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Hitze lässt Autobahn bersten: Vorsicht vor plötzlichen Blow-ups

Дата публикации: 11-08-2026 13:30:00

Wenn die Autobahn unter der Hitze leidet: Hohe Temperaturen verwandeln Beton in Gefahr. Welche Abschnitte betroffen sind und worauf Autofahrer achten sollten.

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Rekord­tempe­raturen haben seit Juni zahlreiche deutsche Auto­bahn­abschnitte schwer beschdigt. Allein Ende Juni gab es ber 40 Hitze­schden von Blow-ups auf Beton­fahr­bahnen bis zu weichem Asphalt. Mehrere Strecken mussten zeitweise voll­gesperrt werden.

Hitze sorgt fr Blow-up-Problem

Die anhaltende Hitzewelle in Deutschland hat die deutsche Autobahn-Infra­struktur an ihre Grenzen gebracht. Besonders ltere Beton­fahr­bahnen reagierten empfindlich auf die extreme thermische Belastung: Beton dehnt sich aufgrund der Tempe­raturen aus, kann sich nicht frei bewegen und wlbte sich schlielich nach oben auf ein als Blow-up bekanntes wie gefhr­liches Phnomen. Blow-ups werden bei starker Hitze zur Gefahr auf Autobahnen. Blow-ups werden bei starker Hitze zur Gefahr auf Autobahnen.
Bild: Mit KI erstellt

Betroffene Strecken im berblick

Die Liste der betroffenen Autobahnen ist lang: A1, A2, A6, A7, A10, A13, A14, A15, A29, A44, A45, A485, A66, A67 und A93 verzeich­neten Fahr­bahn­schden. Besonders schwer traf es die A2 zwischen Ziesar und Wollin sowie zwischen Burg-Zentrum und Burg-Ost in Fahrt­rich­tung Berliner Ring beide Abschnitte mussten zeitweise voll­gesperrt werden.

Auch auf der A14 zwischen Kreuz Magdeburg und Dahlen­wars­leben kam es zu einem Blow-up mit anschlie­ender Voll­sper­rung. Auf der A10 im Berliner Ring waren gleich drei Abschnitte betroffen.

Asphalt und Beton: Zwei Materialien, zwei Probleme

Rund 70 Prozent der deutschen Autobahnen bestehen aus Asphalt, der Rest aus Beton. Beide Materialien reagieren unter­schied­lich auf Hitze. Bei Beton­fahr­bahnen entstehen Blow-ups vor allem auf lteren, stark bean­spruchten und bereits vorge­sch­digten Strecken. Ab etwa 30 Grad Celsius steigt die Wahr­schein­lich­keit solcher Schden deutlich.

Bei Asphalt­fahr­bahnen ist das Bindemittel Bitumen das Problem: Erhitzt es sich durch extreme Tempe­raturen auf ber 60 Grad Celsius, kann es erweichen. Unter starker Verkehrs­belas­tung bilden sich dann Spurrinnen, Verdr­ckungen und Ablsungen.

„Die Hitzewelle hat dem Material sehr zugesetzt, wir hatten im gesamten Bundes­gebiet erhebliche Sch­digungen“, sagte Dirk Bran­denburger von der Autobahn-GmbH gegenber der Tagesschau. Etwa 40 Hitze-Schden mussten allein im Juni abge­arbeitet werden.

Sofort­manahmen: Tempolimits und Sperrungen

Die Autobahn GmbH reagierte umgehend mit verstrkten Kontrollen an heien Tagen. Treten Schden auf, werden Fahr­streifen reduziert, Geschwin­digkeits­begren­zungen angeordnet oder Abschnitte komplett gesperrt. Bei Blow-ups wird der schadhafte Beton ausgebaut und durch Asphalt ersetzt.

Vorsorglich fhrte die Autobahn GmbH auf einigen lteren Abschnitten der A7, A92 und A93 temporre Geschwin­digkeits­begren­zungen auf Autobahnen ein: 120 km/h fr Autos, 80 km/h fr Motorrder. Besonders Motor­radfah­rende gelten durch pltzlich auftretende Blow-ups als stark gefhrdet.

Lang­fris­tige Lsung: Moder­nisie­rung und Forschung

Staus und Vollsperrungen knnen die Folge von pltzlich auftretenden Straenschden sein. Staus und Vollsperrungen knnen die Folge von pltzlich auftretenden Straenschden sein.
Bild: Mit KI erstellt
Fr dauerhafte Abhilfe setzt die Autobahn GmbH auf Neu- und Ausbau­manahmen nach aktuellem Stand der Technik. Mit modernen Bauweisen und greren Schicht­dicken bei Beton­fahr­bahnen lassen sich die meisten hitze­bedingten Schden vermeiden. Besonders gefhrdete Abschnitte werden bevorzugt erneuert.

Zudem arbeitet die Autobahn GmbH mit der Bundes­anstalt fr Straen- und Verkehrs­wesen (BASt) zusammen, um neue Erkennt­nisse ber die Hitze­bestn­digkeit der verwendeten Bauma­teria­lien zu gewinnen. Tempe­ratur­mess­fhler beobachten konti­nuier­lich die Entwicklung der Tempe­ratur­verlufe im Fahr­bahn­oberbau.

„Perspek­tivisch hilft nur, die Autobahnen dicker und mit hitze­festerem Material zu bauen“, so Bran­denburger. Bei rund 13.300 Kilometern Auto­bahn­netz dauere dies jedoch Jahrzehnte.

Appell an Verkehrs­teil­nehmer

Die Autobahn GmbH appelliert, bei hohen Tempe­raturen besonders aufmerksam zu fahren und die geltenden Geschwin­digkeits­begren­zungen unbedingt einzuhalten. Wer Schden an der Fahrbahn bemerkt, sollte diese umgehend der Polizei melden.

Nicht nur die Infra­struktur leidet unter der anhaltenden Hitze, auch der Mensch ist betroffen. Wenn Sie viel mit dem Auto unterwegs sind, kann sich das Fahrzeug schnell zur Sauna entwickeln. Lesen Sie hier: Hitze im Auto: Diese Tipps und Tricks helfen wirklich

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