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+++ Ukraine-Krieg +++: Größere Teile der Krim sind nach ukrainischen Angriffen ohne Strom

Дата публикации: 03-07-2026 17:39:00

Ukraine soll auf dem Nato-Gipfel Milliardenversprechen erhalten +++ Merz reagiert gelassen auf Trump-Kritik an Verteidigungsausgaben +++ Der Newsblog.

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Ukraine: Größere Teile der Krim sind ohne Strom

Live-Blog Ukraine soll auf dem Nato-Gipfel Milliardenversprechen erhalten +++ Merz reagiert gelassen auf Trump-Kritik an Verteidigungsausgaben +++ Der Newsblog. 04.07.2026 - 03:18 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Passanten im Schwarzmeerhafen der Krim: Wasser und Strom werden knapp. Foto: REUTERS

Ukraine: Mindestens zehn Tote bei russischen Angriffen auf Sumy und den Süden

Bei einem russischen Angriff mit einer Gleitbombe auf das Zentrum der nordukrainischen Stadt Sumy sind am Freitagabend nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien ein fünfjähriges Kind und dessen Mutter, teilte der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem seien 27 Menschen verletzt worden. Die Bombe sei in einem belebten Viertel mit einem Hochhaus und Geschäften eingeschlagen. Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte Bilder der Zerstörung und forderte die Verbündeten der Ukraine auf, den Druck auf Russland zu erhöhen.

Im Südosten der Ukraine starben bei mehr als 50 Angriffen mit Drohnen, Artillerie und Bomben drei Menschen in der Region Dnipropetrowsk, darunter zwei in der Nähe von Nikopol. Die Stadt liegt am Fluss Dnipro, gegenüber dem von Russland besetzten Atomkraftwerk Saporischschja. In der Stadt Saporischschja selbst kamen nach Angaben des dortigen Gouverneurs Iwan Fedorow bei weiteren Angriffen zwei Menschen ums Leben, 21 wurden verletzt.


Putin feiert Eroberung von Kostjantyniwka

Kremlchef Wladimir Putin hat nach offizieller Darstellung die Eroberung der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka im Gebiet Donezk durch seine Truppen gefeiert. Die Industriestadt sei unter hohen Verlusten für die ukrainischen Verteidiger erobert worden, wurde Putin von seinem Sprecher Dmitri Peskow zitiert. Putin habe noch am Abend die sofortige Evakuierung aller in Kostjantyniwka verbliebenen Zivilisten angeordnet.

Von ukrainischer Seite gab es zu den Siegesmeldungen aus Moskau keinen Kommentar. Zuletzt hatten ukrainische Militärs eine schwierige Lage in der bereits schwer zerstörten Stadt eingeräumt. Der ukrainische Generalstab in Kiew sprach am Abend in seinem Lagebericht lediglich von schweren Kämpfen rund um Kostjantyniwka.

Putin käme nun seinem Ziel näher, den Donbass komplett unter russische Verwaltung zu bringen. Von den größeren Städten im Gebiet Donezk blieben dann nur noch Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka unter ukrainischer Kontrolle.

Ukrainische Rüstungsindustrie erhält Vorgaben von Selenskyj

Bei einer Sitzung mit Vertretern von Militär, Regierung und Rüstungsindustrie hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Marschrichtung für die nächsten Kriegsmonate festgelegt. Dabei ging es vor allem um Vorgaben für die Rüstungsindustrie. „Die Ukraine ist nun in der Lage, solche Mengen an hochtechnologischen Waffen zu produzieren, die die russischen Kapazitäten langfristig übertreffen können“, kommentierte Selenskyj anschließend auf Telegram. 

Bei der Sitzung sei vor allem über Wege zur Steigerung der Produktionskapazitäten des ukrainischen Drohnen- und Raketenprogramms gesprochen worden. Kiew hat zuletzt mit neuen Waffen vor allem die Erdölindustrie und Rüstungsunternehmen in Russland empfindlich getroffen. 

