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US-Börsen: KI-Aktien verlieren – Nasdaq notiert deutlich im Minus

Дата публикации: 18-08-2026 16:55:00

Mehrere widersprüchliche Signale erschweren für Anleger aktuell die Bewertung der stark gestiegenen Tech-Werte. Die übrige Börsenwelt bleibt davon weitgehend unberührt.

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Dow, S&P 500, Nasdaq: KI-Aktien verlieren – Nasdaq deutlich im Minus Mehrere widersprüchliche Signale erschweren für Anleger aktuell die Bewertung der stark gestiegenen Tech-Werte. Die übrige Börsenwelt bleibt davon weitgehend unberührt.

Ein Straßenschild an der New Yorker Börse. Foto: Reuters

Düsseldorf. An der Wall Street zeigt sich am Dienstag ein zweigeteiltes Bild. Während die Standardwerte aus Industrie und Dienstleistungsbereich im Mittel kaum Bewegung zeigen, verlieren Aktien aus dem KI-Bereich teilweise deutlich an Wert.

  • Der Leitindex Dow Jones liegt unverändert bei 53.384 Punkten.
  • Der breiter gefasste S&P 500 verliert knapp 0,5 Prozent auf 7708 Zähler.
  • Die technologielastige Nasdaq gibt ein Prozent nach auf 26.384 Punkte.
  • Der Nasdaq 100, der die 100 größten an der US-Technologiebörse Nasdaq gelisteten Nicht-Finanzunternehmen umfasst, liegt 1,4 Prozent im Minus bei 29.573 Punkten.

Chiphersteller und Tech-Aktien stehen derzeit von mehreren Seiten unter Druck. Der große, übergeordnete Trend sind die steigenden Renditen auf lang laufende Staatsanleihen, die wiederum auf höheren Inflationserwartungen fußen. Die 30-jährige US-Anleihe rentierte mit 5,33 Prozent so hoch wie seit 2007 nicht mehr.

Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen haben sich am Dienstag zunächst oberhalb von 4,7 Prozent gehalten. Bei den 30-jährigen US-Papieren stiegen sie zeitweise auf den höchsten Stand seit 19 Jahren. Markus Koch analysiert das Börsengeschehen.

Diese Entwicklung belastet vor allem Tech-Unternehmen, die für rapides Wachstum oft hohe Schulden aufgenommen haben. Ihre Kredite werden teurer, sofern angesichts höherer Inflation auch die Leitzinsen steigen, was wiederum auf den Kursen lastet.

Die Inflationserwartungen wiederum hängen angesichts des Irankriegs derzeit stark mit dem Ölpreis zusammen, der am Dienstag erneut steigt und sich inzwischen für die beiden wichtigsten Sorten Brent und WTI wieder den Niveaus annähert, die während aktiver Kampfhandlungen zu bezahlen waren.

Ein Barrel (159 Liter) der für Europa wichtigsten Rohölsorte Brent zur Lieferung im Oktober kostet am Dienstag 91 Dollar, also 0,4 Prozent mehr. Ein Barrel des US-Leichtöls WTI kostet 84 Dollar, was einem Plus von 0,6 Prozent entspricht.

Konjunkturdaten fallen überraschend aus

Die US-Importpreise sind im Juli überraschend gesunken. Sie sanken um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das US-Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Dafür sorgten vor allem sinkende Kosten für die Einfuhr von Rohöl.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einem leichten Anstieg von 0,1 Prozent gerechnet. Hinzu kommt, dass der Juni kräftig revidiert wurde: Demnach fielen die Einfuhrpreise um 0,3 Prozent, nachdem zunächst von einem Plus von 0,3 Prozent die Rede war.

Die USA importieren eine große Palette von Waren, Vorprodukten und Rohstoffen aus anderen Ländern. Daher wirken sich sinkende Einfuhrpreise auch auf die Lebenshaltungskosten aus. Der starke Preisauftrieb hatte sich zuletzt etwas abgemildert: Die Inflationsrate fiel im Juli auf 3,4 Prozent.

Darüber hinaus haben die US-Unternehmen ihre Produktion zu Beginn der zweiten Jahreshälfte etwas schwächer als erwartet hochgefahren. Industrie, Versorger und Bergbau stellten zusammen 0,2 Prozent mehr her als im Vormonat, wie die Fed am Dienstag mitteilte.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten mit einem Zuwachs von 0,3 Prozent gerechnet. Allerdings wurde der Anstieg im Vormonat Juni auf 0,3 (bisher: 0,1) Prozent nach oben revidiert. Der Ausstoß der Industrie allein wuchs im Juli um 0,2 Prozent. Auf diesen Sektor entfallen in den USA etwa zehn Prozent der Wirtschaftsleistung.

Die Geschäfte der US-Industrie liefen zuletzt so gut wie seit über vier Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex stieg im Juli auf 55,6 Punkte, nach 53,3 Zählern im Juni, wie das Institute for Supply Management (ISM) zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Das Barometer hielt sich damit den siebten Monat in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und erreichte das höchste Niveau seit Mai 2022.

Fed-Protokolle geben Hinweis auf Zinsentscheid

Für die Geldpolitik und damit für die Finanzmärkte wichtig ist ein Termin am Mittwoch. Dann veröffentlicht die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Protokolle ihrer Sitzung Ende Juli. Sie hatte die Leitzinsen in einer Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent belassen.

Die jüngsten Fed-Protokolle haben allerdings gezeigt, dass die Notenbanker zunehmend uneinig über Zinsentscheidungen sind. Die externen Signale helfen da nicht: Eine starke Berichtsaison trifft auf schwache Konjunkturzahlen und schwankende Inflationserwartungen.

Neue Daten vom Dienstag zeigen aber, dass die US-Importpreise im Juli überraschend gefallen sind. Sie sanken um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das US-Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Dafür sorgten vor allem sinkende Kosten für die Einfuhr von Rohöl. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einem leichten Anstieg von 0,1 Prozent gerechnet.

Hinzu kommt, dass der Juni kräftig revidiert wurde: Demnach fielen die Einfuhrpreise um 0,3 Prozent, nachdem zunächst von einem Plus von 0,3 Prozent die Rede war.

Die USA importieren eine große Palette von Waren, Vorprodukten und Rohstoffen aus anderen Ländern. Daher wirken sich sinkende Einfuhrpreise auch auf die Lebenshaltungskosten aus. Der starke Preisauftrieb hatte sich zuletzt etwas abgemildert: Die Inflationsrate fiel im Juli auf 3,4 Prozent.

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Blick auf Einzelwerte

Chipaktien: Titel der Branche wie Teradyne, Coreweave, Arm, Intel, Applied Materials und Micron verlieren zwischen vier und sieben Prozent. Auch Branchenführer Nvidia gibt gut zwei Prozent nach.

Klarna Group: Der Zahlungsdienstleister hat am Dienstag eine Prognosesenkung veröffentlicht: Der Zahlungsdienstleister rechnet nun mit einem Jahresumsatz zwischen 4,08 und 4,16 Milliarden Dollar. Bisher war das Unternehmen von 4,34 Milliarden Dollar ausgegangen. Es begründete seinen Pessimismus mit einer schwachen Geschäftsentwicklung in Deutschland, dem größten Markt des Unternehmens. Dies überschattete den überraschenden Gewinn des Unternehmens im zweiten Quartal. Die US-notierten Aktien sind um 21 Prozent eingebrochen.

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