Das Unternehmen UBTech hat mit dem U1 einen menschenähnlichen Roboter vorgestellt. Das System kann Stress erkennen und Menschen im Alltag unterstützen.
Das Unternehmen UBTech hat mit dem U1 einen menschenähnlichen Roboter vorgestellt. Das System kann Stress erkennen und Menschen im Alltag unterstützen.
Der Markt für humanoide Roboter bekommt Zuwachs: Das chinesische Unternehmen UBTech hat am 30. Juni den hyperrealistischen Uworld U1 vorgestellt. Das Modell soll in Massenproduktion gehen und Menschen unter anderem im Alltag, bei emotionaler Unterstützung und in der Altenpflege begleiten.
Geplant sind drei Ausführungen, deren Preise bei 119.800 RMB (umgerechnet etwa 15.415 Euro) starten. Das teuerste Modell liegt bei 990.000 RMB (rund 127.427 Euro). In einer Pressemitteilung teilt das Unternehmen zudem mit, dass bereits zum Auftakt der Präsentation 13.361 Vorbestellungen eingegangen seien.
Mit dem U1 will UBTech das psychische Wohlbefinden von Menschen stärken. Ziel sei es, „personalisierte emotionale Unterstützung in verschiedenen Lebensphasen“ zu bieten, erklärt Michael Tam, Chief Brand Officer von UBTech.
Die Roboter sind lebensgroß, besitzen eine biometrische Haut und können laut Hersteller bis zu 90 Prozent der „grundlegenden menschlichen Bewegungen“ nachahmen. Der U1 sei zudem auf eine lebenslange Nutzung ausgelegt. Hinzu kommt, dass das System „mehr als 20 emotionale Zustände mit einer Genauigkeitsrate von über 90 Prozent“ erkennen soll. Dazu zählen unter anderem Stress und Erschöpfung.
Diese Aufgabenbereiche soll der Roboter übernehmen:
Für intime Beziehungen sei der U1 „vorerst“ nicht gedacht, berichtet der „Independent“. Zudem verfüge der Roboter laut „Robotsinternational“ über ein Langzeitgedächtnis, während sämtliche Daten direkt auf dem Gerät verarbeitet würden. Das solle schnelle Antworten, persönliche Interaktion und Datenschutz ermöglichen. Die Auslieferung des U1 soll ab Mitte September beginnen.
Emotionale Unterstützung gehört laut UBTech zu den zentralen Einsatzbereichen des U1. Menschen, die unter Einsamkeit leiden, können dabei ganz unterschiedliche Beschwerden entwickeln, informiert die Krankenkasse DAK. Möglich sind beispielsweise Traurigkeit und Niedergeschlagenheit, ein Gefühl der Leere oder Konzentrationsschwierigkeiten. Auch körperliche Reaktionen sind denkbar. Beispielsweise Magen-Darm-Probleme, Hautauschläge, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Probleme.