Mit einer Warnstreik-Welle will die Lokführer-Gewerkschaft GDL die Arbeitgeber unter Druck setzen. Nach einem für Donnerstag, 3.20 Uhr, angekündigten Ausstand, soll um 7 Uhr wieder Schluss sein. Der Verkehrsbetrieb reagiert mit Ersatzbussen.
Update | Saarbrücken · Mit einer Warnstreik-Welle will die Lokführer-Gewerkschaft GDL die Arbeitgeber unter Druck setzen. Nach einem für Donnerstag, 3.20 Uhr, angekündigten Ausstand, soll um 7 Uhr wieder Schluss sein. Der Verkehrsbetrieb reagiert mit Ersatzbussen.
Streikwelle bei der Saarbahn in Saarbrücken sorgt für Ausfälle und Ersatzfahrten mit Bussen. (Symbolbild)
Foto: Grafik: Robby LorenzUpdate von Donnerstag, 14. August, 6.13 Uhr: Mit kurzen Warnstreiks setzt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihren Arbeitskampf bei der Saarbahn fort. So ist der für Donnerstag, 13. August, um 3.20 Uhr begonnene Ausstand bereits um 7 Uhr wieder vorbei. Das kündigt GDL-Bezirksleiter Nico Rebenack der SZ an. Das Unternehmen in Saarbrücken setzte seinen Ersatz mit Bussen zuvor bereits fort.
Update von Donnerstag, 13. August, 4.57 Uhr: Wie angedroht, gibt es auch an diesem Donnerstag, 13. August, Warnstreik bei der Saarbahn in Saarbrücken. Die Gewerkschaft der Deutschen Lokomotivführer (GDL) informierte am späten Mittwochabend über den Ausstand. Demnach stehen Züge auf der Linie zwischen Lebach und Saargemünd größtenteils still. Ein Ende soll später angegeben werden.
Warnstreik bei der Saarbahn: Ersatzbusse und einzelne Züge
Wie schon an den Vortagen bemüht sich der kommunale Verkehrsbetrieb um Ersatzbusse entlang der Strecke sowie um einzelne Saarbahn-Fahrten, die trotz des Arbeitskampfes angeboten werden sollen. So seien vereinzelt Bahnen zwischen Riegelsberg-Süd und Saargemünd unterwegs. Auch am Freitag sollen die 80 Lokführer die Arbeit niederlegen, sagte bereits zuvor die Gewerkschaft. Auch hier steht der genaue Zeitpunkt noch aus.
Update von Mittwoch, 12. August, 9.05 Uhr: Die Streikwelle bei der Saarbahn nimmt kein Ende. Während die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den zunächst für Mittwoch, 12. August, angekündigten Ausstand in Saarbrücken zurückrief und die Drohung für Donnerstag aufrechterhielt, sollen die 80 Lokführer jetzt auch am Freitag die Arbeit niederlegen. Genaue Zeiten nennt GDL-Bezirksleiter Nico Rebenack noch nicht.
Streikwelle bei der Saarbahn: Tram kehrt vorübergehend zum regulären Fahrplan zurück
Gleichzeitig heißt es seitens der Leitung beim kommunalen Verkehrsbetrieb, dass die Saarbahnen am Mittwoch, ab 10 Uhr wieder nach Plan unterwegs sein sollen. Sollte es beim neuerlichen Streik am Donnerstag und Freitag bleiben, trete wieder ein Notfall-Fahrplan in Kraft. Dieser sehe zusätzliche Busse als Ersatz entlang der Strecke vor, wie es zuletzt auch der Fall war.
Update von Mittwoch, 12. August, 6.27 Uhr: Nach der Absage des Warnstreiks bei der Saarbahn in Saarbrücken für Mittwoch, 12. August, hält das kommunale Unternehmen weiterhin an seinem Notfall-Fahrplan fest. So sollen Busse entlang der Strecke für Ersatz sorgen. Gleichzeitig geht die Geschäftsführung davon aus, dass einzelne Trams ebenso zum Einsatz kommen.
GDL lässt offen, ob Donnerstag wieder bei der Saarbahn ein Warnstreik folgt
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte den nächsten Ausstand bei der Saarbahn zunächst für diesen Mittwoch angekündigt, diesen dann aber am Dienstagnachmittag wieder aufgehoben. Unabhängig könnte es am Donnerstag zu neuen Arbeitsniederlegungen der 80 Lokführer erneut zum Streik kommen.
