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Windows 11: Temporäre Dateien löschen mit Bordmitteln

Дата публикации: 18-08-2026 08:04:00

Datenmüll auf der Festplatte kostet unnötig Speicherplatz und kann Windows ausbremsen. Wir verraten, wie Sie temporäre Dateien löschen – mit Bordmitteln.

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Windows 11: Temporäre Dateien löschen mit Bordmitteln

Möchten Sie temporäre Dateien löschen, brauchen Sie keine Zusatzprogramme. Windows bietet verschiedene Bordmittel. Eines davon arbeitet sogar automatisch.

Foto: iStock.com/MargarytaVakhterova, Microsoft

Datenmüll auf der Festplatte kostet unnötig Speicherplatz und kann Windows ausbremsen. Wir verraten, wie Sie temporäre Dateien löschen – mit Bordmitteln.

Windows-User kennen das Problem: Mit der Zeit sammelt sich auf der Festplatte mehr und mehr Datenmüll, der wichtigen Speicherplatz kostet und das System schlimmstenfalls ausbremst. Dazu gehören übrig gebliebene Installationsdateien von Programmen, alte Windows-Updates oder Dateien im Systemcache, die Windows nur kurzfristig benötigt hat. Um solche temporären Dateien über Bord zu werfen, greifen Betroffene meist zu speziellen Reinigungs-Programmen von Drittanbietern.

Der bekannteste Vertreter dieser Software-Gattung ist wohl der

CCleaner

, und mit dem

PC Manager

bietet Microsoft sogar einen eigenen PC-Cleaner. Wie der Konzern in einem

Support-Artikel

verrät, sind solche Zusatzprogramme aber gar nicht nötig. Schließlich kann Windows mit Bordmitteln temporäre Dateien löschen, sogar automatisch.

Kennzeichnung für einen externen LinkPackshot Windows 11 Home

Windows 11 Home Lizenz

Automatische Reinigung mit Storage Sense

Die einfachste Option zum Aufräumen der Festplatte ist

Windows Storage Sense

. Das in Windows 10 und Windows 11 enthaltene Bordmittel löscht temporäre Dateien im Hintergrund ganz automatisch, muss dazu aber einmalig aktiviert werden. Das geht so:

  1. Klicken Sie im Startmenü auf Einstellungen, im neuen Fenster auf System und auf Speicher.
  2. Nach einem Klick auf Speicheroptimierung (Windows 11) beziehungsweise Konfigurieren Sie die Speicheroptimierung (Windows 10) stellen Sie den Schieberegler auf "Ein".
  3. Legen Sie nach einem Klick auf Bei wenig freiem Speicherplatz fest, wie oft die Bereinigung ausgeführt werden soll, etwa täglich, wöchentlich oder monatlich.
  4. Die erste Speicheroptimierung lösen Sie weiter unten manuell per Klick auf Speicheroptimierung jetzt ausführen oder Jetzt bereinigen aus. Künftig macht Windows das automatisch.

Screenshot eines Windows-11-Desktops mit geöffnetem Dialogfenster „Datenträgerbereinigung für (C:)“. Im Hintergrund ist der blaue Standardhintergrund von Windows 11 zu sehen. Im Fenster wird angezeigt, dass durch die Bereinigung des Laufwerks C: bis zu 26,0 GB Speicherplatz freigegeben werden können. Darunter befindet sich eine Liste mit auswählbaren Dateikategorien. Sichtbar sind unter anderem DirectX-Shadercache, Dateien für die Übermittlungsoptimierung, Papierkorb, Temporäre Dateien und Miniaturansichten. Neben den Einträgen stehen die jeweiligen Größen, darunter 120 MB, 25,7 GB, 2,79 MB und 36,2 MB. In der Liste ist Miniaturansichten ausgewählt. Unterhalb der Liste wird bei „Speicherplatz, der freigegeben wird“ der Wert 173 MB angezeigt. Im unteren Bereich befindet sich ein Beschreibungsfeld mit einem Text zu heruntergeladenen Programmdateien. Darunter sind die Schaltflächen „Systemdateien bereinigen“ und „Dateien anzeigen“ sichtbar. Rechts unten befinden sich die Schaltflächen „OK“ und „Abbrechen“.

