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Apple drängt mit Karten-SDK ins Auto: Ford erster Partner

Дата публикации: 23-07-2026 16:27:00

Autohersteller können Apple Maps in ihr Bordsystem integrieren, auch für assistiertes Fahren. Erster Partner ist Ford, Apple sammelt mehr Eyeballs für Werbung.

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Apple Karten sagt bald, wo es mit dem Auto lang geht – auch ohne iPhone: Fahrzeughersteller können Apples Kartendienst künftig direkt in ihr Bordsystem integrieren. Dafür hat Apple am Donnerstag ein neues „MapKit for Automotive SDK“ genanntes Software-Kit angekündigt. Erster Abnehmer ist der US-Autobauer Ford, der Fahrzeuge seiner neuen, für 2027 angekündigten UEV-Plattform mit Apple Maps ab Werk ausliefern will. Der Kartendienst liefere Navigation plus Verkehrsinformationen und sei speziell auf die Routenführung für Elektrofahrzeuge optimiert – mitsamt der Vorkonditionierung der Batterie, heißt es in der Mitteilung.

Apple-Straßendaten für Fords Fahrassistenz

Für die Weiterentwicklung seiner Fahrassistenzsysteme will Ford demnach außerdem Straßendaten von Apples Kartendienst nutzen. Dies solle das assistierte, freihändige Fahren auf Highways respektive Autobahnen verbessern. Apple Karten wird zuerst in einen von Ford in Aussicht gestellten elektrischen Pick-up-Truck integriert, der im kommenden Jahr für rund 30.000 US-Dollar auf dem US-Markt eingeführt werden soll. Konkrete Informationen zu einem Start der UEV-Plattform mit Apple-Maps-Integration in Europa liegen bislang nicht vor.

Ford und Apple arbeiten seit Längerem bei Apple Karten zusammen: Der Ford Mustang Mach-E gehört zu den wenigen Modellen, die ihren Ladestand an Apples Maps (in CarPlay) für eine angepasste Routenplanung übermitteln können.

Die Fahrzeuge, die Apple Karten direkt in das Bordsystem integrieren, unterstützen weiterhin CarPlay, um die übliche iPhone-Integration zu bieten, wie Ford in der gemeinsamen Mitteilung mit Apple betonte. An CarPlay Ultra hat Ford – ebenso wie andere große Hersteller – bislang kein Interesse signalisiert.

Bald Werbung in Apple Maps

Konkrete Details zu Apples „MapKit for Automotive SDK“ stehen noch aus. Apple betonte, für das SDK gelten dieselben Datenschutzstandards wie für die normale Nutzung der Karten-App: Der Konzern verknüpfe Navidaten nicht mit Apple-Account-Informationen. Erhobene Ortsdaten sollen sich zugleich nicht auf einzelne Nutzer zurückführen lassen. Die Integration in Bordsysteme größer Fahrzeughersteller könnte die Verbreitung von Apple Karten deutlich erhöhen. Für Apple ist das zunehmend relevant, da der Dienst jetzt als zentrale weitere Werbefläche dient: In Kürze soll die Karten-App in USA und Kanada erstmals Werbeanzeigen etwa bei der Suche nach Geschäften in der Umgebung einblenden.

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(lbe)

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