Größere Teile der Krim ohne Strom

Wiederholte ukrainische Drohnenangriffe haben auf der von Russland besetzten ukrainischen Halbinsel Krim in größeren Gebieten für Stromausfälle gesorgt. „Derzeit sind mehr als zehn Bezirke ganz oder teilweise ohne Strom“, wurde der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow von der Agentur Tass zitiert. „Der Feind greift das Stromnetz der Halbinsel täglich mit Drohnen an.“ Die Lage sei schwierig. Er machte keine Angaben darüber, wie viele Menschen von den Stromabschaltungen betroffen seien.

Bisher haben die russischen Streitkräfte mit Attacken immer wieder für massive Stromausfälle in der Ukraine gesorgt. Vor allem im Winter wurde die Zivilbevölkerung damit schwer unter Druck gesetzt.

Selenskyj nach russischem Großangriff: Ukraine braucht Abfangraketen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach einem russischen Großangriff auf Kiew mit mindestens 30 Todesopfern Verbündete des Landes um zusätzliche Abfangraketen gebeten. „Tag und Nacht“ greife Russland in der Ukraine zivile Infrastruktur an. „Terror ist das einzige Argument, das sie für die Fortsetzung des Krieges noch haben“, erklärte er am Freitag.

Russland hatte bei dem elfstündigen Angriff, der bis Donnerstagmorgen andauerte, ein weiteres mal Wohngebiete attackiert und anschließend behauptet, es seien militärische Ziele angegriffen worden. Die Mehrheit der ukrainischen Angriffe in Russland gilt Ölanlagen, Rüstungsfabriken und anderen Zielen mit militärischer Bedeutung.

Kiew meldet Zerstörung von Brücke auf der Krim

Die ukrainischen Streitkräfte haben auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim eine Reihe von Zielen angegriffen und nach eigenen Angaben schwer getroffen. Wichtigstes Ziel sei eine Brücke im Gebiet Krasnogwardejsk im Zentrum der Krim gewesen, die nach Angaben des Generalstabs in Kiew vollständig zerstört worden ist. Damit sei die Versorgung der Fronten im Osten der Ukraine mit Nachschub deutlich erschwert worden.

Daneben seien Radaranlagen sowie eine Anlage zur elektronischen Aufklärung bei Sewastopol von Drohnen angegriffen worden. Eine Bestätigung von unabhängiger Seite war nicht möglich.

Insider: Drohnenangriff legt große russische Ölraffinerie lahm

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff stoppt die viertgrößte russische Ölraffinerie Norsi Insidern zufolge die Rohölverarbeitung. Bei der Attacke in der Region Nischni Nowgorod wird nach Angaben des örtlichen Gouverneurs Gleb Nikitin ein Mensch getötet und eine Industrieanlage beschädigt. Wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen sagen, trifft die Drohne die Hauptraffinerieanlage, die 53 Prozent der Gesamtkapazität von Norsi ausmacht. Der Eigentümer Lukoil nimmt zunächst nicht Stellung. Norsi ist der zweitgrößte Benzinproduzent Russlands.

Russische Gleitbombe fällt auf Saporischschja – ein Toter

Bei einem russischen Gleitbombenangriff ist in der frontnahen südostukrainischen Großstadt Saporischschja mindestens ein Zivilist getötet worden. Weitere fünf seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des gleichnamigen Gebiets, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Durch die Bombe sei das Gebäude eines Industrieunternehmens beschädigt worden. Die Frontlinie zwischen russischen und ukrainischen Truppen verläuft etwa 20 Kilometer südlich der Industriestadt.

Tusk: Polen vorsichtig mit Finanzhilfen für Ukraine

Polen wird sich beim kommenden Nato-Gipfel bei den geplanten Milliardenzusagen für die von Russland angegriffene Ukraine zurückhalten. Diese Linie kündigte Ministerpräsident Donald Tusk in Warschau an. Er gab sie auch Präsident Karol Nawrocki mit auf den Weg, der Polen bei dem Treffen am 7./8. Juli in der türkischen Hauptstadt Ankara vertreten wird. 

Grundsätzlich befürwortete Tusk Hilfen für Kiew. „Die Ukraine braucht finanzielle Unterstützung“, sagte er. „Aber Polen muss die Ostgrenze der EU schützen.“ Wegen der besonderen Belastungen für Polen beim Schutz der Außengrenzen von EU und Nato gegen Belarus und Russland hat sich Warschau auch Ausnahmen vom EU-Asylpakt ausbedungen. 

