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Samstag: Ukrainer melden Vorrücken der Russen an Donezk-Front

Дата публикации: 01-08-2026 19:39:27

Russische Truppen sind nach Deepstate-Angaben an den Frontabschnitten Slowjansk und Kramatorsk im Gebiet Donezk in der Ostukraine vorgerückt. Bei russischen Luftangriffen auf Kiew wurden mindestens neun Menschen getötet.

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Russische Luftverteidigungseinheit am Frontabschnitt Dobropolye.

Ukraine-News I 1. August

Stand: 01.08.2026 21:39 Uhr

Diese Ukraine-News vom Samstag, 1. August 2026, sind beendet.

von MDR AKTUELL

Aktuelle Ukraine-News

Tanker im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk
Ukraine-News vom Samstag, 1. August 2026 Selenskyj ruft erneut nach Patriot-Raketen

Nach den jüngsten russischen Raketenangriffen auf Kiew bittet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut um dringende Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen. "Wir brauchen Antworten auf diesen russischen Terror, echte Antworten von der Welt", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Die einzig gerechte Antwort wäre ihm zufolge die Unterstützung für Kiew bei der Abwehr russischer Raketenangriffe. Die USA und auch Europa wüssten, was die Ukraine dringend benötige. Jeder weitere Tag ohne diese Hilfe sei eine Gelegenheit für Russland, Menschen in der Ukraine zu töten. (Quelle: dpa)

Tote und Verletzte bei russischen Luftangriffen

Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Region Cherson sind mindestens eine Bewohnerin getötet sowie sieben weitere Personen verletzt worden. Das teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. Nach Angaben der Behörden war der Angriff von Artillerie begleitet. Mehrere Gebäude und Fahrzeuge wurden beschädigt.

In Nikopol in der Region Dnipro wurden bei einem Drohnenangriff auf einen Minibus sieben Insassen verletzt. Die sei ein "gezielter und zynischer Angriff auf Zivilisten" gewesen, kommentierte der regionale Militärverwalter Olexander Ganscha auf Telegram. (Quelle: dpa)

Russland meldet Angriffe auf Odessa und Mykolajiw

Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau Treibstofftanks im ukrainischen Hafen Odessa sowie einen Schlepper im Hafen von Mykolajiw angegriffen. Der Treibstoff und das Schiff seien für die ukrainische Armee vorgesehen gewesen, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Ministerium. (Quelle: Reuters)

AKW Saporischschja verliert externe Stromversorgung

Das Atomkraftwerk Saporischschja hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum 23. Mal seit Kriegsbeginn seine externe Stromversorgung verloren. Die Ursache des fast zweistündigen Ausfalls sei noch unklar, teilte die Behörde mit. Das ukrainische Kraftwerk ist von russischen Kräften besetzt. (Quelle: Reuters)

Selenskyj: Schiff im Asowschen Meer versenkt

Nach einem ukrainischen Angriff ist ein russisches Schiff im Asowschen Meer gesunken. Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb bei Telegram von Attacken im Schwarzen und Asowschen Meer. Das Schiff mit einer Ladekapazität von 100.000 Tonnen sei unter russischer Flagge gefahren und von ukrainischen Streitkräften versenkt worden. Der russische Atomkonzern Rosatom bestätigte den Untergang. Demnach gehört das Schiff dem EU-sanktionierten Logistikunternehmen FESCO, einer Rosatom-Tochter. Es sei mehr als 200 Kilometer vor Noworossijsk von zwei Drohnen getroffen worden. (Quelle: dpa)

Russland meldet Einnahme von Dörfern in Regionen Charkiw und Saporischschja

Russland hat nach eigenen Angaben zwei weitere ukrainische Orte eingenommen. Wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium mitteilte, handelt es sich um die Dörfer Olgiwka in der nördlichen Region Charkiw sowie Ljubytske in der südöstlichen Region Saporischschja. (Quelle: Reuters)

