Neben Amazon Prime Video & Co. sollen mit dem Waipu.tv Stick (2. Gen.) auch klassische Fernsehprogramme auf dem TV landen. Was die Allround-Lösung kann, zeigt der Test.
Neben Amazon Prime Video & Co. sollen mit dem Waipu.tv Stick (2. Gen.) auch klassische Fernsehprogramme auf dem TV landen. Was die Allround-Lösung kann, zeigt der Test.
Im Test überzeugte der Waipu.tv Stick (2. Gen.) mit einer gelungenen Kombination aus üppigem Streaming-Mix, Mediatheken und klassischem Fernsehprogramm. So hat die TV-Übertragung von Waipu nützliche Extras wie eine Aufnahme- und Neustart-Funktion im Gepäck. Die Bedienung geht leicht von der Hand und lässt sich je nach Vorliebe auch per Google Assistant vornehmen. Nur bei TV-Funktionen hilft er nicht weiter. Die Bild- und Tonqualiät überzeugt ebenfalls. Gibt das Programm nichts her, landen mithilfe der Chromecast-Funktion kurzerhand Schnappschüsse und Urlaubsvideos auf dem Bildschirm.
Pro
Kontra
holen Filme und Serien von
Disney+,
Paramount+und vielen weiteren Anbietern auch auf ältere
Fernseherohne smarte Funktionen. Der Waipu.tv Stick (2. Gen.) hat zusätzlich Fernsehprogramme per Internet im Gepäck. Ein Kabelanschluss oder eine Satellitenschüssel sind damit überflüssig, verspricht der Hersteller. Doch lohnt sich der Griff zum kleinen Tausendsassa wirklich? COMPUTER BILD hat ihn getestet.
Der Waipu.tv Stick (2. Gen.) ist im Handumdrehen startklar. Nutzerinnen und Nutzer verbinden den Streamer zunächst per HDMI-Anschluss mit dem TV. Mit seiner kleinen Kabelverlängerung nimmt er dabei nicht mehr Platz als nötig in Anspruch, sodass etwa eng nebeneinanderliegende HDMI-Slots weiterhin zugänglich bleiben. Strom erhält der Stick über ein mitgeliefertes Netzteil. Eine Steckdose sollte daher in Reichweite sein. Im Gegensatz zu der Stick-Konkurrenz von Amazon bietet das Waipu-Modell einen LAN-Anschluss. Das ist nützlich, wenn der Fernsehabend etwa unter einer schwachen WLAN-Verbindung leidet. Nach dem Einschalten des Sticks führt ein Installationsassistent durch die simple Einrichtung. Besonders schnell ist die Verbindung von Internet & Co. dabei per
Android-Smartphonehergestellt.

Nicht rechtzeitig eingeschaltet? In der Programmvorschau lassen sich Sendungen per Neustart-Funktion von Anfang an schauen.
Foto: COMPUTER BILD
Die anschließende Steuerung gelingt mit der beiliegenden Fernbedienung mühelos. Im Gegensatz zur Konkurrenz setzt Waipu auf ein deutlich größeres Modell, das unter anderem über Zifferntasten für die Fernsehprogramme verfügt. Neben Netflix ist die Waiputhek nur einen Knopfdruck entfernt. Sie bietet eine große Anzahl an Filmen und Serien, die sich zumeist aus betagteren Angeboten zusammensetzt. Praktisch: Über die Fernbedienung lässt sich auch der Fernseher ein- und ausschalten und die Lautstärke regeln. Nutzerinnen und Nutzer bleibt das lästige Wechseln zwischen mehreren Steuerungen somit erspart. Wer lieber die Stimme bemüht, nutzt den Google Assistant. Er führt User etwa bei Suchanfragen auf Netflix oder Amazon Prime Video zuverlässig zum Ziel. Unbekannte Titel oder Aufforderungen führen jedoch automatisch zu YouTube. Den Zuschauenden ist damit nur bedingt geholfen. Auch das TV-Programm lässt sich nicht per Sprachbefehl durchsuchen. Besonders erfreulich ist hingegen die Tastenbeleuchtung, mit der Finger bei Schummerlicht immer ins Schwarze treffen.