Die GDL ließ dies bislang offen. Das Saarbahn-Management spricht von einer unkalkulierbaren Siuation durch die kurzfristigen Ankündigungen und das ebenso rasche Aussetzen durch die Lokführer-Gewerkschaft. Dabei geht es um Auseinandersetzungen im Streit um einen neuen Tarifvertrag.
Update von Dienstag, 11. August, 21.24 Uhr: Der für Mittwoch, 12. August, erwartete Streik bei der Saarbahn in Saarbrücken wird nicht stattfinden. Das hat Nico Rebenack von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auf SZ-Anfrage bestätigt. Die Saarbahn-Gesellschaft hatte zuvor angekündigt, dass sie unabhängig davon bei ihrem Ersatzkonzept bleibe. Entsprechend gelte trotz Streik-Absage unter anderem ein Notfallplan mit reduzierten Tram-Angebot.
Update von Dienstag, 11. August, 16.45 Uhr: Der neueste Saarbahn-Streik ist seit 16 Uhr beendet. Das bestätigte GDL-Pressesprecher Ferdinand von Gehlen auf SZ-Anfrage. Wie Stadtwerke-Unternehmenssprecherin Sabine Ramge-Wein in Saarbrücken erklärt, wird die Tram am Dienstag, 11. August, nicht mehr in Betrieb genommen. Die Trams stehen im Depot, ein kurzfristiger Einsatz sei nicht möglich. Fahrgäste könnten weiterhin auf den Ersatzverkehr zurückgreifen.
Weiterhin Busse und Notfall-Fahrplan bei Saarbahn-Trams
Am morgigen Mittwoch setze der kommunale Verkehrsbetrieb voraussichtlich ein Ersatzkonzept aus Bussen und einem eingeschränkten Betrieb der Saarbahnlinie zwischen Riegelsberg-Süd und Saargemünd ein, erklärt Ramge-Wein. In Richtung Riegelsberg verkehre die Linie so von 5.32 Uhr, bis 16.02 Uhr. In Richtung Saargemünd werden die Trams voraussichtlich zwischen 6.09 Uhr und 16.24 Uhr fahren.
Weitere Streikankündigungen der GDL für Mittwoch und Donnerstag, 12. und 13. August, würden der Saarbahn GmbH bereits vorliegen, bestätigt die Unternehmenssprecherin. Ob diese umgesetzt werden, sei allerdings unklar. Schon am Montag zog die Gewerkschaft eine ihrer Ankündigungen zurück. Die Situation sei schlecht planbar, heißt es vonseiten der Saarbahn GmbH. Verlässliche Aussagen über Donnerstag, 13. August, ließen sich daher zu diesem Zeitpunkt nicht treffen.
Update von Dienstag, 11. August, 11.36 Uhr: Nach der kurzfristigen Ankündigung eines weiteren Warnstreiks bei der Saarbahn in Saarbrücken hat die Geschäftsleitung ebenfalls darüber informiert. So treten die 80 Lokführer am Dienstag, 11. August, um 12 Uhr erneut in den Ausstand, wie die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) mitteilt. Während zeitweise einzelne Trams dennoch unterwegs waren, sollen jetzt nur Ersatzbusse entlang der Strecke verkehren. Das meldet Unternehmenssprecherin Sabine Ramge-Wein.
Update von Dienstag, 11. August, 10.58 Uhr: Der nächste Warnstreik bei der Saarbahn in Saarbrücken kommt schneller, als die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) ihn zunächst angekündigt hat. Nach dem raschen Aus am Dienstag, 11. August, um 10 Uhr, sollen die 80 Lokführer nun bereits um 12 Uhr wieder herausgerufen werden. Der Geschäftsführung war zunächst mitgeteilt worden, dass für Mittwoch und Donnerstag weitere Ausstände anstehen. Den Zeitpunkt des Endes lassen Gewerkschafter offen.
Update von Dienstag, 11. August, 10.12 Uhr: Der Warnstreik bei der Saarbahn in Saarbrücken an diesem Dienstag, 11. August ist voraussichtlich nicht der letzte. Nachdem die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bereits zuvor gegenüber der SZ weitere Arbeitskampfmaßnahmen ankündigte, bestätigt dies jetzt auch die Leitung des kommunalen Verkehrsbetriebs.
13. und 14. Warnstreik bei der Saarbahn: Dann sollen Lokführer die Arbeit niederlegen
Demnach sollen die 80 Lokführer der Saarbahn auch am Mittwoch und Donnerstag ein weiteres Mal in den Ausstand treten. Allerdings lässt die Arbeitnehmerseite bislang offen, wann es dazu kommen soll. Zuletzt setzte die GDL wiederholt auf kurzfristige Ankündigungen, um dann genau so rasch den Ausstand wieder zu beenden.
