Seit einigen Wochen steht die Rückkehr von Stefan Horngacher zum polnischen Skiverband fest. Adam Małysz, Skisprung-Legende und Verbandspräsident der Polen, erklärt nun die Hintergründe des durchaus komplizierten Comebacks.

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Seit einigen Wochen steht die Rückkehr von Stefan Horngacher zum polnischen Skiverband fest. Adam Małysz, Skisprung-Legende und Verbandspräsident der Polen, erklärt nun die Hintergründe des durchaus komplizierten Comebacks.
Zunächst nämlich hatte der Vorstand des polnischen Skiverbands PZN eine Verpflichtung des Österreichers blockiert.
Wie Małysz im Gespräch mit "Polsat Sport" erklärte, habe Horngacher bereits zwei Trainingslager mit der polnischen Nationalmannschaft absolviert. "Es ist uns gelungen, den Vorstand zu überzeugen. Das ist enorm wichtig für unseren Sport", sagte der PZN-Präsident. Horngacher könne "strukturell sehr viel bewegen" und ein nachhaltiges System für die Zukunft aufbauen.
Bereits seit Monaten soll der frühere Erfolgstrainer gemeinsam mit Maciej Maciusiak und Michal Doležal an einem Vierjahresplan für die Entwicklung des polnischen Skispringens gearbeitet haben. Laut Małysz sei Horngacher sogar bereit gewesen, seinen Plan persönlich vor dem Vorstand zu präsentieren.
Besonders wichtig sei Horngacher dabei gewesen, dass der gesamte Vorstand hinter seiner Rückkehr steht. "Wenn auch nur ein Mitglied Zweifel gehabt hätte, wäre eine gute Zusammenarbeit kaum möglich gewesen", erklärte Małysz.
Ein großer Vorteil bei der Verpflichtung von Stefan Horngacher ist Adam Małysz zufolge, dass der Österreicher dem Druck standhalten könne. Małysz zog einen Vergleich zum früheren Sportdirektor Alexander Stöckl. Dieser sei zwar ein hervorragender Fachmann gewesen, nach seinen schwierigen Erfahrungen in Norwegen aber "noch nicht bereit" für den enormen Druck im polnischen Skispringen gewesen. Horngacher kenne dagegen die Situation und die Erwartungen in Polen genau.
Der PZN-Präsident sprach außerdem offen über die enorme öffentliche Kritik im Land. "In Polen wird ein Trainer sofort zerrissen, wenn die Ergebnisse nicht stimmen", sagte Małysz. Selbst Maciusiak wäre nach der vergangenen Saison "total gelyncht" worden, wenn das Team bei den Olympischen Spielen nicht drei Medaillen gewonnen hätte.
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