Beim Filmabend geht der Fernbedienung ein Licht auf.
Foto: COMPUTER BILD
Der Waipu.tv Stick (2. Gen.) punktet mit einer riesigen Fülle an Unterhaltungsformaten. So stehen etwa mit dem Jahrespaket "Waipu.tv Start" über 200 TV-Sender für monatlich 4,99 Euro zur Verfügung. Den Stick gibt es dabei zur Miete inklusive. Hinzu kommen weitere Extras wie das Pausieren, Aufnehmen, erneute Starten und Vor- und Zurückspulen von laufenden Sendungen. Auch die Auswahl an Streaming-Diensten lässt kaum Wünsche offen, so sind von Netflix über Amazon Prime, Disney+ und Paramount+ bis hin zu DAZN und Wow alle bekannten Anbieter vertreten. Obendrauf kommen die Mediatheken der TV-Sender. Wer lieber Musik hört, kommt etwa mit
Spotifyund Internetradio auf seine Kosten. Trotz der üppigen Auswahl bleibt die Startseite des Streaming-Sticks übersichtlich. So findet sich am oberen Rand unter anderem das Angebot von Waipu.tv mit
IPTV(Internet Protocol Television), Programmübersicht und Waiputhek sowie die Einstellungen. Darunter folgt eine Empfehlung aktueller Sendungen und eine Leiste mit den favorisierten Apps. Sie lässt sich je nach Geschmack flink anpassen. Wer weiter nach unten klickt, stößt auf eine bunte Mischung an Film- und Serienvorschlägen. Auch die Geräteoptionen lassen sich über die Android-TV-14-Benutzeroberfläche simpel anpassen.

Wer ein Abo bei Waipu.tv abschließt, erhält kostenlosen Zugriff auf die Waiputhek.
Foto: COMPUTER BILD
Farben und Bildschärfe liefert der Stick in toller Qualität. So gibt er neben HD- auch UHD-Streams aus. HDR-Filme mit höherem Farb- und Kontrastumfang stellen ebenfalls kein Problem dar. Zu beachten ist dabei, dass der angeschlossene Fernseher die gleichen Voraussetzungen erfüllen muss, da ansonsten nichts vom erhöhten Kontrasteindruck zu sehen ist. Die verfeinerte HDR-Variante Dolby Vision beherrscht der Waipu.tv Stick (2. Gen.) jedoch nicht. Ein Nachteil zum klassischen Fernsehanschluss ist die verzögerte Programmauslieferung. Im Vergleich zum Kabelfernsehen erfolgte die Übertragung per Internet im Test etwa 20 Sekunden später. Die Übertragung eigener Fotos und Videos konnte sich in der Praxis gleichermaßen sehen lassen. Sie landen flink per Chromecast-Funktion auf dem großen Bildschirm. Den Ton gibt der Stick in Stereo oder Raumklang aus. Je nach gekoppeltem Audio-Gerät ist Dolby Digital, Dolby Digital Plus oder Dolby Atmos hörbar. Jubelndes Publikum sorgt damit etwa für Stadionfeeling im Wohnzimmer. Alternativ lassen sich
Kopfhörerper Bluetooth verbinden.
Waipu.tv
79,99 EUR
Im Test überzeugte der Waipu.tv Stick (2. Gen.) mit einer gelungenen Kombination aus üppigem Streaming-Mix, Mediatheken und klassischem Fernsehprogramm. So hat die TV-Übertragung von Waipu nützliche Extras wie eine Aufnahme- und Neustart-Funktion im Gepäck. Die Bedienung geht leicht von der Hand und lässt sich je nach Vorliebe auch per Google Assistant vornehmen. Nur bei TV-Funktionen hilft er nicht weiter. Die Bild- und Tonqualiät überzeugt ebenfalls. Gibt das Programm nichts her, landen mithilfe der Chromecast-Funktion kurzerhand Schnappschüsse und Urlaubsvideos auf dem Bildschirm.
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