Darauf habe sich die Saarbahn-Leitung eingerichtet, meldet Unternehmenssprecherin Sabine Ramge-Wein am Dienstagvormittag, 11. August, nur kurz nach Ende des neuerlichen Warnstreiks. Um 8.53 Uhr habe die GDL die Gesellschaft über das um 10 Uhr anstehende Ende informiert. Damit sollte der Verkehr auf der Strecke zwischen Lebach und Saargemünd „sukzessive wieder hochgefahren“ werden. Allerdings sei zumindest am Anfang noch mit Verspätungen zu rechnen.
Unternehmen verweist auf Ersatzverkehr mit Bussen und einige Tram-Bahnen
Allerdings gehe Saarbahn-Betriebsleiter Michael Irsch davon aus, dass dies rasche Reaktion nur möglich sei, „da wir bereits vorbereitet waren“. So habe sich das Ersatzkonzept mit Bussen entlang der betroffenen Linie sowie „ein begrenztes Angebot“ auf der Schiene bewährt. Betriebssteuerzentrale, Werkstatt und eingesprungene Fahrer hätten Hand in Hand gearbeitet.
Darum stelle sich der Konzern auf die beiden Streikaufrufe für Mittwoch und Donnerstag ähnlich ein. Dabei handle es sich um die 13. und 14. Ankündigung während der aktuellen Tarifauseinandersetzungen um einen neuen Vertrag für die Lokführer. „Da derzeit nicht bekannt ist, ob die Streiks wieder zurückgenommen werden oder zur welcher Uhrzeit gestreikt wird, müsse die Saarbahn flexibel reagieren. Irsch: „Je nach Situation kann der reguläre Verkehr der S1 stattfinden oder das Ersatzkonzept wird erneut greifen“, schließt Irsch ab. Wie stehe der Notfall-Fahrplan auf der Internetseite.
GDL bestätigt neue Ankündigungen für Streiks
Update von Dienstag, 11. August, 8.45 Uhr: Nach dem neuerlichen Warnstreik bei der Saarbahn in Saarbrücken am Dienstag, 11. August, hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nicht nur für Mittwoch einen weiteren Ausstand angekündigt. So müssen sich Pendler auch in den kommenden Tagen darauf einstellen, dass es zu Einschränkungen beim Tram-Verkehr kommt.
Neuer Streik bei der Saarbahn in den nächsten Tagen
Wie GDL-Bezirksleiter Nico Rebenack der Saarbrücker Zeitung berichtet, sollen nun auch am Donnerstag die 80 Lokführer beim kommunalen Verkehrsbetrieb die Arbeit niederlegen. Das habe seine Gewerkschaft am Dienstagvormittag der Arbeitgeberseite mitgeteilt. Wie zuletzt üblich, hält sich die Arbeitnehmer-Vertretung den genauen Start- und Endpunkt aber offen.
Update von Dienstag, 11. August, 8.09 Uhr: Der neuerliche Warnstreik bei der Saarbahn in Saarbrücken an diesem Dienstag, 11. August, soll um 10 Uhr enden. Das bestätigt Nico Rebenack von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auf SZ-Anfrage. Zunächst hatte die Arbeitgeberseite das Ende des Ausstands offengelassen. Allerdings kündigt sich bereits an, dass die 80 Lokführer auch am Mittwoch die Arbeit niederlegen werden. Eine genaue Zeit dafür steht noch aus.
Streik bei der Saarbahn: Busse im Ersatzverkehr
Das kommunale Unternehmen setzt unterdessen Ersatzbusse ein. Auch einige Wagen der Saarbahn sind auf einer Teilstrecke zwischen Riegelsberg-Süd und Saargemünd im Einsatz. Schon seit einigen Tagen versucht der Verkehrsbetreiber damit, ein eingeschränktes Angebot sicherzustellen. Währenddessen sind die Fronten zwischen Arbeitgebern und GDL weiterhin verhärtet. Eine Rückkehr an den Verhandlungstisch für einen neuen Tarifvertrag ist bislang nicht in Sicht.
Erstmeldung von Dienstag, 11. August, 4.55 Uhr: Zum Schulbeginn nach den Sommerferien im Saarland blieb der angekündigte Warnstreik aus. Doch nur einen Tag später stehen die Züge des kommunalen Verkehrsbetriebs in Saarbrücken wieder still. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) setzt damit ihren Wellenstreik fort, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Doch die Fronten scheinen wie eh und je verhärtet, eine Lösung zeichnet sich in dem Konflikt nicht ab.
