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+++ Ukraine-Krieg +++: Russland meldet Einnahme von Kostjantyniwka – Selenskyj widerspricht

Дата публикации: 04-07-2026 12:10:00

Ukraine attackiert russische Ölanlagen bei St. Petersburg +++ Größere Teile der Krim sind ohne Strom +++ Ukraine soll auf dem Nato-Gipfel Milliardenversprechen erhalten +++ Der Newsblog.

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Ukraine: Selenskyj widerspricht Behauptung über Einnahme Kostjantyniwkas

Live-Blog Ukraine attackiert russische Ölanlagen bei St. Petersburg +++ Merz und Selenskyj telefonieren nach russischen Angriffen auf Kiew +++ Gasförderanlage nach russischem Angriff gestoppt +++ Der Newsblog. 04.07.2026 - 15:56 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj: „Das ist natürlich nicht wahr. Es ist nur eine weitere russische Lüge“ Foto: Mindaugas Kulbis/AP/dpa

Putin unterzeichnet Gesetz zur Stützung des Kraftstoffmarkts

Der russische Präsident Wladimir Putin unterzeichnet nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass ein Steuergesetz, das für ein größeres Kraftstoffangebot auf dem heimischen Markt sorgen soll. Damit reagiert die Führung in Moskau auf akute Engpässe infolge ukrainischer Drohnenangriffe auf Anlagen der Mineralölindustrie. Tass zufolge handelt es sich um Steueranreize für die Produktion von hochoktanigem Benzin durch Mischverfahren.

Auch Selenskyj widerspricht Behauptung über russische Einnahme von strategisch wichtiger Stadt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Angaben aus Moskau zurückgewiesen, wonach russische Einheiten die strategisch wichtige Stadt Kostjantyniwka eingenommen haben. Selenskyj erklärte am Samstag, die Stadt im Osten des Landes sei weiter unter ukrainischer Kontrolle. Das russische Militär hatte Präsident Wladimir Putin am Freitag die Einnahme der Stadt in der Industrieregion Donezk gemeldet – ein seit langem verfolgtes Ziel der russischen Führung. „Das ist natürlich nicht wahr. Es ist nur eine weitere russische Lüge“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X.

Kostjantyniwka ist die südlichste von vier wichtigen Ortschaften, die eine Verteidigungslinie bilden. Diese Linie ist für die Ukraine für die Abwehr russischer Vorstöße in die Region Donezk wichtig.

Merz und Selenskyj telefonieren nach russischen Angriffen auf Kiew

Kanzler Friedrich Merz telefoniert nach Angaben der Bundesregierung mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser habe Merz über die Folgen der jüngsten russischen Luftangriffe auf Kiew und andere Teile der Ukraine informiert, teilt ein Regierungssprecher mit. „Der Präsident dankte dem Bundeskanzler für die deutsche Unterstützung, insbesondere bei der Luftverteidigung.“ Merz habe bekräftigt, dass sich die Ukraine auf die Unterstützung Deutschlands verlassen könne.

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Kanzler Merz (l) empfängt und ukrainischer Präsident Selenskyj (r) vor dem Bundeskanzleramt. (Archivbild) dpa

Gasförderanlage nach russischem Angriff gestoppt

Ein russischer Drohnenangriff auf eine Gasförderanlage hat nach ukrainischen Angaben ein Feuer ausgelöst. Der Betrieb der Anlage in der zentralukrainischen Region Poltawa sei eingestellt worden, teilt der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. „Der Feind nimmt systematisch Gasförderanlagen ins Visier, um die heimische Produktion der Ukraine zu drosseln und die Vorbereitungen auf die Heizperiode zu erschweren“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Ukraine bestätigt Verlust von Kostjantyniwka nicht

Das ukrainische Militär bestätigt die von Moskau behauptete Eroberung der Stadt Kostjantyniwka im Industriegebiet Donbass nicht. Im Morgenbericht des Generalstabs war die Rede davon, dass es in der Kleinstadt mit früher 67.000 Einwohnern weiterhin Gefechte gebe. Auch in Dörfern noch dichter an russischen Positionen wie Iwanopyllja werde noch gekämpft. Gegenüber der Nachrichtenagentur „RBC-Ukraine“ äußerte ein Sprecher des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte, die Behauptung Putins, Kostjantyniwka sei besetzt, entspreche nicht der Wahrheit.