Rosatom-Schiff durch ukrainischen Angriff versenkt

Der russische staatliche Atomkonzern Rosatom hat den Untergang eines Schiffs im Schwarzen Meer durch einen nächtlichen ukrainischen Drohnenangriff gemeldet. Die 17 Besatzungsmitglieder seien unversehrt, teilt Rosatom-Chef Alexej Lichatschow mit. Das Schiff habe Güter wie Tiefkühlkost und Baumaterialien transportiert. (Quelle: Reuters)

Ukrainische Luftwaffe meldet Abwehr von 154 Drohnen und zwei Raketen

Russland hat die Ukraine nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe bis zum Morgen mit 35 Raketen und 185 Drohnen angegriffen. Der Hauptangriff habe sich gegen die Region Kiew gerichtet. Aber auch die Regionen Dnipropetrowsk, Sumy, Charkiw und Poltawa seien angegriffen worden. Wie die ukrainische Luftwaffe bei Telegram meldete, wurden 156 Ziele abgeschossen oder unterdrückt. 154 der abgewehrten Flugobjekte seien Drohnen gewesen. Bei zweien habe es sich um Raketen gehandelt, darunter eine ballistische Rakete vom Typ Iskander-M/S-400. (Quellen: Ukrinform, Telegram)

Video: Neun Tote nach schwerem russischen Raketenangriff auf Kiew (1 Min)

Ukrainer melden russisches Vorrücken an Donezk-Front

Die russischen Streitkräfte sind nach ukrainischen Angaben weiter an den Frontabschnitten Slowjansk und Kramatorsk im ostukrainischen Gebiet Donezk vorgerückt. Wie das dem ukrainischen Militär nahestehende Analyseprojekt Deepstate auf Telegram meldete, rückte der "Feind" zuletzt "in der Nähe von Kalenyky" vor. Laut der Deepstate-Online-Karte sind es vom weitesten westlich von Kalenyky als russisch kontrolliert markiertem Gebiet knapp 15 Kilometer bis Slowjansk. Zuvor hatte Deepstate auch ein russisches Vorrücken in der Nähe von Nowomarkowe gemeldet. Von hier sind es etwa 14 Kilometer bis Kramatorsk. Wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf die morgendliche Einsatzinformation des ukrainischen Generalstabs berichtet, hatten russische Truppen zuvor 19 Angriffe am Frontabschnitt Slowjansk und drei Angriffe am Frontabschnitt Kramatorsk gestartet. (Quellen: Deepstate, Ukrinform)

Selenskyj: Haben nur eine von 27 russischen Raketen abgeschossen

Die Ukraine hat nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei dem russischen Großangriff auf Kiew nur eine von 27 ballistischen Raketen abgeschossen. Seinem Land fehlten Abfangraketen für die US-Patriot-Systeme, sagte Selenskyj. Russland habe insgesamt 35 Raketen abgefeuert, darunter 27 ballistische Raketen und 185 Kampfdrohnen. Die Hauptstadt Kiew sei das Hauptziel des Angriffs gewesen. Dabei wurden nach offiziellen Angaben mindestens neun Menschen getötet und 28 Personen verletzt. (Quelle: Reuters)

Russland meldet Angriffe auf Kiewer Rüstungsunternehmen

Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bei ihren jüngsten Luftangriffen auf Kiew und die gleichnamige Region Rüstungsunternehmen und Logistikzentren angegriffen. Wie das russische Verteidigungsministerium auf Telegram mitteilte, wurden bei dem "massiven Angriff mit hochpräzisen boden- und seegestützten Waffen und Langstreckendrohnen" Unternehmen des "militärisch-industriellen Komplexes" und Logistikzentren getroffen. Diese seien an der Herstellung, Lagerung und Lieferung von Raketen, Drohnen, Radaranlagen und Mitteln der elektronischen Kriegsführung beteiligt gewesen, hieß es. (Quelle: Telegram)

