Paukenschlag im Norden: Einer der größten Provider im Norden Deutschlands wechselt mit seinen Mobilfunkverträgen vom Vodafone- ins Telefónica-Netz, also zu O2. Wer es ist und was dahintersteckt, verrät der Artikel.
O2 Tower in München: Große Kooperation mit EWE
Foto: Telefonica / Fernanda Vilela
Paukenschlag im Norden: Einer der größten Provider im Norden Deutschlands wechselt mit seinen Mobilfunkverträgen vom Vodafone- ins Telefónica-Netz, also zu O2. Wer es ist und was dahintersteckt, verrät der Artikel.
Spätestens seitdem der Provider 1&1 seinen kompletten Bestand an 12 Millionen Mobilfunkkunden fürs nationale Roaming (
abseits vom eigenen Netz) vom O2-Netz aufs Vodafone-Netz umgehoben hat, liefern sich Telefónica und Vodafone einen enormen Wettstreit um neue Kunden. Jetzt hat Telefónica einen der größten regionalen Provider an Land gezogen: Wie das Münchner Mobilfunkunternehmen mitteilt, nutzen Mobilfunkkundinnen und -kunden von EWE künftig das Netz von Telefónica Deutschland – also O2.
Für EWE-Bestandskunden ändert sich vermutlich zunächst nichts. Zunächst dürften nur neue Mobilfunkverträge für EWE-Kunden im O2-Netz geschaltet werden. In Zukunft könnten theoretisch aber auch Bestandskunden umgestellt werden, Infos dazu liegen aber bislang nicht vor.
EWE erhofft sich von Telefónica "neue Spielräume bei der Gestaltung von Mobilfunkangeboten". Was das heißt? Unklar. Denkbar wären günstigere Preise, Spezialtarife oder kreative Rabatte für Paketangebote mit anderen EWE-Verträgen etwa bei Festnetz (
Glasfaser, Strom). Zudem ergänzt die neue Mobilfunkpartnerschaft die erst Anfang Juni 2026 verkündete Infrastruktur-Partnerschaft beim Ausbau von 5G‑Mobilfunkstandorten in Nordwestdeutschland. Dazu gehört die engere Verzahnung von Mobilfunk- und Glasfaserinfrastruktur. Genutzt werden hier etwa rund 100 alte Funkmasten, die ursprünglich zum Ausbau des 450-MHz-Netzes errichtet wurden. Diese werden nun für den 5G-Ausbau mit verwendet. Außerdem hat EWE ein teils eigenes und teils gemeinsam mit der Telekom in der Tochterfirma Glasfaser Nordwest ausgebautes Glasfasernetz, das auch für die Anbindung der 5G-Antennenstandorte hilfreich sein kann.
Ob der Netzwechsel für Kunden ein Vorteil oder Nachteil ist, hängt vor allem vom Empfang im jeweiligen Ort ab. Im letztjährigen
Netztestkonnte O2 die 5G-Abdeckung in der Fläche immerhin deutlich verbessern. Wer unsicher ist, kann das O2-Netz mit Hilfe der kostenlosen
Testkarte von O2ausprobieren und seine Netzverbindung über die
COMPUTER BILD-Speedtest-Appdirekt auf dem Handy selbst testen.
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