EU verhängt wegen Nawalny-Tod Sanktionen gegen Forscher

Die EU-Staaten haben Sanktionen gegen sechs Russen beschlossen, die mit dem Tod des Kremlgegners Alexej Nawalny 2024 in einem russischen Straflager in Verbindung gebracht werden. Es handle sich um Wissenschaftler und Forscher im militärischen Bereich, die an der Entwicklung chemischer Waffen, insbesondere von Epibatidin, beteiligt gewesen seien, teilte der Rat der Europäischen Union mit. Ihre Vermögenswerte werden eingefroren und sie dürfen weder direkt noch indirekt Gelder bereitgestellt bekommen.

Merz: Nehme Litauens Aufhebung des Atomwaffenverbots „mit Respekt“ zur Kenntnis

Der litauische Plan, den Weg für die Stationierung von Nato-Atomwaffen im eigenen Land frei zu machen, stößt bei Bundeskanzler Friedrich Merz nicht auf Kritik. Der litauische Präsident Gitanas Nauseda habe über die Pläne informiert, sagte Merz am Freitag nach einem Treffen mit den drei baltischen Staats- und Regierungschefs in Berlin. Dies sei zunächst eine innenpolitische Entscheidung in Litauen, fügte Merz hinzu.

„Es zeigt aber auch zugleich, wie in diesem Land die Bedrohung aus Russland ernst genommen wird und wie das Land bereit ist, sich auch in dieser Hinsicht zu verteidigen. Und insofern habe ich das hier nicht nur nicht zu kritisieren, sondern mit Respekt zur Kenntnis zu nehmen, dass Litauen auch in dieser Hinsicht bereit ist, das Land und damit das Nato-Territorium zu verteidigen.“

Ukraine soll bei Nato-Gipfel Milliardenversprechen erhalten

Die von Russland angegriffene Ukraine soll beim Nato-Gipfel in Ankara ein neues Versprechen für milliardenschwere Militärhilfen bekommen. Darauf verständigten sich die 32 Bündnisstaaten wenige Tage vor dem Spitzentreffen in Brüssel in den abschließenden Beratungen über die geplante Gipfelerklärung, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

Insider: Russland will wegen Engpass Kerosin aus Japan importieren

Die ukrainischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur machen Russland immer mehr zu schaffen. Wegen Knappheiten soll Kerosin aus Japan importiert werden, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach sollen mindestens 200.000 Barrel (je 159 Liter) Kerosin in der ersten Julihälfte im japanischen Chiba verladen und zunächst nach Südkorea verschifft werden.

An dem komplexen Geschäft seien mehrere Händler beteiligt, sagten die Insider. Damit reagiert Russland offenbar auf eine schwere Treibstoffkrise als Folge von ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Ölraffinerien und Depots. Die Regierung in Moskau hat bereits Beschränkungen für den Kauf von Treibstoff verhängt, während Landwirte warnten, die Ernte sei gefährdet.

Merz reagiert gelassen auf Trump-Kritik an Verteidigungsausgaben

Bundeskanzler Friedrich Merz hat gelassen auf die Kritik von US-Präsident Donald Trump reagiert, dass der Nato-Beitrag Deutschlands nach dessen Darstellung „lächerlich“ sei. „Deutschland verdoppelt seinen Verteidigungsetat innerhalb von vier Jahren. Das ist die größte Kraftanstrengung, die wir jemals gemacht haben, um unsere Verteidigungsfähigkeit zu stärken“, sagt Merz und verweist auf das Ziel, fünf Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung auszugeben.

„Insofern brauchen wir uns hier vor niemandem zu verstecken.“ Das sollte jeder anerkennen, der sich mit diesen Zahlen auch beschäftigt. „Ich werde diese Zahlen auch nennen, wenn wir in der nächsten Woche in Ankara zusammentreten.“

Merz: Stehe mit Trump und Erdogan zu Nato-Gipfel in engem Austausch

Bundeskanzler Friedrich Merz steht nach eigenen Angaben vor dem Nato-Gipfel in Ankara kommende Woche in Kontakt mit den Staatsoberhäuptern der USA und der Türkei. Er stehe in engem Austausch mit US-Präsident Donald Trump und dem türkischen Präsidenten und Gastgeber Recep Tayyip Erdogan, sagt Merz bei einem Treffen mit baltischen Staats- und Regierungschefs.