Ukraine attackiert russische Ölanlagen bei St. Petersburg

Die Ukraine hat erneut russische Ölanlagen an der Ostsee bei St. Petersburg mit Drohnen angegriffen. Der Gouverneur des Umlands der Metropole, Alexander Drosdenko, berichtete, dass 67 feindliche Drohnen abgeschossen worden seien. Dafür gab es keine unabhängige Bestätigung, es deutet aber auf einen größeren Angriff hin. 

Im Hafen von Wyssozk am Finnischen Meerbusen seien Teile von Drohnen abgestützt, sagte Drosdenko der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. In Wyssozk gibt es ein großes Terminal zur Ölverladung.

Zudem scheint auch der Ölhafen von St. Petersburg selbst getroffen worden zu sein, wie Videos in russischen wie ukrainischen Telegramkanälen nahelegen. Von der Führung der Millionenstadt gab es dazu keine Angaben. 

Das russische Verteidigungsministerium bestätigte nur Angriffe auf das Umland von St. Petersburg, aber nicht auf das Stadtgebiet. Landesweit seien über Nacht 389 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden, hieß es.

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Rauch steigt auf im Hafen von St. Petersburg, Russland (Archivbild) dpa

Ukraine: Mindestens zehn Tote bei russischen Angriffen auf Sumy und den Süden

Bei einem russischen Angriff mit einer Gleitbombe auf das Zentrum der nordukrainischen Stadt Sumy sind am Freitagabend nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien ein fünfjähriges Kind und dessen Mutter, teilte der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem seien 27 Menschen verletzt worden. Die Bombe sei in einem belebten Viertel mit einem Hochhaus und Geschäften eingeschlagen. Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte Bilder der Zerstörung und forderte die Verbündeten der Ukraine auf, den Druck auf Russland zu erhöhen.

Im Südosten der Ukraine starben bei mehr als 50 Angriffen mit Drohnen, Artillerie und Bomben drei Menschen in der Region Dnipropetrowsk, darunter zwei in der Nähe von Nikopol. Die Stadt liegt am Fluss Dnipro, gegenüber dem von Russland besetzten Atomkraftwerk Saporischschja. In der Stadt Saporischschja selbst kamen nach Angaben des dortigen Gouverneurs Iwan Fedorow bei weiteren Angriffen zwei Menschen ums Leben, 21 wurden verletzt.


Putin feiert Eroberung von Kostjantyniwka

Kremlchef Wladimir Putin hat nach offizieller Darstellung die Eroberung der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka im Gebiet Donezk durch seine Truppen gefeiert. Die Industriestadt sei unter hohen Verlusten für die ukrainischen Verteidiger erobert worden, wurde Putin von seinem Sprecher Dmitri Peskow zitiert. Putin habe noch am Abend die sofortige Evakuierung aller in Kostjantyniwka verbliebenen Zivilisten angeordnet.

Von ukrainischer Seite gab es zu den Siegesmeldungen aus Moskau keinen Kommentar. Zuletzt hatten ukrainische Militärs eine schwierige Lage in der bereits schwer zerstörten Stadt eingeräumt. Der ukrainische Generalstab in Kiew sprach am Abend in seinem Lagebericht lediglich von schweren Kämpfen rund um Kostjantyniwka.

Putin käme nun seinem Ziel näher, den Donbass komplett unter russische Verwaltung zu bringen. Von den größeren Städten im Gebiet Donezk blieben dann nur noch Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka unter ukrainischer Kontrolle.

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Ein ukrainischer Soldat geht eine Straße in der Frontstadt Kostjantyniwka entlang. (Archivbild) dpa

Ukrainische Rüstungsindustrie erhält Vorgaben von Selenskyj

Bei einer Sitzung mit Vertretern von Militär, Regierung und Rüstungsindustrie hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Marschrichtung für die nächsten Kriegsmonate festgelegt. Dabei ging es vor allem um Vorgaben für die Rüstungsindustrie. „Die Ukraine ist nun in der Lage, solche Mengen an hochtechnologischen Waffen zu produzieren, die die russischen Kapazitäten langfristig übertreffen können“, kommentierte Selenskyj anschließend auf Telegram. 

