Die Ukraine greift immer häufiger Ziele tief im russischen Hinterland an. Neue Drohnenprogramme sollen die Versorgung der russischen Armee stören und den Druck auf Moskau erhöhen.
Die Ukraine greift immer häufiger Ziele tief im russischen Hinterland an. Neue Drohnenprogramme sollen die Versorgung der russischen Armee stören und den Druck auf Moskau erhöhen.
Die Ukraine hat ihre Angriffe auf Ziele weit hinter der russischen Grenze in den vergangenen Monaten deutlich ausgeweitet. Dabei stehen nicht nur militärische Einrichtungen im Visier, sondern auch Treibstofflager, Industrieanlagen und wichtige Nachschubwege.
Nach Angaben ukrainischer Stellen soll die neue Strategie die Versorgung der russischen Streitkräfte erschweren und den Krieg auch fern der Front spürbar machen. Darüber berichtet das polnische Portal „WP Tech“.
Auslöser der Entwicklung sollen Reformen sein, die der frühere ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow innerhalb weniger Monate angestoßen habe. Laut dem Bericht wurden die Beschaffung großer Drohnenmengen vereinfacht und zusätzliche Mittel für Angriffe auf Ziele im russischen Hinterland bereitgestellt.
Seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres habe die Zahl solcher Einsätze stark zugenommen. Die Ukraine greife Raffinerien, Munitionslager, Fabriken der Rüstungsindustrie sowie Verkehrswege an. Auch Ziele in mehr als 2.000 Kilometern Entfernung seien bereits erreicht worden. Nach ukrainischen Angaben soll dadurch die russische Logistik erheblich belastet werden.
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Zum Einsatz kommen überwiegend vergleichsweise einfache Drohnen, die aus frei verfügbaren Bauteilen hergestellt werden. Sie fliegen mithilfe von Satelliten- und Trägheitsnavigation und können je nach Modell unterschiedliche Sprengladungen transportieren. Teilweise verfügen sie über Kameras und Programme zur automatischen Zielerkennung.
Nach Einschätzung ukrainischer Stellen gleicht die große Zahl eingesetzter Drohnen deren vergleichsweise einfache Bauweise aus. Selbst wenn viele Fluggeräte abgefangen würden, könnten nicht alle potenziellen Ziele geschützt werden. Ziel der Angriffe sei es, die russischen Nachschublinien zu schwächen und die Versorgung der auf der Krim sowie im Süden der Ukraine stationierten Truppen zu erschweren.