Bayern-Einzelkritik: Bestnote für einen Kurzarbeiter
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Durch den souveränen 4:2-Sieg gegen den VfB Stuttgart macht der FC Bayern die 35. Meisterschaft perfekt - eine weitere Machtdemonstration der Münchner. Alle Bayern-Stars in der Einzelkritik:

Hielt die unplatzierten Abschlüsse der Stuttgart allesamt sicher und packte auch bei Flanken beherzt zu. Gegen El Khannouss nach der Pause mit einer Glanztat auf der Linie. Bei den Gegentoren traf ihn kaum Schuld, beim Chema-Treffer war zumindest die Hand dran.

Agierte defensiv zu Beginn teilweise abenteuerlich und zwang Guerreiro so in unangenehme Situationen. Vor dem 0:1 nicht zu sehen. Vorne stiftete er mit seinen Laufwegen nur selten Unruhe.

Übernahm für die letzten Minuten die rechte Abwehrseite und feierte damit sein Bundesligadebüt. Fand dort nicht sofort Zugriff und wirkte beim zweiten VfB-Tor wie viele Kollegen unsortiert.

Gewann als letzter Mann wichtige Duelle, stand am Ende bei einer Zweikampfquote von 71 Prozent. Die sehr aktive Spieleröffnung von Upamecano konnte er hingegen nicht ersetzen, in den letzten Minuten litt auch die defensive Schärfe.

Setzte wichtige Blocks im eigenen Strafraum, wenn der VfB über die Außenbahn durchbrechen konnte. War aber nicht so zweikampfstark wie Nebenmann Kim. Bewies bei der Vorarbeit zum 4:1 nach der Ecke viel Übersicht.

Verteidigte phasenweise recht passiv, wenn Vagnoman mit nach vorne aufrückte. Das Problem löste sich später von selbst, als mehr Spielkontrolle aufkam. Konnte sich dann offensiv zunehmend ausleben. Sorgte mit seinem frechen Außenrist-Abschluss vor der Pause für klare Verhältnisse.

Hielt nach der Einwechslung die Intensität hoch. Bekam El Khannouss vor der besten Chance der Gäste nicht mehr ganz zu fassen. Ansonsten seriös unterwegs.

Zeigte die Abstimmungsprobleme in der Stuttgarter Hintermannschaft mit seinen Pässen deutlich auf. Spielte bei schnellen Angriffen häufig einen guten Ball hinter die Kette. Später kontrollierte er das Geschehen im Zentrum überlegt, überließ die Highlights aber den Offensivspielern.

Ließ sich vor dem 0:1 in die letzte Linie fallen, sodass vor der Abwehr der Zugriff fehlte. Machte offensiv mit seinen Läufen immer wieder Alarm. Nahm mit seinem Abschluss vor dem 4:1 Nübel aus dem Spiel. Danach noch mit eigenen Chancen, bei denen das Glück fehlte.

War im Mittelfeld sehr umtriebig und hatte viel Einfluss auf das Spielgeschehen. Erhöhte nach dem Rückstand noch einmal den Druck und war beim Ausgleichstreffer der Hauptdarsteller. Ihm wollte noch nicht alles gelingen, mit jedem Spiel kommt aber die alte Stärke ein Stück mehr zurück.

Musste in der zweiten Hälfte nicht mehr an die absolute Leistungsgrenze gehen - und war trotzdem der X-Faktor. Knackte den tiefen VfB-Block mit fast jeder Aktion. Wollte sich dann der Aufgabe widmen, noch ein Traumtor zu erzielen. Seinen besten Versuch kratzte Mittelstädt per Kopf noch von der Linie.

Rotierte clever um Musiala herum und fand in den Zwischenräume viele Lücken. Netzte nach starker Vorarbeit zum 1:1 ein. Vor dem zweiten Bayern-Tor kam der entscheidende Ballgewinn von ihm. Hinten fehlte ihm hingegen teils die Körperlichkeit. Vor dem ersten Gegentor ohne Gespür für die defensiven Pflichten.

Bekam nach seinem Debüt auf St. Pauli die nächste Bewährungschance. Blieb sicher im Passspiel, der große Spielfluss ging von ihm aber nicht mehr aus.

War einer der wenigen Real-Helden, die in der Startelf blieben. Brauchte ein paar Minuten, um in der Partie anzukommen, zeigte dem VfB dann aber die Grenzen auf. Löste die Situation vor dem 2:1 herausragend auf, bereitete auch das dritte Bayern-Tor vor. Großer Spielwitz, herausragende Handlungsschnelligkeit.

Kam bei der Meisterparty von der Bank, drückte dem Festtag trotzdem noch seinen Stempel auf. Netzte zum 4:1 ein, weil er in der Szene am schnellsten schaltete. Nahm die danach viele Freiheiten, um überall zu helfen. Die klaren Impulse lieferte er dadurch nicht mehr.

Legte als Kane-Vertreter einen sehr aktiven Start hin. War mit seinen Einzelaktionen vor dem Tor ein Aktivposten der ersten Minuten und belohnte sich mit dem Treffer zum 3:1 für den Aufwand. Neben Kane und Olise ging er nach der Pause ein bisschen unter.
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