Mit seinem fünften Tour-de-France-Sieg schreibt Tadej Pogacar neue Radsport-Geschichte. Jan Ullrich ist begeistert, selbst Lance Armstrong verneigt sich.
Der ehemalige Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich hat den aktuellen Titelträger Tadej Pogacar nach dessen fünftem Gesamtsieg in den höchsten Tönen gelobt.
„Man kann sagen, er ist der Beste aller Besten. Solange er die Tour de France angeht, wird es schwierig, für andere zu gewinnen“, sagte Ullrich in einem Interview mit ntv/RTL/Sky.
„Die Experten sind sich einig. Tadej Pogacar hat den Radsport verändert. Das ist auch meine Meinung“, sagte Ullrich in seinem Podcast „Ulle & Rick“ und zog auch den Vergleich zu sich selbst. Ein Duell mit dem 27-jährigen Dauer-Dominator? Lieber nicht!
„So ein moderner Tadej Pogacar hätte uns alle damals, Pantani, Armstrong und mich in der Pfeife geraucht.“
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Besonders verblüffend war Pogacars Alpe-d'Huez-Fabelleistung in 35.27 Minuten, womit er den Uralt-Rekord des angesprochenen Marco Pantani (37.35 Minuten) deutlich unterbot.
„Da hat er mal gezeigt, was er wirklich drauf hat. Das war die beste Leistung bei der Tour de France“, sagte Ullrich. Der Slowene fahre „einfach los und fährt bis oben Vollgas. Das ist, was er kann. Der könnte die Tour de France auch mit zehn Minuten Vorsprung gewinnen, wenn er das wollen würde.“
Auch Ullrichs langjähriger Rivale Lance Armstrong äußerte sich in seinem Podcast „The Move“ voller Begeisterung über Pogacar:
„Leute wollen oft mit mir über meine Karriere und die Geschichte der Tour sprechen, wo ich da stehe. Dieser Kerl würde den Boden wischen mit Lance Armstrong. Er ist der Größte aller Zeiten. Ich würde sogar sagen, dass er der dominanteste Athlet der ganzen Welt ist.“
Armstrong hatte zwischen 1999 und 2005 sieben Gesamtsiege bei der Tour de France eingefahren, bekam diese aber nach seinem Doping-Geständnis aberkannt.
dpa