Bei der Sitzung sei vor allem über Wege zur Steigerung der Produktionskapazitäten des ukrainischen Drohnen- und Raketenprogramms gesprochen worden. Kiew hat zuletzt mit neuen Waffen vor allem die Erdölindustrie und Rüstungsunternehmen in Russland empfindlich getroffen. 

Größere Teile der Krim ohne Strom

Wiederholte ukrainische Drohnenangriffe haben auf der von Russland besetzten ukrainischen Halbinsel Krim in größeren Gebieten für Stromausfälle gesorgt. „Derzeit sind mehr als zehn Bezirke ganz oder teilweise ohne Strom“, wurde der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow von der Agentur Tass zitiert. „Der Feind greift das Stromnetz der Halbinsel täglich mit Drohnen an.“ Die Lage sei schwierig. Er machte keine Angaben darüber, wie viele Menschen von den Stromabschaltungen betroffen seien.

Bisher haben die russischen Streitkräfte mit Attacken immer wieder für massive Stromausfälle in der Ukraine gesorgt. Vor allem im Winter wurde die Zivilbevölkerung damit schwer unter Druck gesetzt.

Selenskyj nach russischem Großangriff: Ukraine braucht Abfangraketen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach einem russischen Großangriff auf Kiew mit mindestens 30 Todesopfern Verbündete des Landes um zusätzliche Abfangraketen gebeten. „Tag und Nacht“ greife Russland in der Ukraine zivile Infrastruktur an. „Terror ist das einzige Argument, das sie für die Fortsetzung des Krieges noch haben“, erklärte er am Freitag.

Russland hatte bei dem elfstündigen Angriff, der bis Donnerstagmorgen andauerte, ein weiteres mal Wohngebiete attackiert und anschließend behauptet, es seien militärische Ziele angegriffen worden. Die Mehrheit der ukrainischen Angriffe in Russland gilt Ölanlagen, Rüstungsfabriken und anderen Zielen mit militärischer Bedeutung.

Kiew meldet Zerstörung von Brücke auf der Krim

Die ukrainischen Streitkräfte haben auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim eine Reihe von Zielen angegriffen und nach eigenen Angaben schwer getroffen. Wichtigstes Ziel sei eine Brücke im Gebiet Krasnogwardejsk im Zentrum der Krim gewesen, die nach Angaben des Generalstabs in Kiew vollständig zerstört worden ist. Damit sei die Versorgung der Fronten im Osten der Ukraine mit Nachschub deutlich erschwert worden.

Daneben seien Radaranlagen sowie eine Anlage zur elektronischen Aufklärung bei Sewastopol von Drohnen angegriffen worden. Eine Bestätigung von unabhängiger Seite war nicht möglich.

Insider: Drohnenangriff legt große russische Ölraffinerie lahm

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff stoppt die viertgrößte russische Ölraffinerie Norsi Insidern zufolge die Rohölverarbeitung. Bei der Attacke in der Region Nischni Nowgorod wird nach Angaben des örtlichen Gouverneurs Gleb Nikitin ein Mensch getötet und eine Industrieanlage beschädigt. Wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen sagen, trifft die Drohne die Hauptraffinerieanlage, die 53 Prozent der Gesamtkapazität von Norsi ausmacht. Der Eigentümer Lukoil nimmt zunächst nicht Stellung. Norsi ist der zweitgrößte Benzinproduzent Russlands.

Russische Gleitbombe fällt auf Saporischschja – ein Toter

Bei einem russischen Gleitbombenangriff ist in der frontnahen südostukrainischen Großstadt Saporischschja mindestens ein Zivilist getötet worden. Weitere fünf seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des gleichnamigen Gebiets, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Durch die Bombe sei das Gebäude eines Industrieunternehmens beschädigt worden. Die Frontlinie zwischen russischen und ukrainischen Truppen verläuft etwa 20 Kilometer südlich der Industriestadt.

