Nach einer katastrophalen Saison stehen die Zeichen beim THW Kiel auf Neuanfang. Erstmals seit über 30 Jahren wird der deutsche Handball-Rekordmeister nicht in einem europäischen Wettbewerb vertreten sein. Ex-Nationalspieler Stefan Kretzschmar sieht daher ein Luxusproblem für die Zebras, denen er den Abgang eines Superstars nahelegt, um die Personallage im Rückraum etwas auszudünnen.

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Nach einer katastrophalen Saison stehen die Zeichen beim THW Kiel auf Neuanfang. Erstmals seit über 30 Jahren wird der deutsche Handball-Rekordmeister nicht in einem europäischen Wettbewerb vertreten sein. Ex-Nationalspieler Stefan Kretzschmar sieht daher ein Luxusproblem für die Zebras, denen er den Abgang eines Superstars nahelegt, um die Personallage im Rückraum etwas auszudünnen.
Elias Ellefsen a Skipagötu zählte in den vergangenen Spielzeiten zu den absoluten Leistungsträgern des THW Kiel. Konkurrenz bekommt der Spielmacher von den Färöer-Inseln von Eigengewächs und DHB-Supertalent Rasmus Ankermann sowie Neuzugang Domen Makuc, der vom FC Barcelona an die Förde wechselte. Stefan Kretzschmar sieht bei dem HBL-Rekordmeister ein Luxusproblem.
"Wenn du mit Rasmus Ankermann, einem der größten deutschen Talente und Kieler Eigengewächs, langfristig aufbauen willst - und gleichzeitig mit Domen Makuc den MVP des Champions-League-Final4 holst - dann stellt sich zwangsläufig die Frage nach Einsatzzeiten", erklärte der ehemalige deutsche Handball-Nationalspieler gegenüber "handball-world" auf die Personalie Skipagötu.
Handball-Bundesliga: THW Kiel vor "Grundsatzfrage"Der 53-Jährige sieht den THW Kiel daher vor einer "brutal schweren Entscheidung". "Ich sage nicht, dass Kiel Skipagötu verkaufen soll", so Kretzschmar weiter, der jedoch hinzufügt: "Es ist eine Grundsatzfrage, ob du auf dein eigenes Talent setzt." Für den Ex-Profi ist aber klar, dass eine Trennung von Skipagötu unausweichlich ist, wenn man den eingeschlagenen Weg mit eigenen Talenten weitergehen will.
Schließlich könne man nicht gleich drei Rückraumspielern für die Mitte die notwendige Spielzeit verschaffen. "Sie haben jetzt beschlossen, dass alles so bleibt und sie mit der kompletten Kapelle in die neue Saison gehen. Wie die alle spielen wollen - ohne europäischen Wettbewerb –, das ist relativ schwierig, sich auszudenken", warnte der Weltmeister von 2008 den deutschen Rekordmeister.
Der THW blickt auf eine schwache Saison in der Handball-Bundesliga. Als Tabellensechster verpasste man zum dritten Mal in Serie die wichtige Qualifikation für die Champions League. Damit aber nicht genug: Erstmals seit 33 Jahren wird man überhaupt nicht europäisch vertreten sein.
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