Mit dem Vanlife gewinnt Phoebe Macdougall nicht nur Geld dazu, sondern auch Freiheit. Leicht fiel ihr die Entscheidung trotzdem nicht.
Mit dem Vanlife gewinnt Phoebe Macdougall nicht nur Geld dazu, sondern auch Freiheit. Leicht fiel ihr die Entscheidung trotzdem nicht.
Eine Anwältin hat ihre Wohnung im australischen Küstenvorort Coogee verkauft und lebt mittlerweile in einem Wohnmobil. „Der Stress, den die Hypothek mit sich brachte, war es mir nicht wert“, wird Phoebe Macdougall vom australischen Sender ABC zitiert.
Um die Hypothek bezahlen zu können, musste die 37-Jährige ein Zimmer vermieten. Das tat sie auch eine ganze Weile, denn eine eigene Immobilie zu besitzen, hätte zum Unternehmens-Lebensstil als Anwältin einfach dazugehört, so Macdougall.
Die Entscheidung für das Vanlife bereut sie trotzdem nicht. „Es war erfüllender, auf eigene Faust zu leben, auch wenn es nur eine kleine Blechbüchse auf Rädern war", so Macdougall gegenüber ABC.
Mit dem Wohnwagen spart Macdougall laut eigenen Angaben nicht nur Geld, er helfe ihr auch dabei nach der Arbeit abzuschalten. Ihr Zuhause sei jetzt umgeben von Strand und Eukalyptusbäumen. Eine Aussicht, die nicht nur ihr zu gefallen scheint.
„Ich höre das ständig von Leuten, mit denen ich arbeite, die sagen: ‚Ich wünschte, ich könnte das auch‘, und ich sage immer: ‚Du kannst das, jeder kann das.‘“
Wie viele Menschen hierzulande dauerhaft in einem Wohnwagen leben, ist nicht bekannt. Allerdings steigen die Zulassungen für sogenannte Freizeitfahrzeuge seit Jahren an. Wie der Caravaning Industrie Verband (CIVD) berichtet, haben sich die jährlichen Neuzulassungen von Reisemobilen seit 2015 mehr als verdoppelt. Im April 2025 gab es erstmals über eine Million registrierte Reisemobile in Deutschland.
Laut der CIVD-Jahresbilanz wurden 2025 insgesamt 94.134 Reisemobile und Caravans zugelassen. Unter Reisemobilen versteht man Kraftfahrzeuge mit einem zum Wohnen geeigneten Innenraum. Mit Caravans sind klassische Wohnwagen als Anhänger gemeint.