Die Sanierung des Leinzeller Hochbehälters könnte teurer werden als gedacht. Nun rückt eine Alternative in den Fokus des Gemeinderats.
Stand: 17.07.2026, 11:00 Uhr
Von: Anke Schwörer-Haag

Die Sanierung des Leinzeller Hochbehälters könnte teurer werden als gedacht. Nun rückt eine Alternative in den Fokus des Gemeinderats.
Leinzell. Der Hochbehälter und das Eigenwasser sind seit jeher wichtiges Thema im Gemeinderat – nicht zuletzt, weil die öffentliche Wasserversorgung eine zentrale Aufgabe der Gemeinde darstelle, wie Bürgermeister Marc Schäffler auch in dieser Sitzung erinnert.
Wasser sei ein unverzichtbares und besonders schützenswertes Gut. Daher müsse die Infrastruktur der Wasserversorgung dauerhaft sicher, leistungsfähig und zukunftsfähig aufgestellt werden.
Sanierung wird teurer als erwartetFakt war bislang, dass der in die Jahre gekommene Hochbehälter saniert werden soll. Was, wie eine grobe Untersuchung des Bauwerks jetzt ergeben hat: richtig teuer wird und noch teurer werden könnte. 500.000 Euro werde Leinzell in die Hand nehmen müssen, schätzt das Ingenieurbüro Strobel.
Was angesichts der Risiken, die mit einer Sanierung im Bestand fast immer verbunden seien, die Verwaltung über einen Neubau nachdenken lasse, gesteht der Bürgermeister. Inzwischen gebe es andernorts Neubau-Lösungen, die keine aufwendige Platzierung der Becken im Boden benötigten.
Neubau könnte langfristig günstiger seinDie Gefahr einer Verkeimung, nach der sich Johannes Binder erkundigt, sei schon wegen des hohen Durchflusses nicht gegeben. Innerhalb eines Tages werde der komplette Hochbehälterinhalt ausgetauscht, was selbst im Sommer für Temperaturen wie im Kühlschrank im Gebäudeinnern führe.
„Wir müssen eine effiziente und langfristige Lösung finden“, befürwortet Oliver Barth den Vorschlag, wonach jetzt ein Strukturgutachten die Argumente und Fakten für das weitere Vorgehen liefern soll. Womöglich werde das Gremium dann in einer Klausur darüber beraten, was die beste Lösung sei. Denn auf den ersten Blick sehe ein Neubau zwar teurer aus, die Abschreibung über den längstmöglichen Zeitpunkt könnte aber dazu führen, dass die aktuellen Wassergebühren trotzdem nicht angehoben werden müssen.
Gemeinderat beschließt weitere PrüfungFinanziert werden muss die Investition nämlich über die Wassergebühren. Langfristig könnte der Neubau für den Gebührenzahler sogar die bessere Lösung sein, er keine unvorhersehbaren Risiken berge.
Außerdem sei man nicht verpflichtet, das alte Gebäude abzubrechen, erinnert Bürgermeister Marc Schäffler. Und informiert auch, dass das bestehende Leitungssystem mit einem Neubau kombinierbar sei. Einstimmig ist das Gremium für eine erweiterte Prüfung inklusive der möglichen Kosten für den Neubau eines Hochbehälters.
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