Immobilienpreise steigen wieder: In diesen Regionen zahlen Käufer deutlich mehr, hier fallen die Quadratmeterpreise weiter.
Die Immobilienpreise stiegen in Deutschland 2025 erstmals seit Jahren inflationsbereinigt wieder an. Manche Regionen verzeichnen Anstiege von mehr als 40 Prozent. Anderswo fallen die Preise deutlich.
München bleibt auch 2025 die mit Abstand teuerste Stadt Deutschlands für Eigentumswohnungen. Nach Daten des Postbank Wohnatlas 2026 knackte die bayerische Landeshauptstadt dabei erstmals die Marke von 9000 Euro pro Quadratmeter. Wohlgemerkt, das ist der Durchschnittspreis. Auch das Münchner Umland bleibt teuer. Miesbach kostet 7689 Euro pro Quadratmeter. Der Landkreis München liegt bei 6865 Euro, Starnberg bei 6681 Euro. Hinzu kommen die Großstädte Hamburg (6394 Euro), Frankfurt am Main (6293 Euro) und Potsdam (5897 Euro).
Außerdem finden sich unter den zehn teuersten Regionen drei, die als Feriengebiete beliebt sind. Von der Nordsee sind das die Landkreise Nordfriesland (7886 Euro) und Aurich (5818 Euro) sowie der Landkreis Garmisch-Partenkirchen in den Alpen (6073 Euro).
Im bundesweiten Durchschnitt steigen die Preise. Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) ermittelt die Daten für den Postbank Wohnatlas. Es errechnet einen Preisanstieg von durchschnittlich 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Abzüglich der Inflationsrate bleiben damit noch rund 0,6 Prozent. Das ist das erste Mal seit 2021, dass die Preise auch inflationsbereinigt noch steigen.
Dieser Anstieg ist aber auch nicht überall in Deutschland zu spüren. Inflationsbereinigt ging es nur in 228 der 400 deutschen Regionen nach oben. Selbst ohne Inflation gibt es noch 80 Städte und Landkreise mit sinkenden Preisen. Absolut stiegen die Preise hier am stärksten:
Ein klares einheitliches Muster zeigt sich nicht. Ganz vorne steht Sachsen. Hier stiegen die Preise im Schnitt um 7,5 Prozent an. Inflationsbereinigt sind das immer noch 5,2 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgen dahinter Rheinland-Pfalz und Bremen. Inflationsbereinigt sind es hier 3,0 beziehungsweise 2,9 Prozent mehr.
Nach Regionstyp steigen Mittelstädte am stärksten. Inflationsbereinigt liegt das Plus bei 1,2 Prozent. Großstädte außerhalb der "Top Sieben" München, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Düsseldorf liegen bei 0,9 Prozent Plus. Die Top Sieben selbst verteuerten sich nur um rund 0,2 Prozent.
Am anderen Ende der Skala steht Thüringen. Es ist das einzige Bundesland, das sowohl nominal als auch inflationsbereinigt sinkende Preise verbucht. Im Durchschnitt sind Immobilien hier aktuell 5,2 Prozent günstiger als im Vorjahr. 5 der 20 Regionen mit den am stärksten gefallenen Preisen stammen aus Thüringen.
Die 20 Regionen mit den geringsten Quadratmeterpreisen finden sich allesamt in den neuen Bundesländern. Führend ist weiterhin der Vogtlandkreis in Sachsen mit 900 Euro vor dem Landkreis Greiz aus Thüringen mit 944 Euro. Der Saale-Orla-Kreis liegt mit 1054 Euro jetzt nur noch knapp im vierstelligen Bereich, ebenso der Kyffhäuserkreis mit 1069 Euro.
Gera in Thüringen ist mit 1166 Euro die günstigste Mittelstadt Deutschlands, gefolgt von Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt mit 1232 Euro und Pirmasens in Rheinland-Pfalz mit 1482 Euro. Die günstigste Großstadt ist Chemnitz mit 1314 Euro vor Salzgitter in Niedersachsen mit 1662 Euro und Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen mit 1680 Euro.
Zum Vergleich: Ein Quadratmeter in München kostet so viel wie sieben Quadratmeter in Chemnitz. In Gera sind es fast acht Quadratmeter. Im Vogtlandkreis sind es rund zehn. Eine 100-Quadratmeter-Wohnung in letzterem kostet Sie damit so viel wie ein kleines 10-Quadratmeter-Zimmer in München.
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