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Wer Immobilienpreise zu hoch ansetzt verliert am Ende Geld

Дата публикации: 24-04-2026 07:03:00

Viele Verkäufer starten mit zu hohen Immobilienpreisen und verlieren wertvolle Zeit. Am Ende zwingt der Markt sie oft zu deutlichen Preisabschlägen.

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Viele Verkäufer starten mit zu hohen Immobilienpreisen und verlieren wertvolle Zeit. Am Ende zwingt der Markt sie oft zu deutlichen Preisabschlägen.

Der Immobilienmarkt hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und eine insgesamt größere Unsicherheit haben dazu geführt, dass sich Angebot und Nachfrage neu einpendeln mussten.

Was ich dabei aktuell in meiner täglichen Praxis beobachte: Viele Preise passen noch immer nicht zur Realität des Marktes. Quadratmeterpreise, Mieten und Kaufpreisfaktoren stehen häufig in keinem stimmigen Verhältnis mehr. Das allein wäre schon Herausforderung genug. Doch ein zweiter Faktor verschärft die Situation zusätzlich – und genau hier beginnt der eigentliche Teufelskreis.

Marco von Reeken ist Immobilienexperte und wurde durch „mieten, kaufen, wohnen“ einem breiten Publikum bekannt. Er ist Teil unseres Expertennetzwerks EXPERTS Circle.

Makler sichern Aufträge – und treiben Preise künstlich nach oben

Denn in vielen Fällen geht es zunächst darum, einen Verkaufsauftrag überhaupt zu sichern. Eigentümer haben klare Preisvorstellungen, oft geprägt von vergangenen Hochphasen oder von Vergleichsangeboten, die ihrerseits bereits ambitioniert angesetzt sind.

Im Zusammenspiel zwischen Eigentümern und Maklern entscheidet sich genau an diesem Punkt, wie ein Verkaufsprozess verläuft.

Viele Immobilienverkäufe starten mit unrealistischen Preisansätzen

In der Praxis kommt es nicht selten vor, dass Preise bewusst so angesetzt werden, dass sie den Erwartungen des Eigentümers entsprechen – obwohl bereits bekannt ist, dass sie am Markt kaum realisierbar sind. Der Hintergrund ist offensichtlich: Der Auftrag soll gesichert werden

Genau an diesem Punkt beginnt der Teufelskreis – oft mit Konsequenzen, die für den Verkäufer erst Monate später sichtbar werden.

Zu hohe Einstiegspreise bremsen Nachfrage und Dynamik früh aus

Die Immobilie startet mit einem zu hohen Preis, erhält zunächst Aufmerksamkeit, doch die Nachfrage bleibt hinter den Erwartungen zurück. Besichtigungen verlaufen zäh, Kaufinteressenten reagieren zurückhaltend oder bleiben ganz aus.

Nach einigen Wochen entstehen erste Zweifel, nach einigen Monaten folgt die Preisanpassung. Doch zu diesem Zeitpunkt ist oft bereits ein entscheidender Teil der Dynamik verloren gegangen.

Ist ein Objekt "verbrannt", sinken die Verkaufspreise

Wird diese Phase mit einem unrealistischen Einstiegspreis verschenkt, lässt sich dieser Effekt später kaum noch korrigieren. Die Immobilie wirkt zunehmend unattraktiv – unabhängig von ihrer tatsächlichen Qualität. In der Branche spricht man dann davon, dass ein Objekt "verbrannt" ist.

Und genau hier schließt sich der Teufelskreis: Ein zu hoher Startpreis führt zu fehlender Nachfrage, diese zu Preisanpassungen – und am Ende nicht selten zu einem Verkauf unter dem Preis, der bei einer realistischen Einwertung von Anfang an möglich gewesen wäre.

Überhöhte Angebote verzerren den Markt und täuschen Eigentümer

Hinzu kommt ein weiterer Effekt, der oft unterschätzt wird: Zu hoch angesetzte Angebote dienen anderen Eigentümern wiederum als vermeintliche Orientierung. Sie vergleichen sich daran – und übernehmen ähnliche Preisvorstellungen. So entsteht ein Marktbild, das sich zunehmend von der tatsächlichen Zahlungsbereitschaft entfernt. 

Für Verkäufer ist das eine gefährliche Entwicklung. Denn am Ende entscheidet nicht die Hoffnung über den Preis, sondern allein der Markt. Gerade in der aktuellen Phase braucht es deshalb mehr denn je eine ehrliche, fundierte Beratung – auch wenn sie im ersten Moment nicht dem Wunschpreis entspricht.

Der größte Fehler passiert meist ganz am Anfang des Verkaufs

Denn der größte Fehler beim Immobilienverkauf entsteht selten am Ende der Verhandlung, sondern fast immer am Anfang: bei der falschen Preisfindung.

Der Immobilienmarkt wird sich wieder stabilisieren. Doch dieser Prozess wird nur dann schneller und gesünder verlaufen, wenn Preisstrategien wieder stärker auf realen Marktbedingungen basieren – und nicht auf Erwartungen.

Oder anders gesagt: Nicht der höchste Preis zu Beginn führt zum besten Ergebnis – sondern der richtige.

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Классификация: Недвижимость. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 7.51. Источник: rss.focus.de.