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Dramatische Notlage im Kreis Mettmann: Hitze-Wochenende fordert 55 Tote nach Reanimationen

Дата публикации: 17-07-2026 12:16:33




55 Mal versuchte der Rettungsdienst im Kreis Mettmann an einem einzigen Wochenende, Menschen das Leben zu retten – ohne Erfolg. Über 600 Notrufe an einem Tag brachten das System an seine absolute Grenze.



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Dramatische Notlage im Kreis Mettmann Hitze-Wochenende fordert 55 Tote nach Reanimationen

Das Deutsche Rote Kreuz richtete in Erkrath eine Notversorgung ein, weil durch die Hitze die Aufnahmekapazitäten der Krankenhäuser erschöpft war. Auf dem Foto: Helfer Lukas Mutzberg.

Das Deutsche Rote Kreuz richtete in Erkrath eine Notversorgung ein, weil durch die Hitze die Aufnahmekapazitäten der Krankenhäuser erschöpft war. Auf dem Foto: Helfer Lukas Mutzberg.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Kreis Mettmann · 55 Mal versuchte der Rettungsdienst im Kreis Mettmann an einem einzigen Wochenende, Menschen das Leben zu retten – ohne Erfolg. Über 600 Notrufe an einem Tag brachten das System an seine absolute Grenze.

Die sehr große Hitze am letzten Juni-Wochenende hatte offenbar dramatischere Auswirkungen als bislang bekannt war. Insgesamt war der Rettungsdienst im Kreis Mettmann vom 26. bis 29. Juni an 55 erfolglosen Reanimationen beteiligt. Diese Zahl nannte der Ordnungsdezernent des Kreises Mettmann, Nils Hanheide, im Kreistagsausschuss.

Wie aus dem Sitzungsprotokoll hervorgeht, stieg die Zahl der Notrufe bereits ab Dienstag, 23. Juni, deutlich und kontinuierlich an, so Hanheide im Ausschuss. Der Höhepunkt bei der Zahl der Hilferufe sei am Sonntag, 28. Juni, mit mehr als 600 Notrufen am Tag erreicht gewesen. Dementsprechend habe die Kreisleitstelle ihre personelle Besetzung von fünf auf 15 Personen verdreifachen müssen.

In den Krankenhäusern im Kreis Mettmann und allen Nachbarstädten waren die Aufnahmekapazitäten in den Notaufnahmen am Samstagabend, 27. Juni, erschöpft, berichtete Hanheide im Ausschuss weiter. Deshalb hätten der Leitende Notarzt und der Ärztliche Leiter Rettungsdienst im Kreis Mettmann entschieden, dass in Erkrath sofort eine Notversorgungsstelle eingerichtet werde. Diese Aufgabe übernahm das Deutsche Rote Kreuz. In den klimatisierten Räumen des Kreisgesundheitsamtes in Erkrath wurden insgesamt 15 Patientinnen und Patienten versorgt (wir berichteten). Im Verlauf des Montags, 29. Juni, habe sich die Hitze-Gefahrenlage wieder entspannt. Ordnungsdezernent Hanheide kündigte an, dass die Lage ausgewertet und Gegenstand einer Nachbesprechung sein werde.

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