Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Bundesnetzagentur bestätigt Pläne: mehr Wettbewerb auf der Schiene ab 2028

Дата публикации: 17-07-2026 15:15:30

Die Deutsche Bahn bekommt mehr Konkurrenz: Künftig dürfen nicht mehr als 60 bis 75 Prozent der Kapazität auf der Schiene an ein Unternehmen vergeben werden. Der private Betreiber Italo hatte bereits angekündigt, in den deutschen Fernverkehr einsteigen zu wollen.


Основное содержимое страницы с новостью.

Ab 2028 Bundesnetzagentur bestätigt Pläne für mehr Wettbewerb auf der Schiene

Züge verschiedener Anbieter auf den Gleisen. (Quelle: picture alliance / Jochen Tack)
Züge verschiedener Anbieter auf den Gleisen. (Quelle: picture alliance / Jochen Tack)

Die Bundesnetzagentur hat trotz Bedenken aus den Ländern ihre Entscheidung für einen stärkeren Wettbewerb im Schienennetz bestätigt. "Mehr Wettbewerb hat das Potenzial, bessere Angebote für die Fahrgäste zu schaffen", sagte Behördenchef Klaus Müller am Freitag. Die jetzt endgültige Entscheidung könne Bewegung in den Fernverkehr in Deutschland bringen.

Die Infrastrukturtochter der Bahn - die DB Infra Go - wird verpflichtet, auf stark genutzten und jetzt schon ausgelasteten Streckenabschnitten künftig nicht mehr als 60 bis 75 Prozent der Kapazitäten an ein einzelnes Unternehmen zu vergeben. Das zielt auf die Deutsche Bahn, die im Fernverkehr einen Marktanteil von 95 Prozent hat. Vor allem die Strecken zwischen den Metropolen sind besonders begehrt.

Den genauen Prozentwert muss die DB Infra Go bei ihrer jährlichen Aufstellung des Fahrplans festlegen. So werde sichergestellt, dass es mindestens einen Wettbewerber gebe, so die Bonner Behörde. "Die Bundesnetzagentur ist sich bewusst, dass die Entscheidung einen Umbruch im Schienenpersonenfernverkehr einleiten kann."

Bereits am Mittwoch begrüßte die Monopolkommission die Pläne eines Markteintritts des italienischen Zugunternehmens Italo als Wettbewerber im Fernverkehr. Wettbewerb sei gut für die Fahrgäste, erklärte der Vorsitzende des Beratergremiums der Bundesregierung, Tomaso Duso.

Die Monopolkommission befürwortet zudem geplante Vorgaben der Netzagentur zur Vergabe von Flächen in Bahnhöfen an neue Wettbewerber. "Wer im Bahnhof mitspielen will, muss auch Fahrkartenschalter und Lounges anbieten können", erklärte Duso. "Ohne diskriminierungsfreien Zugang zu Vertriebs- und Serviceflächen bleibt jeder Wettbewerb auf der Schiene halbherzig."

Brandenburg warnt vor Verdrängung auf weniger ausgelasteten Strecken

Die DB Infra Go müsse dies nun in ihre Nutzungsbedingungen einbauen. "Die Wettbewerberklausel wirkt dann bei der Erstellung des Netzfahrplans für 2028, die im Jahr 2027 stattfindet", so die Bundesnetzagentur. In den vergangenen Tagen hatten mehrere Bundesländer in Schreiben, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen, versucht, die Entscheidung noch in eine andere Richtung zu lenken.

Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) kritisierte dementsprechend die heutige Entscheidung: "Ich bin ehrlich gesagt entsetzt und enttäuscht über diese Entscheidung", sagte er. Es werde seit über 20 Jahren über Wettbewerb auf der Schiene geredet und man wisse inzwischen, dass Wettbewerb nicht automatisch ein besseres Angebot bedeute. "Wenn klare Vorgaben fehlen, wird aus Wettbewerb schnell Rosinenpickerei", so Crumbach. Die lukrativen Metropolenachsen würden weiter ausgebaut, während die Regionen in der Fläche das Nachsehen haben. Hintergrund ist, dass längere Verbindungen für Schnellzüge der DB InfraGo höhere Einnahmen bringen.

