Das Forschungsdatenkonsortium DAPHNE4NFDI geht in die zweite Förderphase. Das Team um Prof. Dr. Birgit Kanngießer entwickelt Datenstandards und digitale Repositorien für röntgenbasierte Analysemethoden
Das Forschungsdatenkonsortium DAPHNE4NFDI geht in die zweite Förderphase. Das Team um Prof. Dr. Birgit Kanngießer entwickelt Datenstandards und digitale Repositorien für röntgenbasierte Analysemethoden
Die TU Berlin bleibt auch in der zweiten Förderphase am Forschungsdatenkonsortium DAPHNE4NFDI beteiligt. Prof. Dr. Birgit Kanngießer und ihr Team vom Fachgebiet Analytische Röntgenphysik arbeiten daran, Forschungsdaten aus unterschiedlichen röntgenbasierten Analyseverfahren einheitlich zu beschreiben, langfristig zu speichern und über einzelne Experimente und Forschungseinrichtungen hinweg nutzbar zu machen.
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern hat am 10. Juli 2026 der Weiterförderung des Konsortiums ab Oktober 2026 zugestimmt.
Einheitliche Standards für komplexe Messdaten
Röntgenbasierte Methoden liefern große Mengen komplexer Forschungsdaten. Damit diese Daten auch nach Abschluss eines Experiments auffindbar, nachvollziehbar und für weitere Forschungsfragen nutzbar bleiben, braucht es gemeinsame Standards und geeignete digitale Infrastrukturen.
Das Team der TU Berlin entwickelt dafür Datenmodelle, Standards und Repositorien für verschiedene röntgenbasierte Analysemethoden weiter. Ziel ist es, Messergebnisse verschiedener Einrichtungen besser miteinander zu verknüpfen und ihre gemeinsame Auswertung zu ermöglichen.
Die Forschungsdaten sollen den FAIR-Prinzipien entsprechen: Sie sollen auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar sein. Einheitliche Beschreibungen der Daten sind zugleich eine wichtige Voraussetzung für automatisierte Analysen sowie für datengetriebene und KI-gestützte Forschung.
Forschungsdaten für die Photonen- und Neutronenforschung
DAPHNE4NFDI ist eines von 26 fachbezogenen Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur, kurz NFDI. In der NFDI arbeiten Hochschulen, Forschungseinrichtungen und weitere wissenschaftliche Akteure daran, bislang häufig dezentral gespeicherte Forschungsdaten systematisch zu erschließen und über Fach- und Institutionsgrenzen hinweg nutzbar zu machen.
DAPHNE4NFDI übernimmt diese Aufgabe für die Photonen- und Neutronenforschung. In der zweiten Förderphase sollen die bereits entwickelten digitalen Angebote ausgebaut, Datenbestände unterschiedlicher Einrichtungen stärker miteinander verknüpft und neue Nutzungsmöglichkeiten für die Forschung geschaffen werden.
Langfristige Finanzierung der NFDI gesichert
Neben DAPHNE4NFDI gehen neun weitere Konsortien aus der zweiten NFDI-Förderrunde in eine weitere Förderphase. Bund und Länder stellen für ihre Weiterförderung bis zunächst Ende 2028 insgesamt rund 71 Millionen Euro bereit.
Zugleich haben Bund und Länder die langfristige Finanzierung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur bis zum Jahr 2038 gesichert. Damit soll die NFDI dauerhaft als grundlegende Infrastruktur für ein nachhaltiges und disziplinübergreifendes Forschungsdatenmanagement etabliert werden.
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Prof. Dr. Birgit Kanngießer
Fachgebietsleitung Experimentalphysik mit dem Schwerpunkt Analytische Röntgenphysik
Fakultät II – Mathematik und Naturwissenschaften
E-Mail: birgit.kanngiesser@tu-berlin.de
Tel.: +49 30 314-21428
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Physik / Astronomie
überregional
Forschungsprojekte
Deutsch
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
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