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Im Ernstfall Dutzende Tote: Behörden versenden Notfallmeldung über ICE-Brand per Fax

Дата публикации: 10-08-2026 14:03:00

Nach der katastrophalen Rettungsübung mit einem brennenden ICE in Thüringen werden unfassbare Details bekannt: So wurden die Behörden per Fax über den Notfall informiert.

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Nach der katastrophalen Rettungsübung mit einem brennenden ICE in Thüringen werden unfassbare Details bekannt: So wurden die Behörden per Fax über den Notfall informiert; es kam zu haarsträubenden Technik- und Kommunikations-Pannen.

  • Im Video oben: „Längst alle tot“: Übung mit ICE-Brand in Thüringen endet im Desaster

Der Bericht von FOCUS online über den desaströsen Ausgang einer Katastrophenschutzübung in Thüringen hat deutschlandweit für Kopfschütteln und Entsetzen gesorgt. Bei dem Test auf der ICE-Strecke zwischen Nürnberg und Erfurt war der Brand eines mit 100 Passagieren besetzten Zuges im Tunnel simuliert worden.

Weil Rettungskräfte erst lange Zeit nach Auslösen des Alarms am Unglücksort eintrafen, wären im Ernstfall wohl Dutzende Menschen gestorben.

Debakel bei Rettungsübung: FOCUS online kennt unfassbare Details

Nachdem das Thüringer Innenministerium bereits am Sonntag darauf verwiesen hatte, dass die Verantwortung für die missglückte Übung beim Ilm-Kreis lag, konfrontierte FOCUS online die zuständige Landrätin Petra Enders (parteilos) an diesem Montag mit den Problemen bei der Übung.

Aus den Antworten der Kommunalpolitikerin geht hervor, dass es während des Tests zu haarsträubenden Pannen gekommen ist. Außerdem werden unfassbare Zustände in der Alarmierungskette bekannt.

Information über ICE-Katastrophe wurde per Fax verschickt

So wurde die Information über die – simulierte – ICE-Katastrophe und einen Massenanfall von Verletzten und Schwerstverletzten, die dringend Hilfe benötigen, per Fax verschickt.

Landrätin Petra Enders zu den erheblichen Verzögerungen: „Eine Ursache ist der interne Meldeweg der Deutschen Bahn, der aus meiner Sicht viel zu lang ist, sowie der Alarmierungsweg innerhalb der Thüringer Leitstellen via Fax. Ein Fax halte ich für nicht mehr zeitgemäß. Hier ist dringender Handlungsbedarf erforderlich. Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung.“

Landrätin

Petra Enders, parteilose Landrätin im Ilm-Kreis (Thüringen) kritisiert die Abläufe der Notfallübung Landratsamt

Ein weiterer Faktor, der die Abläufe massiv erschwerte, war demnach, „dass sich die Türen des Zugs von außen nicht öffnen ließen“, so die Landrätin. „Normalerweise lassen sich die Türen mit einem Vierkantschlüssel der Bahn, über den die Tunnelbasiseinheiten verfügen, entriegeln, wenn der Zug komplett heruntergefahren wurde, wie es eigentlich in einem solchen Szenario üblich ist.“

Türen des Zugs ließen sich von außen nicht öffnen

Allerdings verwies Enders darauf, dass im Ernstfall Fenster eingeschlagen beziehungsweise die Waggons mit Spezialtechnik geöffnet werden würden. Das sei bei der Übung verständlicherweise nicht gemacht worden. Doch das Türen-Problem habe „zu einer Zeitverzögerung geführt“.

Außerdem kam es zu Kommunikationsproblemen zwischen den Rettungseinheiten, der Einsatzleitung und der Leitstelle, so Enders. Zudem gab es „einen technischen Ausfall in der Leitstelle“. Der erschwerte „die Kommunikation mit den benachbarten Leitstellen, die im Ernstfall zur Unterstützung angefragt werden“. Dies sei zunächst nicht aufgefallen, „weil es zeitgleich zwei schwere Verkehrsunfälle im Ilm-Kreis gab, bei denen zunächst die Priorität lag“.

Landrätin: Deutsche Bahn muss ihre Abläufe prüfen

Rettungskräfte, die eigentlich zu der ICE-Übung eilen wollten, standen selbst in den Staus und kamen verspätet am Tunnel an. „Allerdings muss auch hier gesagt werden: Das kann auch unter realen Bedingungen passieren“, so Enders.

Die Landrätin weiter: „Eine Erkenntnis dieser Übung ist für mich, dass die Deutsche Bahn intern noch einmal ihre Abläufe prüft, ihre Mitarbeitenden schult und ermittelt, ob es zu technischen Problemen beim Herunterfahren des Zugs gekommen ist.“

Außerdem müssten dringend Konsequenzen aus der fehlgeschlagenen Übung gezogen werden. Dazu zählen:

  1. Alarmierungskette prüfen und auf einen zeitgemäßen Stand bringen
  2. Kommunikation: gemeinde-, landkreis- und länderübergreifende Zusammenarbeit stärken durch Schulungen und (auch fiktive) Notfallübungen
  3. Sinnvoll wäre auch eine einheitliche Stabsunterstützungssoftware auf allen Einsatzleitwagen sowie eine zentrale Festlegung durch das Land. Dies spart Zeit und Kommunikationsprobleme.

Petra Enders: „Die Übung hat nicht das Ergebnis gezeigt, was wir gerne sehen wollten, aber sie hat deutlich die Probleme aufgezeigt, die es anzugehen gilt.“

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Классификация: Происшествия. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 10.38. Источник: rss.focus.de.