Crumbach: Quersubventionierung entfalle

Für Brandenburg befürchte Crumbach: weniger Halte, schlechtere Anschlüsse,
dünnere Takte – gerade dort, wo Menschen auf die Bahn angewiesen sind. "Erst muss die Infrastruktur stabil und leistungsfähig gemacht werden. Dann können wir über zusätzlichen Wettbewerb reden." In einer Stellungnahme Brandenburgs hieß es vorab: "Ein zentrales Problem besteht darin, dass sich der Fernverkehr künftig verstärkt auf wirtschaftlich attraktive Strecken und Trassen fokussieren dürfte." Die bisherige Quersubventionierung schwach ausgelasteter Fernverkehrsverbindungen durch Einnahmen aus lukrativen Strecken entfalle dadurch. Deswegen sei die Gefahr einer Verdrängung konkret.

Hintergrund der Entscheidung der Netzagentur sind die Pläne von Italo. Der private Betreiber von Hochgeschwindigkeitszügen will ab April 2028 auch in den deutschen Fernverkehr einsteigen.

Italo fordert langfristige Verträge

Das Vorhaben hängt maßgeblich davon ab, welchen Zugang die Italiener zum bereits jetzt überlasteten Netz in Deutschland erhalten. Über die Trassenzugänge entscheidet die DB Infra Go, die wiederum unter der Aufsicht der Netzagentur steht. Italo fordert wegen Investitionen von rund 3,6 Milliarden Euro langfristige Perspektiven - konkret Rahmenverträge für bis zu 15 Jahre. Dazu dürfte es aber bis 2031 nicht kommen.

Strecken in Deutschland, die Bahnunternehmen Italo ab 2028 bedienen will (Quelle: Map Tiler / OpenStreetMap) Strecken in Deutschland, die Bahnunternehmen Italo ab 2028 bedienen will (Quelle: Map Tiler / OpenStreetMap)

Sendung: rbb24 Inforadio, 17.07.2026, 12:20 Uhr
Audio: rbb24 Inforadio, 17.07.2026, Jonas Ziegler

Mehr bei rbb|24
Der Abbau der Anlagen im ehemaligen KKW Rheinsberg erfolgt durch die bundeseigene EWN (Quelle: dpa/nens Kalaene)
Symbolbild: Ein älterer Mann zieht in Berlin einen Wagen hinter sich her. (Quelle: Picture Alliance/Robert Schlesinger)
Hotel-Roboter im Seehotel Potsdam. (Quelle: rbb)
Der Industriepark Schwarze Pumpe (ISP) im südlichen Brandenburg. (Quelle: Picture Alliance/Patrick Pleul)
Symbolbild: Verkaufsregal einer Bäckerei. (Quelle: Picture Alliance/Thorsten Wagner)
E-Fahrzeuge an der Ladestation. (Quelle: dpa)

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Fernverkehrsmarkt: Bahn muss mehr Platz für Konkurrenten schaffen 05.5330-06-2026
2Регулятор Германии предложил ограничить доступ Deutsche Bahn к перегруженным магистралям0701-07-2026
3Italo im Bahn-Fernverkehr: Brandenburg als Bremsklotz?011.6715-07-2026
4Verkehrsminister drohen im Streit um Schienenmaut mit Klage06.7807-08-2026
5Streit um S-Bahn-Ausschreibung in Berlin beendet015.2626-06-2026
6РЖД ожидают получить 880 пассажирских вагонов в 2023 году0015-02-2023
7"Ъ": РЖД готовят предложения по изменению тарифной модели0020-03-2020
8Билеты на поезд изменятся020.5331-07-2026
9Пассажиры верхних и нижних полок в поездах получат равные права на размещение багажа0013-02-2020
10Минтранс и РЖД должны до 1 апреля представить план модернизации БАМа и Транссиба0026-03-2020

Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 12.59. Источник: www.rbb24.de.