was die Montage vereinfacht. Die Pumpeneinheit nutzt die Dual Chamber Gen S-Technik, ist PWM-geregelt und besitzt einen magnetisch wechselbaren Deckel. Die Pumpenkabel verlaufen in der Schlauchummantelung, wodurch der Bereich um den CPU-Sockel deutlich aufgeräumter wirkt. Das VRM Flex Kit ergänzt die Pumpe um einen kleinen Zusatzlüfter, der den Sockelbereich gezielt mit Luft versorgt und messbar Temperatur reduziert. Die Schutzfolie der Coldplate trägt einen Applikator-Hinweis für die mitgelieferte CryoFuze-Wärmeleitpaste. Testbedingungen und Grenzen Getestet wurde ein AMD Ryzen 9 7900X auf einem ASUS ROG CROSSHAIR X670E HERO. Als Arbeitsspeicher kamen 16 GB Kingston Fury Beast DDR5-6000 CL36-38-38 in zwei 8-GB-Modulen zum Einsatz. Die Grafiklösung war eine Sapphire Radeon RX 7600 Pulse 8GB, die während der CPU-Stresstests nur im Zero-Fan-Modus lief. Die Stromversorgung erfolgte über ein FSP Hydro Ti PRO 1000 Watt. Das System lief auf einem Open Benchtable unter Windows 11 Pro, Build 26100.4061. Die Temperaturauswertung basierte auf CPU Die (Average); die angegebenen Werte sind als Delta zur Raumtemperatur zu verstehen. Die Messung der Lautstärke erfolgte mit einem Voltcraft SL-10 in 40 cm Entfernung, in 125-ms-Zyklen und im Lo-Modus. Die gleiche Wärmeleitpaste wurde bei allen Kühlern verwendet, um die Vergleichbarkeit zu sichern. EinordnungDie MasterLiquid 360 Atmos II White positioniert sich als hochwertige 360-mm-AiO im oberen Leistungsbereich. Im Test erreicht sie bereits bei 40 dB(A) ein Niveau, das für praxisnahe Anwendungen ausreicht, und hält auch unter 200 Watt Dauerlast stabil durch. Gegenüber dem einfachen Funktionsumfang vieler AiOs hebt sie sich vor allem durch die vormontierte Lüftereinheit, das saubere Kabelmanagement und das modulare Flex-Kit-Konzept ab. Das optionale VRM-Fan-Modul ist dabei das einzige Zusatzmodul mit klar messbarem technischem Nutzen; Pixel-LED und LCD bleiben stärker auf Optik beziehungsweise Komfort ausgerichtet.
Stärken Sehr hohe Kühlleistung bereits bei 40 dB(A). Ruhiger und stabiler Temperaturverlauf auch unter hoher Dauerlast. Vormontiertes 360-mm-Lüftermodul erleichtert die Installation. Hervorragendes Kabelmanagement durch integrierte Kabelführung. VRM-Fan mit messbarer Temperaturreduktion am Sockelbereich. Saubere Verarbeitung von Radiator, Pumpe und Lüftermodul. Konsequente White-Optik mit homogener Gen2-ARGB-Beleuchtung. Einschränkungen Flex-Kits wie LCD, Pixel-LED und VRM-Fan sind nicht im Lieferumfang enthalten. Der volle Funktionsumfang der Flex-Kits setzt die MasterCTRL-Software voraus. Das Pixel-LED-Kit bietet überwiegend optischen statt funktionalen Mehrwert. Unter extremer 200-Watt-Dauerlast nähert sich ein Ryzen-Prozessor dem AMD-Temperaturziel an. Fragen und Antworten Wie fällt das Kühlniveau bei leiser Abstimmung aus? Bereits bei 40 dB(A) erreicht die AiO eine sehr hohe Kühlleistung. Wie stark steigt die Lautstärke bei voller Drehzahl? Bei 100 % PWM wurden 44,5 dB(A) gemessen. Welche CPU-Last wurde im Test betrachtet? Ein AMD Ryzen 9 7900X wurde in mehreren Leistungsstufen gekühlt. Welches Flex-Kit ist technisch am interessantesten? Der VRM-Fan, weil er die Temperaturen am Sockelbereich messbar senkt. Wodurch wird die Montage erleichtert? Durch das vormontierte Lüftermodul, die beschrifteten Zubehörkartons und die integrierte Kabelführung.Automatisch aus dem Artikelinhalt als redaktionelle, sichtbare Inhaltsübersicht erzeugt.