Die klassische Datenträgerbereinigung ist in Windows 11 versteckt. In Windows 10 ist sie über das Eigenschaften-Menü des Systemlaufwerks zu finden und startet per Klick auf Bereinigen.

Foto: COMPUTER BILD

Klassische Datenträgerbereinigung

Schon lange vor der automatischen Speicheroptimierung verließen sich Windows-Nutzerinnen und -Nutzer auf die

Datenträgerbereinigung

. Das Bordmittel war schon in Windows 98 enthalten und ist auch drei Dekaden später noch eines der effektivsten Werkzeuge zum Löschen von PC-Datenmüll. Die Datenträgerbereinigung entfernt neben temporären Dateien auch Surfspuren, Fehlerberichte, heruntergeladene Programmdateien und Updates, den Cache der Übermittlungsoptimierung und sogar Reste früherer Windows-Versionen. Dadurch lassen sich nicht selten mehrere Gigabyte Speicherplatz freigeben. So funktioniert es:

  1. Drücken Sie die Windows-Taste+R, und tippen Sie im neuen Fenster cleanmgr ein. Drücken Sie anschließend die Eingabetaste.
  2. In der folgenden Liste hat Windows den unnötigen Datenmüll bereits ausgewählt. Sie können die Auswahl mit Häkchen ergänzen, etwa um auch den Papierkorb zu leeren. Wieviel Speicherplatz die jeweilige Option freigibt, sehen Sie in der Liste ganz rechts.
  3. Klicken Sie auf OK und auf Dateien löschen.

Zusatztipp: Mit Klicks auf Systemdateien bereinigen und OK erweitern Sie den Reinigungsumfang deutlich und können noch mehr Speicherplatz freigeben – etwa durch das Entfernen veralteter Windows-Updates.

Temporäre Dateien manuell löschen

Fortgeschrittene Windows-User und Wagemutige weist Microsoft auf die Möglichkeit hin, temporäre Dateien manuell zu löschen, indem Sie die entsprechenden Windows-Ordner leeren. Das geht so:

  1. Drücken Sie die Tastenkombination Windows-Taste+R, und tippen Sie %temp% ein. Anschließend drücken Sie die Eingabetaste.
  2. Drücken Sie Strg+A, um alle in dem Ordner enthaltenen Dateien zu markieren.
  3. Drücken Sie die Taste Entf, um die gewählen Dateien zu löschen. Meldet Windows, dass Dateien gerade verwendet werden und deswegen gesperrt sind, klicken Sie jeweils auf Überspringen.
  4. Leeren Sie auf die gleiche Weise den Ordner C:\Windows\Temp (nicht den kompletten Ordner löschen!).
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Lösch-Bordmittel in Windows: Fazit

Ganz neu sind die oben genannten Microsoft-Tipps bekanntlich nicht. Und während die automatische Reinigung mit Storage Sense auch Anfängern ohne Bedenken nahegelegt werden kann, ist die herkömmliche Datenträgerbereinigung nur fortgeschrittenen Windows-Usern zu empfehlen. Wer dort nämlich ohne genaueres Hinsehen einfach alle Dateien auswählt, löscht möglicherweise zu viel und verliert wichtige Daten.

Ähnliches gilt für das manuelle Leeren der temporären Windows-Ordner. Während die beschriebene Vorgehensweise auf Dauer allenfalls unkomfortabel ist, könnte sie unerfahrene User animieren, auch andere Systemordner entsprechend zu manipulieren – mit möglicherweise fatalen Folgen.

Dass die gezeigten Bordmittel kein vollwertiger Ersatz für ein echtes Tuning-Programm sind, zeigt ein Blick auf deren Ausstattung. Gute PC-Reiniger wie der WinOptimizer von Ashampoo räumen beispielsweise auch die Windows-Registrierungsdatenbank auf, stoppen unnötige Autostarts, sorgen für mehr Systemleistung beim Spielen, löschen den Browserverlauf, entfernen doppelte Dateien und blockieren Spionage-Funktionen von Windows.

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