Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach setzt sich in der zweiten Runde des WFV-Pokals mit 3:1 gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen durch. Nico Zahner trifft dreimal.
Stand: 02.08.2026, 17:26 Uhr
Von: Tim Abramowski

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach setzt sich in der zweiten Runde des WFV-Pokals mit 3:1 gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen durch. Nico Zahner trifft dreimal.
Aalen-Hofherrnweiler. Dieses Ostalb-Derby in der zweiten Runde des WFV-Pokals hatte alles, was ein packendes Pokalspiel braucht: Kampf bis an die Grenzen, hitzige Szenen, zwei Platzverweise und einen Helden auf Seiten der Gastgeber. Mit einem Dreierpack führte Kapitän Nico Zahner die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach zu einem insgesamt verdienten 3:1-Erfolg über die Sportfreunde Dorfmerkingen. Die Gäste hielten aber trotz doppelter Unterzahl stark dagegen und konnten lange auf die Verlängerung hoffen.
TSG hat die ersten ChancenDie Gastgeber erwischten den deutlich besseren Start. Philipp Kees scheiterte zunächst an der Latte (9.) und köpfte wenig später knapp am langen Pfosten vorbei (12.). Hofherrnweiler bestimmte die Partie, ließ Ball und Gegner laufen und erspielte sich Chance um Chance. „Die ersten 20 Minuten hat man nur eine Mannschaft spielen gesehen. Wir wollten zeigen, dass wir zuhause eine Macht sein wollen – und das haben wir heute bestätigt“, sagte TSG-Trainer Leonard Gjini.
Rote Karte für CamaraNach gut einer halben Stunde wurde das Derby endgültig hitzig. Yamoussa Camara sah nach einem Foulspiel an Jermain Ibrahim die Rote Karte (34.). Kurz vor der Pause belohnte sich die TSG schließlich. Im Strafraumgewühl reagierte Nico Zahner am schnellsten und schob zum hochverdienten 1:0 ein (42.).
Für Dorfmerkingens Trainer Stefan Schill waren die Anfangsphase und die erste Rote Karte die Knackpunkte: „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Die Rote Karte und das Gegentor waren natürlich zwei richtige Knackpunkte.“
Walter verpasst den AusgleichDirekt nach Wiederbeginn bot sich den Gästen durch Benjamin Walter zwar die große Chance zum Ausgleich, doch der Ball ging haarscharf am Tor vorbei. (47.). In der 51. Minute folgte schließlich der nächste Nackenschlag. Nico Rodewald sah nach einem Stoßen ebenfalls die Rote Karte (51.) – Dorfmerkingen musste fast die komplette zweite Halbzeit mit nur neun Spielern bestreiten.
Trotz doppelter Überzahl tat sich die TSG nun überraschend schwer. Mehrfach fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Genau das ärgerte auch Gjini: „Zweimal Latte, mehrere Hundertprozentige – wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht.“ Auch der dreifache Torschütze Nico Zahner bestätigte diesen Eindruck: „Nach der zweiten Roten Karte denkt man vielleicht, dass es von alleine geht. Aber gegen Dorfmerkingen funktioniert das nicht. Da müssen viele Spieler Verantwortung übernehmen. Das haben wir nicht immer geschafft.“
Sportfreunde gleichen ausDie Gäste bewiesen dagegen große Moral und wurden im hitzigen und intensiven Derby immer stärker. Walter setzte sich stark durch und legte mustergültig für Ismael Kone auf, der zum 1:1 einschob (67.). Der Treffer war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient und plötzlich war das Derby wieder völlig offen. „Das zeichnet unsere Mannschaft aus, dass wir nie aufstecken. Auch mit neun Spielern waren wir bis zum Schluss dran und haben uns mit dem Ausgleich belohnt“, lobte Schill den kämpferischen Auftritt seiner Mannschaft.
Dorfmerkingen hätte in der 82. Minute sogar in Führung gehen können. Kone scheiterte an Schlussmann Joshua Barth. Stattdessen ging kurz darauf die TSG erneut in Führung. Julian Köhnlein scheiterte zunächst noch an Dorfmerkingens Torhüter Alverik Montag, Nico Zahner stand schließlich goldrichtig und schob zum 2:1 ein (84.).
In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch. Dorfmerkingen forderte nach einem vermeintlichen Foulspiel an Daniel Nietzer vehement einen Elfmeter, der Pfiff blieb jedoch aus. Stefan Schill ärgerte sich nach der Partie: „Daniel Nietzer wurde getroffen, ansonsten wäre er weitergelaufen. Leider gab es den Elfmeter nicht".
Zahner macht alles klarDen Schlusspunkt setzte schließlich erneut Zahner. Er spitzelte den Ball am Dorfmerkinger Keeper vorbei und machte mit seinem dritten Treffer den 3:1-Endstand perfekt (90.+3.).
„Wir sind ruhig geblieben und haben uns auf unser Spiel konzentriert. Das hat sich am Ende ausgezahlt“, bilanzierte Gjini. Zahner ergänzte: „Natürlich bin ich über die drei Tore glücklich. Aber viel wichtiger ist, dass wir weiter sind.“
Damit zieht die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach verdient in die dritte Runde des WFV-Pokals ein. Nach einem Ostalb-Derby voller Emotionen, Platzverweise und Diskussionen wartet nun das nächste Highlight: das Duell gegen den VfR Aalen.
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