Russischer Raketenangriff auf Kiew fordert Tote und Verletzte

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Behördenangaben wurden mindestens neun Menschen getötet und 23 weitere verletzt, darunter zwei Jugendliche. In mehreren Stadtteilen wurden Wohnhäuser und Gewerbegebäude beschädigt, zudem gerieten Autos in Brand. Bereits am Donnerstag hatte Russland Kiew und weitere ukrainische Städte massiv aus der Luft angegriffen. (Quellen: dpa, AFP)

Russisches Gericht erlässt Haftbefehl gegen Tochter von getötetem Kremlkritiker Nemzow

Ein russisches Gericht hat Haftbefehl gegen die Oppositionelle Schanna Nemzowa erlassen, die Tochter des 2015 ermordeten Kremlkritikers Boris Nemzow. Der Vorwurf lautet auf Mitarbeit in einer in Russland als unerwünscht eingestuften Organisation. Nemzowa lebt im Exil in Deutschland.

Die von ihr gegründete Boris-Nemzow-Stiftung für Freiheit unterstützt nach eigenen Angaben unabhängige russische Medien, Bildungsprojekte sowie Russen, die wegen des Krieges gegen die Ukraine ihre Heimat verlassen haben. Nemzowa wertete das Vorgehen als weiteren Versuch des Kremls, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. (Quelle: dpa)

Trump bremst bei Patriot-Lizenz für Ukraine

US-Präsident Donald Trump hat eine Genehmigung für die Produktion von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine vorerst offen gelassen. Die Gespräche darüber dauerten an, sagte Trump. Zugleich betonte er, bei der Weitergabe dieser Technologie müsse man sehr vorsichtig sein.

Die Ukraine drängt angesichts der verstärkten russischen Luftangriffe auf eine gemeinsame Produktion der Patriot-Raketen. Sie gelten als das wichtigste Mittel zur Abwehr ballistischer Raketen. (Quelle: Reuters)

Erneut Proteste in Kiew für entlassenen Verteidigungsminister

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben erneut tausende Menschen für die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Mychailo Fedorow demonstriert. Die Teilnehmer forderten seine Rückkehr ins Amt und kritisierten Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Fedorow war im Zuge einer Regierungsumbildung nach nur sechs Monaten als Verteidigungsminister abgelöst worden. Viele Ukrainer sehen ihn als Symbol für die Modernisierung der Armee und den Ausbau der ukrainischen Drohnenstrategie. (Quelle: AFP)

Die Ereignisse gestern – 31. Juli 2026

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben die russische Ölraffinerie in Wolgograd angegriffen. Auf dem Gelände brach ein Feuer aus. Bei einem Drohnenangriff auf ein Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries wurden nach russischen Angaben fünf Menschen verletzt. Auch zwei Wohngebäude wurden beschädigt. Der ukrainische Geheimdienst meldete zudem einen Angriff auf Infrastruktur im Hafen von Taman an der Straße von Kertsch.

Polen bestätigte, dass das bereits am Vortag abgestürzte Flugobjekt ein russischer Marschflugkörper vom Typ Ch-101 war. Die Rakete explodierte beim Aufprall. Nach Angaben der polnischen Regierung kann dieser Raketentyp auch Atomsprengköpfe transportieren.

In der Ukraine gab es nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj einen Anschlagsversuch auf den Kommandeur Ihor Obolenskyj. Er kommandiert die Brigade "Chartija" der ukrainischen Nationalgarde. Der mutmaßliche Täter und ein Helfer wurden demnach festgenommen.

Die Ukraine rechnet nicht mehr mit einer schnellen Genehmigung für die eigene Produktion von Patriot-Abfangraketen. Die Gespräche mit den USA könnten nach Angaben der ukrainischen Botschafterin Olha Stefanischyna bis zu fünf Jahre dauern. US-Präsident Donald Trump äußerte sich laut "Financial Times" zurückhaltend zu einer Lizenzvergabe.

Ukraine-News am Samstag, 1. August 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Hintergründe

Der russische Angriff auf die Ukraine

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Audio | MDR AKTUELL

Was tun, Herr General? – der Podcast

Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Podcast-Reihe

Putins Krieg – die Hintergründe

Russland führt Krieg gegen die Ukraine - Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.

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