Ukraine attackiert zwei russische Luftwaffenstützpunkte auf der Krim

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben zwei russische Luftwaffenstützpunkte auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Ziel seien mindestens sieben Kampfflugzeuge sowie Drohnendepots gewesen, teilt der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU auf der Online-Plattform Telegram mit.

Betroffen waren demnach die Stützpunkte Hwardijske und Saki. Letzterer sei in dieser Woche bereits zum zweiten Mal attackiert worden. Die dort stationierten Flugzeuge seien beschädigt oder zerstört worden, hieß es beim SBU weiter. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.

Zahl der Todesopfer nach Großangriff auf Kiew auf 30 gestiegen

Nach dem schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Donnerstag ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 30 gestiegen. Drei weitere Leichen seien aus den Trümmern geborgen worden, teilt der ukrainische Katastrophenschutz mit. Zudem wurden den Behörden zufolge mehr als 90 Menschen verletzt. 

Laut dem Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, suchen Rettungskräfte in den Trümmern weiter nach Vermissten, weshalb die Opferzahl noch steigen könnte. Russland hatte in den frühen Morgenstunden am Donnerstag Hunderte Drohnen und Dutzende Raketen auf Kiew abgefeuert. Dabei wurden rund 130 Gebäude beschädigt. Es war der folgenschwerste Angriff auf die ukrainische Hauptstadt in diesem Jahr.

Ukraine: Vier Tote bei neuen russischen Luftangriffen

Bei neuen russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind Behördenangaben zufolge vier Menschen getötet worden. In der nordöstlichen Grenzregion Sumy seien beim Einschlag einer russischen Drohne in ein Wohnhaus in der Nacht zwei Frauen, ein älterer Mann und ein Kleinkind im Alter von unter zwei Jahren ums Leben gekommen, teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram am Freitag mit. 

Drei weitere Menschen seien verletzt worden. Zudem wurden in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih laut den Behörden sieben Menschen verletzt. Dort schlug eine russische Rakete in ein dicht besiedeltes Wohngebiet ein, wie der Chef des örtlichen Verteidigungsrates, Olexander Wilkul, erklärte.

Tote und Verletzte im Südosten der Ukraine

In der Ukraine sind bei verschiedenen russischen Angriffen im Gebiet Dnipropetrowsk im Verlauf des Tages nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Insgesamt seien neun weitere verletzt worden, schrieb der Militärgouverneur der Region, Olexander Hanscha, bei Telegram. Russland attackierte demnach die Kreise Dnipro, Nikopol und Synelnykowe und setzte dabei Drohnen, Artillerie Gleitbomben und eine Rakete ein.   

In Saporischschja ebenfalls im Südosten der Ukraine wurden Militärgouverneur Iwan Fedorow zufolge sieben Menschen bei einem russischen Drohnenangriff in der zweiten Tageshälfte verletzt. Bei vier davon handele es sich um Minderjährige im Alter von 6 bis 16 Jahren.

Selenskyj drängt auf eigene Produktion für Patriot-Raketen

Nach dem massiven russischen Angriff mit mehr als 20 Toten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew drängt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf eine eigene Produktionsstätte für Patriot-Raketen. Um wirklich Leben schützen zu können, brauche die Ukraine eine eigene Produktion, sagte Selenskyj in einer abendlichen Videobotschaft. Er sprach von einer europäischen Produktion in der Ukraine oder mit Partnern gemeinsam und stellte den USA in diesem Fall auch Unterstützung bei Einsätzen in Aussicht.  

Der Westen hatte der Ukraine für die Flugabwehr Waffen wie US-amerikanische Patriot-Systeme oder die deutschen Iris-T-Komplexe geliefert. Doch die Raketen für solche Flugabwehrsysteme sind teuer und rar. Durch den von US-Präsident Donald Trump begonnenen Iran-Krieg ist das Defizit an solchen Raketen noch größer geworden. Selenskyj hofft darauf, dass die USA der Ukraine den Bau von Patriot-Raketen in Lizenz erlauben.

