Neue Grafikhardware ist eine Möglichkeit, mehr Leistung zu bekommen. Die angenehmere Variante ist allerdings, wenn dieselbe Hardware plötzlich schneller läuft, ohne dass dafür ein Cent ausgegeben werden muss. Genau das zeigt sich derzeit bei Intels Arc B390 auf Panther Lake. Aktuelle Benchmarks mit Linux 7.2 weisen gegenüber Linux 7.1 teilweise deutlich bessere Grafikleistung aus, obwohl […]
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Neue Grafikhardware ist eine Möglichkeit, mehr Leistung zu bekommen. Die angenehmere Variante ist allerdings, wenn dieselbe Hardware plötzlich schneller läuft, ohne dass dafür ein Cent ausgegeben werden muss. Genau das zeigt sich derzeit bei Intels Arc B390 auf Panther Lake. Aktuelle Benchmarks mit Linux 7.2 weisen gegenüber Linux 7.1 teilweise deutlich bessere Grafikleistung aus, obwohl Hardware, Mesa-Version und restliches System unverändert blieben.
Symbolbild
Arc B390 mit Xe3 im direkten Vergleich
Für den Vergleich kam ein MSI Prestige 14 Flip AI+ mit Intels Core Ultra X7 358H zum Einsatz. Im Prozessor steckt die integrierte Arc B390 auf Basis der Xe3-Grafikarchitektur. Getestet wurden Linux 7.1 Stable und ein Entwicklungsstand von Linux 7.2 vom 17. Juli 2026. Wichtig ist dabei die ansonsten identische Testumgebung. Beide Durchläufe verwendeten Ubuntu 26.04 LTS, Mesa 26.0.3 und GNOME 50.1 unter Wayland. Damit lassen sich die Unterschiede weitgehend auf die Änderungen zwischen den beiden Kernel-Versionen zurückführen. In mehreren OpenGL- und Vulkan-Workloads konnte die Arc B390 unter Linux 7.2 zulegen. Die Verbesserungen fallen abhängig vom jeweiligen Test unterschiedlich aus, zeigen aber, dass die Optimierung von Panther Lake auf Linux noch längst nicht abgeschlossen ist. Gerade bei einer jungen Grafikarchitektur sind solche Entwicklungen nicht ungewöhnlich. Selbst wenn die grundlegende Hardwareunterstützung bereits vorhanden ist, können Änderungen an Speicherverwaltung, Scheduling, Energieverwaltung und GPU-Treibern noch erhebliche Auswirkungen auf die tatsächlich abrufbare Leistung haben. Bei Panther Lake kommt hinzu, dass Intel mit Xe3 eine neue Generation seiner integrierten Grafikarchitektur einsetzt. Entsprechend wird der Linux-Grafikstack weiterhin auf die neue Hardware abgestimmt. Bemerkenswert ist deshalb weniger ein einzelner Prozentwert als die Tatsache, dass allein ein Kernel-Wechsel messbare Verbesserungen bringen kann. Linux 7.2 befindet sich derzeit noch in Entwicklung. Die stabile Veröffentlichung wird für August 2026 erwartet. Bis dahin können sich einzelne Bestandteile weiterhin ändern.
FazitIntel zeigt mit Panther Lake ziemlich anschaulich, warum Benchmarks neuer Hardware wenige Monate nach dem Marktstart durchaus anders aussehen können als am ersten Tag. Die Siliziumfläche bleibt schließlich dieselbe – nur die Software lernt besser damit umzugehen. Für Besitzer eines Panther-Lake-Notebooks ist das erfreulich. Niemand muss eine neue GPU kaufen oder die Leistungsaufnahme nach oben schrauben. Manchmal reicht tatsächlich ein Kernel-Update. So darf Softwareoptimierung gerne aussehen.