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Wundersames aus dem Prüfinstitut: Blutsaugerboxen

Дата публикации: 29-04-2026 23:00:17

Unsere Testarbeit steckt voller wunder­samer Werk­zeuge und über­raschender Hilfs­mittel. Staunen Sie mit uns – diesmal über eine Kiste voller Stechmü­cken.

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  2. Wunder­sames aus dem Prüf­institut

Wunder­sames aus dem Prüf­institut Blutsaugerboxen
Wunder­sames aus dem Prüf­institut - Blutsaugerboxen

Hung­rig. Diese Labormü­cken erwartet ein Fest­mahl. © Studio Likeness

Unsere Testarbeit steckt voller wunder­samer Werk­zeuge und über­raschender Hilfs­mittel. Staunen Sie mit uns – diesmal über eine Kiste voller Stechmü­cken.

Puh! Im Mücken­spray-Labor summt es kräftig – und stinkt: Tausende Mücken an einem Ort verbreiten einen stechenden Geruch. Bei rund 28 Grad und etwa 70 Prozent Luft­feuchtig­keit surren sie durch Stoff­boxen und lassen sich mit Zucker­wasser und Blut füttern. Früher kam das aus Beuteln mit abge­laufenem Menschen­blut – doch daran krepierte einmal eine ganze Zucht­linie Mücken. Seitdem nehmen wir speziell gereinigtes Rinder­blut. Das ist ein streng über­wachtes Medizin­produkt, daher kosten 100 Milliliter rund 100 Euro.

Testsache: Zucht­kasten
  • Einsatz für: Tests von Mücken­sprays
  • Material: Gaze-Gewebe, Fiber­glas, Kunststoff
  • Preis: 70 Euro pro Stück
  • Bedarf: 15 Stück
Nur die Weibchen sind Blutsauger

Blut saugen ausschließ­lich Weibchen. Die Männ­chen haben nur einen Zweck: Sex. Darauf warten sie nicht 16 oder 17 Jahre, sie legen gleich am ersten Tag los. Weibchen lassen sich nur einmal befruchten. Die Männ­chen würden gern weitermachen, werden aber von den Damen empört weggetreten.

Mücken-Weibchen brauchen Blut, um Eier zu produzieren. Pro Test setzen wir rund 3 100 Mücken ein.

Dr. Dorit Munzke
Projektleiterin unseres Mücken­spray-Tests

Acht Stunden Stich­probe Wunder­sames aus dem Prüf­institut - Blutsaugerboxen

Guten Appetit. Die Probanden halten ihre einge­sprühten Arme unter den Glas­kasten und warten, ob die Mücken zustechen. © Stiftung Warentest / Daniel Coenen

Für den Test versetzen wir je 30 hung­rige Weibchen aus den Brutkästen in einen Glas­kasten von der Größe einer Umzugs­box. Dort wartet ein Fest­mahl auf sie: die Arme aufopferungs­voller Probanden, oft Studierende, besprüht mit mehr oder weniger wirk­samem Mücken­schutz. Die Probanden kommen nach acht Stunden Boxen­stopp meist mit fünf oder sechs Stichen davon. Dafür erhalten sie rund 120 Euro. Ein guter Tages­lohn für Studierende, aber bei weitem nicht genug für ein Gramm Mücken­eier. Das kostet um die 1 000 Euro.

Tipp: In unserem Test von Mücken- und Zeckenschutzmitteln erfahren Sie, welche Sprays am besten wirken und wie Sie sich sonst noch vor den Blutsaugern schützen können. Was im Sommer auch nicht fehlten darf: eine gute Sonnencreme – insbesondere für Kinder.

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