Den Kroaten wird der Massentourismus zu viel. Daher will die Regierung eine neue Regel einführen, die voraussichtlich ab dem 1. Januar 2027 gilt. Betroffen sind Ferienunterkünfte.
Den Kroaten wird der Massentourismus zu viel. Daher will die Regierung eine neue Regel einführen, die voraussichtlich ab dem 1. Januar 2027 gilt. Betroffen sind Ferienunterkünfte.
In Kroatien wollen die Verantwortlichen gegen Massentourismus vorgehen. Künftig sollen dort private Ferienunterkünfte, auch die auf Buchungsportalen wie Booking.com oder Airbnb, nur noch mit offizieller Registrierungsnummer angeboten werden. Die Vorgabe soll ab Januar 2027 gelten, informiert das kroatische Portal "Dnevnik".
Damit wollen die Verantwortlichen unter anderem gegen illegale Vermietungen vorgehen.
Laut dem Portal "Raditi” wurden in Kroatien im Jahr 2025 mehr als 21,8 Millionen Ankünfte und rekordverdächtige 110,1 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Damit wurde zum ersten Mal in der Geschichte des Landes die magische Grenze von 110 Millionen Übernachtungen überschritten. Der größte Anteil wurde erwartungsgemäß an der Adria mit 104,6 Millionen Übernachtungen erzielt.
Nach Informationen des kroatischen Portals "Morski" waren darunter in den letzten drei Jahren etwa 10,5 Millionen nicht-kommerzielle Übernachtungen. Dies soll sich mit dem neuen Gesetz nun ändern.
Für Aufsehen sorgte kürzlich auch Serbien, das vor Kroatien-Aufenthalten warnte. Das Nachbarland hat ein neues Ampelsystem für Reiseempfehlungen eingeführt, das mögliche Sicherheitsrisiken einstuft. Kroatien landete demnach als einziges europäisches Land in der orangefarbenen, zweithöchsten Kategorie.
Bürger sollen Reisen dorthin nur antreten, wenn sie unbedingt notwendig sind, warnt das serbische Außenministerium. Man solle öffentliche Versammlungen und Orte meiden, an denen mit Provokationen zu rechnen sei. Zudem wird geraten, "in der Kommunikation Vorsicht walten zu lassen und auf ihre persönliche Sicherheit und ihr Eigentum" zu achten.
Transparenzhinweis: In einer früheren Fassung des Artikels haben wir davon gesprochen, dass die Änderungen zum 1. Juni 2026 in Kraft treten. Nun hat sich herausgestellt, dass der 1. Januar 2027 realistischer ist. Wir haben den Artikel nachträglich angepasst.