EU geht gegen russische Schattenflotte vor - Kamerun reagiert

Wegen eines härteren Vorgehens der EU gegen die russische Schattenflotte streicht Kamerun 39 Tanker aus seinem Schiffsregister. Die Regierung des Landes teilte mit, ihre Flagge werde missbräuchlich verwendet. Moskau verurteilt das Vorgehen der EU. Brüssel bereitet für Mitte Juli weitere Sanktionen vor, die sich gegen die Schattenflotte richten. Die EU-Marinemission IRINI kann seit Anfang Juni Schiffe im Mittelmeer anhalten und durchsuchen, die im Verdacht stehen, unter Umgehung von Sanktionen russisches Öl zu transportieren. Russland nutzt für die Transporte eine sogenannte „Schattenflotte“ aus älteren Schiffen, die oft unter der Flagge anderer Staaten wie Kamerun fahren, um ihre Herkunft zu verschleiern.  

Untersuchungsausschuss zu Nord Stream 2 beendet

Rund vier Jahre lang wurde darüber gestritten, welche Rolle die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns beim Bau der Pipeline Nord Stream 2 und bei der Gründung der Klimaschutzstiftung MV hatte. Am Donnerstag wurde der über 900-seitige Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses im Schweriner Landtag angenommen; mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von SPD und Linke sowie allen übrigen Fraktionen. Die FDP-Gruppe enthielt sich.  „Die Arbeit in diesem Ausschuss war intensiv und kontrovers“, sagte der Ausschussvorsitzende Sebastian Ehlers (CDU). 

Rund 90 Zeuginnen und Zeugen sowie fünf Sachverständige seien vernommen worden.  Der Untersuchungsausschuss ward im Mai 2022 eingesetzt worden – rund drei Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Er sollte herausfinden, wer die Idee zur Stiftungsgründung hatte und ob die Landesregierung möglicherweise russischer Einflussnahme unterlag.

Trump bezeichnet Deutschlands Nato-Ausgaben als „lächerlich“

Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara teilt US-Präsident Donald Trump erneut gegen Deutschland und andere Verbündete aus. Er bezeichnete deren Beiträge für das Verteidigungsbündnis in einem Post auf der Plattform Truth Social als „lächerlich“. Damit baut Trump Druck auf die Nato-Alliierten vor dem Gipfel auf, der am 7. und 8. Juli in der Türkei abgehalten wird.  Trump listete in seinem Post mehrere Länder, darunter Großbritannien und Italien, sowie Finanzzahlen auf. Diese ähneln einem Nato-Bericht für das Jahr 2025 zu Verteidigungsausgaben, Trump nannte aber keine genaue Quelle.  

Zu Deutschland machte er keine konkreten Angaben, schrieb aber, dass dessen Beiträge angeblich deutlich niedriger seien. Wie Trump zu dieser Annahme kommt, blieb unklar. Denn wie aus dem Nato-Jahresbericht hervorgeht, lag Deutschland 2025 bei den Verteidigungsausgaben an Position zwei. Deutschland steigerte seine Ausgaben nach den inflationsbereinigten Vergleichszahlen gegenüber 2024 um mehr als 20 Prozent auf 88,8 Milliarden Euro.

Journalist in Belarus zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt

Ein Gericht in Belarus hat den Journalisten Kiryl Pasniak zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Wie der belarussische Journalistenverband am Donnerstag mitteilte, wurde der 49-Jährige für schuldig befunden, sein Land diskreditiert und eine extremistische Organisation gegründet zu haben. Dabei handelt es sich um Vorwürfe, die die Behörden in Belarus immer wieder in Stellung bringen, um gegen kritische Stimmen vorzugehen. Pasniak wurde zudem zu einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet rund 7.500 Euro verurteilt.  Pasniak betreibt ein beliebtes Polit-Format, dessen Folgen er auf der Plattform YouTube veröffentlicht. Festgenommen wurde er im September 2025. 

Nach Angaben seiner Ex-Frau Elena ist er hinter Gittern schwer erkrankt, litt unter anderem an einer Lungenentzündung und Covid-19. Er sei in kritischem Zustand in ein Gefängniskrankenhaus verlegt worden, sagte sie.  Menschenrechtsaktivisten betrachten Pasniak als politischen Gefangenen.

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