Dominique Heintz steht beim ersten Drittliga-Heimspiel im Trikot der Düsseldorfer mutmaßlich eine kuriose Ausgangslage bevor: Der ehemalige Kölner wird im Vergleich zu seinem Gegenspieler gleich doppelt so alt sein. Die Konstellation ist ohnehin speziell.
Der erst 16-jährige Jakov Dedic (l.) glänzte beim Pflichtspiel-Debüt im Hoffenheim-Trikot.
Foto: IMAGO/foto2press/IMAGO/Oliver ZimmermannDüsseldorf · Dominique Heintz steht beim ersten Drittliga-Heimspiel im Trikot der Düsseldorfer mutmaßlich eine kuriose Ausgangslage bevor: Der ehemalige Kölner wird im Vergleich zu seinem Gegenspieler gleich doppelt so alt sein. Die Konstellation ist ohnehin speziell.
Auf Fortuna warten gleich zwei große Unbekannten. Wie stark sind die beiden Zweitvertretungen in der Dritten Liga einzuschätzen? Das ist die Frage, die sich viele Düsseldorfer Anhänger spätestens seit der Veröffentlichung des Spielplans stellen. Die ersten beiden Heimspiele in der Liga bestreitet der Absteiger gegen die U23-Teams – den Anfang macht die TSG Hoffenheim II, die am Samstag (14 Uhr) in der Stockumer Arena gastiert. Der Fokus hat sich für das Fortuna-Trainerteam in den vergangenen Tagen noch einmal verschoben – das hängt in erster Linie mit einem Wechsel in die Bundesliga zusammen.
Deniz Zeitler galt in der abgelaufenen Saison als gefährlichster Spieler der Hoffenheim-Zweitvertretung. Mit gerade einmal 18 Jahren ging der Offensivspieler in seine erste Spielzeit für die TSG II und beendete sie mit gleich 15 Treffern in der Dritten Liga. Es war keineswegs überraschend, dass Teams aus den ersten beiden Ligen wegen Zeitler anklopften – unter anderem der SC Paderborn. Der Bundesliga-Aufsteiger hat sich mittlerweile die Dienste des gebürtigen Ingolstädters auf Leihbasis gesichert, in der bevorstehenden Saison läuft er für die Ostwestfalen auf.
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Der mittlerweile 19-Jährige galt noch vor wenigen Wochen als eine der heißesten Aktien in der Dritten Liga, da werden sich sicherlich auch schon die Düsseldorfer intensiv mit ihm befasst haben. Nun steht aber fest, dass er keine Gefahr für das Trainerteam um Alexander Ende darstellen wird. Durch den Abgang wird es aber durchaus spektakulär. Denn beim ersten Ligaspiel gegen Rostock (2:3) trat Jakov Dedic in Zeitlers Fußstapfen und erzielte gleich einen Treffer gegen den Aufstiegskandidaten. Das Besondere: Dedic ist gerade einmal 16 Jahre alt.
Dedic wechselte erst im vergangenen Monat aus der Jugend des kroatischen Klubs NK Osijek nach Hoffenheim. Medienberichten zufolge ließ sich der Bundesligist die Dienste des Angreifers 850.000 Euro kosten – und lässt ihn nun erst einmal bei der Zweitvertretung spielen. Die Kadersituation am ersten Spieltag gab den Düsseldorfern zumindest schon einmal Aufschluss darüber, mit welchem Personal die Hoffenheimer in die erste Saisonphase gehen.
Das variiert bei den Zweitvertretungen immer wieder. In der vergangenen Rückrunde kam etwa Luis Engelns, Sohn von Ex-Bundesliga-Trainer Daniel Farke, zu 15 Drittliga-Einsätzen für die Hoffenheimer U23, nachdem er im Winter für drei Millionen Euro zur TSG gewechselt war. Trotz des Millionen-Investments sah Hoffenheim davon ab, den Ex-Paderborner bei den Profis einzusetzen – durchaus ein Nachteil für die Drittliga-Gegner im Laufe der Rückrunde. Durch die guten Startelf-Chancen für den erst 16-jährigen Dedic könnte es zur kuriosen Konstellation kommen, dass Dominique Heintz im Vergleich zu seinem direkten Gegenspieler am Samstag gleich doppelt so alt ist.