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Mehrere Badestrände wegen hochgefährlicher Portugiesischer Galeere gesperrt

Дата публикации: 03-08-2026 05:01:00

An Frankreichs Atlantikküste sind mehrere Strände wegen Portugiesischer Galeeren gesperrt. Die Meerestiere können mit ihren Tentakeln schmerzhafte Verletzungen verursachen.

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An Frankreichs Atlantikküste sind mehrere Strände wegen Portugiesischer Galeeren gesperrt. Die Meerestiere können mit ihren Tentakeln schmerzhafte Verletzungen verursachen.

Mehrere Badeabschnitte an der französischen Atlantikküste sind vorsorglich geschlossen worden, nachdem dort Portugiesische Galeeren entdeckt wurden. Betroffen sind nach einem Bericht von „Vol.at“ unter anderem Mimizan, Ilbarritz bei Biarritz sowie weitere Küstenbereiche in Bretagne und Baskenland.

Die Tiere ähneln Quallen, gelten biologisch aber als Kolonien spezialisierter Polypen. Ihre Tentakel können unter Wasser große Längen erreichen und bei Kontakt schmerzhafte Hautreaktionen auslösen, in seltenen Fällen auch schwere allergische Beschwerden.

Portugiesische Galeere: Auch tote Tiere bleiben gefährlich

Die französischen Behörden raten ausdrücklich davon ab, Portugiesische Galeeren zu berühren. Das gilt auch für Tiere, die bereits reglos am Strand liegen.

Nach Angaben der Behörden bleiben selbst abgerissene Tentakel noch mehrere Tage hochgiftig. Dadurch kann es auch ohne direkten Kontakt mit einem lebenden Tier zu Verletzungen kommen.

Die Fangarme der Portugiesischen Galeere können bis zu 50 Meter lang werden. (Symbolbild)

Die Fangarme der Portugiesischen Galeere können bis zu 50 Meter lang werden. (Symbolbild) IMAGO / OceanPhoto
Was Sie zur Portugiesischen Galeere wissen müssen
  • Komplexer Organismus: Die Portugiesische Galeere (Physalia physalis) gilt fälschlicherweise oft als Qualle, bildet tatsächlich aber einen Verbund aus spezialisierten Einzelpolypen mit teilweise extrem langen Fangfäden, berichtet das portugiesische Wissenschaftsportal „Futurismo“.
  • Hochwirksames Toxin: Eine Berührung mit den Fäden führt zur Injektion eines potenten Nervengifts, das heftige, brennende Schmerzen sowie Verätzungen hervorruft und im Ernstfall einen anaphylaktischen Schock auslösen kann.
  • Dauerhafte Gefahr am Strand: Selbst wenn die Tiere angespült wurden und bereits tot wirken, behält ihr Gift über viele Tage hinweg seine volle Wirkung – Anfassen ist strengstens verboten.
  • Vom Wind getrieben: Aufgrund ihrer blau-violetten, mit Gas gefüllten Blase treiben die Tierkolonien hilflos mit den Meeresströmungen vor allem durch warme Ozeane wie den Atlantik und tauchen immer öfter im Mittelmeer auf.
  • Richtiges Handeln im Notfall: Betroffene Stellen dürfen keinesfalls mit Süßwasser oder Alkohol gereinigt werden, da verbleibende Nesselzellen sonst aufplatzen. Stattdessen nur Meerwasser zum Abspülen nutzen, Tentakeln vorsichtig entfernen und bei schweren Beschwerden rasch den Rettungsdienst kontaktieren.
Auch Strände in Portugal wurden gesperrt

Laut einem Bericht der österreichischen „Kleinen Zeitung“ erstreckt sich die Gefahr über Frankreich hinaus: Auch in portugiesischen Gewässern kam es zu Sichtungen der Giftquallen, woraufhin etliche Strände präventiv gesperrt wurden. Reisenden wird geraten, lokale Warnsignale strikt zu befolgen und betroffene Strandabschnitte zu umgehen.

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