Neuer Streik bei der Saarbahn: worauf sich Pendler ab Dienstagmorgen einstellen müssen
So müssen sich Pendler ab diesem Dienstag, 11. August, erneut auf Ausfälle bei der Tram einstellen. Ab 7 Uhr sollen die Züge stillstehen, kündigt ein GDL-Sprecher an. Und wie schon bei den vorangegangenen Ausständen lässt die Arbeitnehmer-Seite das Ende offen. Davon betroffen ist der gesamte Abschnitt zwischen Lebach und Saargemünd. Nach Unternehmensangaben sind die Bahnen aber gar nicht erst zum Dienststart aus den Depots gerollt. Wie die GDL der SZ mitteilt, sei auch für Mittwoch bereits eine Streikankündigung an die Geschäftsführung gesandt worden.
Wie schon bei den vorangegangenen Arbeitsniederlegungen sollen Ersatzbusse einen Teil der ausfallenden Saarbahnen kompensieren. Auch ein Teil der bestreikten Züge sei unterwegs, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Montagabend. Demnach seien einzelne Züge zwischen Riegelsberg-Süd und Saargemünd unterwegs. Einen genauen Notfall-Fahrplan gibt es auf der Internetseite.
GDL-Vorwurf: Saarbahn ließ Lokführer nicht zurück an die Arbeit
Dabei setzen beide Parteien ihre gegenseitigen Vorwürfe in dem seit Wochen schwelenden Konflikt um einen neuen Tarifvertrag für die 80 Lokführer bei der Saarbahn fort. So berichtet GDL-Pressesprecher Ferdinand von Gehlen darüber, dass nach dem letzten Streik-Ende am Freitag, 7. August, fahrbereite Mitarbeiter seitens der Geschäftsführung nicht zurück an ihren Arbeitsplatz gelassen worden sein sollen. „Stattdessen verbrachten sie ihre Arbeitszeit an den Einsatzstellen, ohne dass ihre Arbeitsleistung abgerufen wurde“, beschuldigt er die Unternehmensspitze. Dieser Konflikt werde also seitens der Arbeitgeber auf dem Rücken der Steuerzahler ausgetragen.
Im Gegenzug beschuldigen der Kommunale Arbeitgeberverband Saar (KAV) und die Saarbahn-Geschäftsführung die GDL, einen „Versuch der Zermürbungstaktik“ durch Streikankündigungen und kurzfristigen Rücknahmen zu verfolgen. Dies sei nicht dazu bestimmt, neues Vertrauen aufzubauen. KAV-Geschäftsführer Stefan Spaniol und sein Saarbahn-Kollege Karsten Nagel blieben deshalb bei ihrer Haltung, dass die Lokführer-Gewerkschaft kein verlässlicher und konstruktiver Tarifpartner sei. Zumal habe die GDL die Tarifverhandlungen selbst für gescheitert erklärt.
Arbeitgeber lehnten eigenen Lokführer-Tarifvertrag ab und setzen auf Verdi
Nach wie vor will die Saarbahn den bereits mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) abgeschlossenen Vertrag für das Gesamtunternehmen gelten lassen und wehrt sich gegen eine separate Vereinbarung für die Lokführer. Auch aus wirtschaftlichen Erwägungen lehnen das Unternehmen und der KAV die Vorstellungen der Lokführer-Gewerkschaft ab. Die wiederum sieht durchaus Möglichkeiten, ihre Forderungen umzusetzen. Dabei verweist sie auf aus ihrer Sicht kommunale Verkehrsbetriebe in anderen deutschen Städten in vergleichbarer Situation, wo es Übereinkünfte gab. Gleichzeitig sollen Verdi-Mitglieder nur zu rund 45 Prozent dem Vertragswerk zugestimmt haben, das unter anderem für Busfahrer gilt.
Die Streikkassen müssen wohl bei der GDL gut gefüllt sein. Denn nach Angaben von Bezirksleiter Nico Rebenack könnte seine Gewerkschaft gut und gerne ihre Mitglieder bei der Saarbahn immer wieder zum Streik aufrufen. Das könne sich locker bis zu zwei Jahre hinziehen. Dabei sei es nicht das Anliegen der GDL und der Beschäftigten, aus purer Lust am Streik weitere Ausstände auszurufen. Sollte sich der Arbeitgeber bewegen, dann seien auch keine weiteren Proteste mehr nötig. Doch von solch einer Einigung sind beide Seiten offenbar noch weit entfernt.
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