Tusk: Polen vorsichtig mit Finanzhilfen für Ukraine

Polen wird sich beim kommenden Nato-Gipfel bei den geplanten Milliardenzusagen für die von Russland angegriffene Ukraine zurückhalten. Diese Linie kündigte Ministerpräsident Donald Tusk in Warschau an. Er gab sie auch Präsident Karol Nawrocki mit auf den Weg, der Polen bei dem Treffen am 7./8. Juli in der türkischen Hauptstadt Ankara vertreten wird. 

Grundsätzlich befürwortete Tusk Hilfen für Kiew. „Die Ukraine braucht finanzielle Unterstützung“, sagte er. „Aber Polen muss die Ostgrenze der EU schützen.“ Wegen der besonderen Belastungen für Polen beim Schutz der Außengrenzen von EU und Nato gegen Belarus und Russland hat sich Warschau auch Ausnahmen vom EU-Asylpakt ausbedungen. 

EU verhängt wegen Nawalny-Tod Sanktionen gegen Forscher

Die EU-Staaten haben Sanktionen gegen sechs Russen beschlossen, die mit dem Tod des Kremlgegners Alexej Nawalny 2024 in einem russischen Straflager in Verbindung gebracht werden. Es handle sich um Wissenschaftler und Forscher im militärischen Bereich, die an der Entwicklung chemischer Waffen, insbesondere von Epibatidin, beteiligt gewesen seien, teilte der Rat der Europäischen Union mit. Ihre Vermögenswerte werden eingefroren und sie dürfen weder direkt noch indirekt Gelder bereitgestellt bekommen.

Merz: Nehme Litauens Aufhebung des Atomwaffenverbots „mit Respekt“ zur Kenntnis

Der litauische Plan, den Weg für die Stationierung von Nato-Atomwaffen im eigenen Land frei zu machen, stößt bei Bundeskanzler Friedrich Merz nicht auf Kritik. Der litauische Präsident Gitanas Nauseda habe über die Pläne informiert, sagte Merz am Freitag nach einem Treffen mit den drei baltischen Staats- und Regierungschefs in Berlin. Dies sei zunächst eine innenpolitische Entscheidung in Litauen, fügte Merz hinzu.

„Es zeigt aber auch zugleich, wie in diesem Land die Bedrohung aus Russland ernst genommen wird und wie das Land bereit ist, sich auch in dieser Hinsicht zu verteidigen. Und insofern habe ich das hier nicht nur nicht zu kritisieren, sondern mit Respekt zur Kenntnis zu nehmen, dass Litauen auch in dieser Hinsicht bereit ist, das Land und damit das Nato-Territorium zu verteidigen.“

Ukraine soll bei Nato-Gipfel Milliardenversprechen erhalten

Die von Russland angegriffene Ukraine soll beim Nato-Gipfel in Ankara ein neues Versprechen für milliardenschwere Militärhilfen bekommen. Darauf verständigten sich die 32 Bündnisstaaten wenige Tage vor dem Spitzentreffen in Brüssel in den abschließenden Beratungen über die geplante Gipfelerklärung, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

Insider: Russland will wegen Engpass Kerosin aus Japan importieren

Die ukrainischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur machen Russland immer mehr zu schaffen. Wegen Knappheiten soll Kerosin aus Japan importiert werden, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach sollen mindestens 200.000 Barrel (je 159 Liter) Kerosin in der ersten Julihälfte im japanischen Chiba verladen und zunächst nach Südkorea verschifft werden.

An dem komplexen Geschäft seien mehrere Händler beteiligt, sagten die Insider. Damit reagiert Russland offenbar auf eine schwere Treibstoffkrise als Folge von ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Ölraffinerien und Depots. Die Regierung in Moskau hat bereits Beschränkungen für den Kauf von Treibstoff verhängt, während Landwirte warnten, die Ernte sei gefährdet.