Der Markt für All-in-One-Wasserkühlungen ist hart umkämpft. Neue Modelle erscheinen in kurzen Abständen, echte Innovationen sind dagegen eher selten. Mit der MasterLiquid 360 Atmos II White präsentiert Cooler Master die zweite Generation seiner Atmos-Serie und verspricht eine überarbeitete Pumpeneinheit, neue Lüfter sowie eine vereinfachte Montage. Optisch richtet sich die weiße Variante vor allem an Besitzer moderner White-Builds. Radiator, Schläuche, Lüfter und Pumpengehäuse sind konsequent in Weiß gehalten und werden durch eine dezente ARGB-Beleuchtung ergänzt. Doch ein ansprechendes Design allein reicht im High-End-Segment längst nicht mehr aus.
Ob die MasterLiquid 360 Atmos II White auch unter hoher Last überzeugen kann, zeigt der Praxistest. Neben Kühlleistung und Lautstärke stehen daher auch Verarbeitung, Montage und die Alltagstauglichkeit auf einer aktuellen AM5-Plattform im Fokus. Denn am Ende entscheidet nicht das Datenblatt, sondern das Verhalten auf dem Prüfstand.
Verpackung und LieferumfangBereits äußerlich setzt die MasterLiquid 360 Atmos II White auf den unverwechselbaren Auftritt von Cooler Master. Der Karton ist vollständig im markentypischen Cooler-Master-Violett gehalten und hebt sich damit deutlich von den meist schwarz oder weiß gestalteten Verpackungen anderer Hersteller ab. Die Vorderseite beschränkt sich bewusst auf das Wesentliche, eine großformatige Abbildung der AIO sowie die Modellbezeichnung stehen im Mittelpunkt. Die Rückseite liefert dagegen die wichtigsten technischen Daten und Ausstattungsmerkmale in übersichtlicher Form, sodass sich der Käufer bereits vor dem Auspacken einen guten Überblick verschaffen kann.
Im Inneren setzt der Hersteller das aufgeräumte Konzept konsequent fort. Statt einer Vielzahl von Kunststoffeinlagen kommt ein durchdachtes Verpackungssystem mit einem hohen Anteil an Kartonmaterial zum Einsatz. Nach Angaben des Herstellers wurde die Verpackung hinsichtlich Materialeinsatz und Nachhaltigkeit überarbeitet, um den Kunststoffverbrauch zu reduzieren, ohne dabei Abstriche beim Produktschutz in Kauf zu nehmen. Radiator, Pumpeneinheit, Lüfter sowie das komplette Montagematerial sind sauber voneinander getrennt und in separaten Kartons beziehungsweise Fächern untergebracht. Dadurch wirkt der Lieferumfang nicht nur ordentlich, sondern erleichtert auch den späteren Zusammenbau, da alle Komponenten schnell auffindbar sind. Gleichzeitig werden empfindliche Bauteile zuverlässig vor Transportschäden geschützt. Besonders gelungen ist die Beschriftung der einzelnen Zubehörkartons. Cooler Master kennzeichnet diese direkt mit ihrem Inhalt beziehungsweise der jeweiligen Plattform, sodass das benötigte Montagematerial ohne langes Suchen griffbereit ist. Gerade beim ersten Zusammenbau sorgt dieses Detail für einen angenehm strukturierten Ablauf und zeigt, dass sich der Hersteller auch Gedanken über die Benutzerfreundlichkeit gemacht hat
Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen durchdachten Eindruck. Sie verbindet einen modernen Auftritt mit einer übersichtlichen Innenorganisation und einem nachhaltigeren Verpackungskonzept. Statt unnötiger Kunststoffeinlagen setzt Cooler Master auf Funktionalität und Ordnung. Ein Ansatz, der sowohl der Übersicht als auch der Nachhaltigkeit zugutekommt.
Zubehör – Durchdacht bis ins DetailAuch beim Lieferumfang zeigt sich, dass Cooler Master den Fokus auf eine möglichst einfache und komfortable Montage gelegt hat. Sämtliches Zubehör ist sauber sortiert und dank der beschrifteten Innenkartons schnell zu finden. Das Montagematerial für aktuelle AMD- und Intel-Plattformen ist vollständig vorhanden, sodass dem Einbau direkt nach dem Auspacken nichts im Wege steht.
Ein interessantes Detail sind die zwei magnetischen Pumpenabdeckungen, die sich werkzeuglos austauschen lassen und unterschiedliche Designvarianten ermöglichen. Darüber hinaus unterstützt die Atmos II das neue Flex-Kit-System, wodurch sich die Pumpeneinheit später beispielsweise mit einem LCD-Display, einer Pixel-LED-Einheit oder einem VRM-Lüfter nachrüsten lässt. Damit bietet Cooler Master eine ungewöhnlich hohe Modularität, die man in dieser Form bislang nur selten bei einer AiO-Wasserkühlung findet. Ebenfalls zum Lieferumfang gehören die hauseigene CryoFuze-Wärmeleitpaste sowie Schlauchclips, mit denen sich die beiden Schläuche sauber parallel führen lassen. Besonders gelungen ist außerdem das Kabelmanagement. Sowohl die Kabel der Pumpeneinheit als auch die Anschlüsse der Lüfter wurden weitgehend verborgen. Die Lüfter werden über ein gemeinsames Anschlusskabel versorgt, während die Pumpenkabel unauffällig in der Schlauchummantelung geführt werden. Das reduziert den Verkabelungsaufwand deutlich und sorgt für einen wesentlich aufgeräumteren Innenraum.
Betrachtet man das Gesamtbild hinterlässt der Lieferumfang einen sehr durchdachten Eindruck. Cooler Master verzichtet auf unnötige Dreingaben und konzentriert sich stattdessen auf sinnvolle Ausstattungsmerkmale, die sowohl die Montage als auch die spätere Nutzung erleichtern. Gerade die vormontierten Lüfter, das aufgeräumte Kabelmanagement und die Möglichkeit zur späteren Erweiterung der Pumpeneinheit verleihen der MasterLiquid 360 Atmos II White einen modernen und praxisorientierten Charakter.
Montage und Einbau unter AM5 – Schnell und anwenderfreundlichDie Montage der MasterLiquid 360 Atmos II White auf einer AM5-Plattform gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Cooler Master nutzt die originale AMD-Backplate, sodass diese auf dem Mainboard verbleiben kann. Nach dem Entfernen der serienmäßigen Kunststoffhalterungen werden die beiliegenden Abstandshalter aufgeschraubt und anschließend die Montageschienen befestigt. Die Pumpeneinheit wird anschließend auf den Prozessor aufgesetzt und über zwei gefederte Schrauben gleichmäßig fixiert. Der Anpressdruck verteilt sich dabei gleichmäßig auf den Heatspreader und sorgt für einen sicheren Sitz der Kühleinheit. Dank der vormontierten Schläuche und des kompakten Pumpengehäuses bleibt während der Montage ausreichend Bewegungsfreiheit, sodass sich der Einbau auch in bereits bestückten Systemen problemlos durchführen lässt. Positiv fällt zudem auf, dass Cooler Master die drei SickleFlow Edge ARGB-Lüfter bereits werkseitig am Radiator montiert. Dadurch entfällt einer der zeitaufwendigsten Arbeitsschritte beim Einbau. Ebenso reduziert das integrierte Kabelmanagement den Verkabelungsaufwand deutlich. Da sowohl die Pumpenkabel als auch die Lüfteranschlüsse weitgehend verborgen geführt werden, wirkt der Innenraum nach der Installation deutlich aufgeräumter als bei vielen anderen AIO-Kühlungen.
Unterm Strich hinterlässt die Montage einen durchdachten Eindruck. Die einzelnen Montageschritte sind logisch aufgebaut, das Zubehör ist eindeutig gekennzeichnet und dank der guten Anleitung gelingt der Einbau auch weniger erfahrenen Anwendern ohne größere Schwierigkeiten. Cooler Master zeigt hier, dass eine leistungsstarke 360-mm-AiO nicht zwangsläufig mit einer komplizierten Installation verbunden sein muss.
SpezifikationenNachfolgend die Übersicht der technischen Eckdaten. Weitere Informationen lassen sich auf der Produktseite beim Hersteller finden.
Technische Eckdaten Radiator Pumpeneinheit Schläuche Lüfter Kühlmittel Beleuchtung Besondere Merkmale