Merz reagiert gelassen auf Trump-Kritik an Verteidigungsausgaben

Bundeskanzler Friedrich Merz hat gelassen auf die Kritik von US-Präsident Donald Trump reagiert, dass der Nato-Beitrag Deutschlands nach dessen Darstellung „lächerlich“ sei. „Deutschland verdoppelt seinen Verteidigungsetat innerhalb von vier Jahren. Das ist die größte Kraftanstrengung, die wir jemals gemacht haben, um unsere Verteidigungsfähigkeit zu stärken“, sagt Merz und verweist auf das Ziel, fünf Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung auszugeben.

„Insofern brauchen wir uns hier vor niemandem zu verstecken.“ Das sollte jeder anerkennen, der sich mit diesen Zahlen auch beschäftigt. „Ich werde diese Zahlen auch nennen, wenn wir in der nächsten Woche in Ankara zusammentreten.“

Merz: Stehe mit Trump und Erdogan zu Nato-Gipfel in engem Austausch

Bundeskanzler Friedrich Merz steht nach eigenen Angaben vor dem Nato-Gipfel in Ankara kommende Woche in Kontakt mit den Staatsoberhäuptern der USA und der Türkei. Er stehe in engem Austausch mit US-Präsident Donald Trump und dem türkischen Präsidenten und Gastgeber Recep Tayyip Erdogan, sagt Merz bei einem Treffen mit baltischen Staats- und Regierungschefs.

Ukraine attackiert zwei russische Luftwaffenstützpunkte auf der Krim

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben zwei russische Luftwaffenstützpunkte auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Ziel seien mindestens sieben Kampfflugzeuge sowie Drohnendepots gewesen, teilt der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU auf der Online-Plattform Telegram mit.

Betroffen waren demnach die Stützpunkte Hwardijske und Saki. Letzterer sei in dieser Woche bereits zum zweiten Mal attackiert worden. Die dort stationierten Flugzeuge seien beschädigt oder zerstört worden, hieß es beim SBU weiter. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.

Zahl der Todesopfer nach Großangriff auf Kiew auf 30 gestiegen

Nach dem schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Donnerstag ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 30 gestiegen. Drei weitere Leichen seien aus den Trümmern geborgen worden, teilt der ukrainische Katastrophenschutz mit. Zudem wurden den Behörden zufolge mehr als 90 Menschen verletzt. 

Laut dem Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, suchen Rettungskräfte in den Trümmern weiter nach Vermissten, weshalb die Opferzahl noch steigen könnte. Russland hatte in den frühen Morgenstunden am Donnerstag Hunderte Drohnen und Dutzende Raketen auf Kiew abgefeuert. Dabei wurden rund 130 Gebäude beschädigt. Es war der folgenschwerste Angriff auf die ukrainische Hauptstadt in diesem Jahr.

Ukraine: Vier Tote bei neuen russischen Luftangriffen

Bei neuen russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind Behördenangaben zufolge vier Menschen getötet worden. In der nordöstlichen Grenzregion Sumy seien beim Einschlag einer russischen Drohne in ein Wohnhaus in der Nacht zwei Frauen, ein älterer Mann und ein Kleinkind im Alter von unter zwei Jahren ums Leben gekommen, teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram am Freitag mit. 

Drei weitere Menschen seien verletzt worden. Zudem wurden in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih laut den Behörden sieben Menschen verletzt. Dort schlug eine russische Rakete in ein dicht besiedeltes Wohngebiet ein, wie der Chef des örtlichen Verteidigungsrates, Olexander Wilkul, erklärte.

Tote und Verletzte im Südosten der Ukraine

In der Ukraine sind bei verschiedenen russischen Angriffen im Gebiet Dnipropetrowsk im Verlauf des Tages nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Insgesamt seien neun weitere verletzt worden, schrieb der Militärgouverneur der Region, Olexander Hanscha, bei Telegram. Russland attackierte demnach die Kreise Dnipro, Nikopol und Synelnykowe und setzte dabei Drohnen, Artillerie Gleitbomben und eine Rakete ein.   

In Saporischschja ebenfalls im Südosten der Ukraine wurden Militärgouverneur Iwan Fedorow zufolge sieben Menschen bei einem russischen Drohnenangriff in der zweiten Tageshälfte verletzt. Bei vier davon handele es sich um Minderjährige im Alter von 6 bis 16 Jahren.

HB Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige

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