Wer sein Geld passend auf riskante und sichere Anlagen aufgeteilt hat, ist auch für einen Crash gewappnet. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, den Aktienanteil zu überprüfen.
Aktien bieten hohe Renditechancen, bergen aber auch Risiken. In den vergangenen Jahren überwog meist Ersteres – weshalb so mancher Anleger, manche Anlegerin mehr Geld in Aktien, ETF und Fonds stecken hat, als es eigentlich gut wäre. Gut heißt in diesem Fall: dem Risikotyp entsprechend. Wer angesichts der aktuellen Kursverluste nervös geworden ist, sollte daher seine Portfolio-Aufteilung überprüfen. Eventuell ist der Aktienanteil und somit das Gesamtrisiko zu hoch. Wir helfen dabei.
Darum ist eine gute Mischung so wichtigDer übliche Ratschlag bei Börsenturbulenzen heißt: Ruhe bewahren. Doch wie, wenn einem die Gewinne zerrinnen? Ein wichtiger Tipp vorweg: Schauen Sie in schlechten Zeiten keinesfalls nur auf Ihre Aktieninvestments. Betrachten Sie Ihr gesamtes Depot, inklusive Tagesgeld und Festgeld. Wer beispielsweise nur die Hälfte seines Geldes in Aktien-ETF investiert hat, den treffen Börsencrashs nur halb so stark – ein Grund, warum wir für die meisten Anleger das ausgewogene Pantoffel-Portfolio für passend halten, das zu je 50 Prozent aus Welt-ETF und Zinsanlagen besteht.
Den Zeithorizont einschätzenFür alle Anlegerinnen und Anleger, die noch viele Sparjahre vor sich haben, zeigt die folgende Analyse vor allem eins: Wer langfristig investiert bleibt, hat Turbulenzen an den Aktienmärkten in der Vergangenheit meist gut überstanden. Das zeigte sich etwa nach dem Platzen der Dot-Com-Blase im Jahr 2000, nach der Finanzkrise oder nach dem Corona-Crash. Was in der Praxis oft nicht funktioniert, ist spontanes Market Timing – also der Versuch, jetzt schnell alle seine Aktienanlagen zu verkaufen, um dann später zum richtigen Zeitpunkt wieder einzusteigen. Selbst Profis verpassen häufig den Wiedereinstieg und lassen so Renditechancen liegen.
Tipp: Interessiert es Sie, welche Krisen es früher gab, wie hoch die Verluste waren und wie lange die Erholung dauerte? In unserem Beitrag Die schlimmsten Börsencrashs finden Sie eine ausführliche Analyse.
Rentner haben oft mehr Zeit, als sie denkenWer kurz vor der Rente steht und seine Geldanlage für seine Altersvorsorge eingeplant hat, der hat zwar nicht mehr so viele Jahre vor sich wie jüngere Leute – aber auch nicht so wenige, wie er vielleicht denkt. Kaum jemand benötigt alle seine Ersparnisse komplett zu Beginn seines Ruhestands. Vielmehr kann ein erheblicher Teil des Geldes noch viele weitere Jahre in Aktien-ETF liegen und sich dort – hoffentlich – wieder vermehren.
Tipp: Wie Sie Ihr Vermögen im Alter nutzen können, zeigen wir Ihnen in unserem Beitrag Mit dem Pantoffel-Portfolio die Rente aufpeppen.
Mit unserer Analyse den Risikotyp bestimmenEin guter Maßstab, um die eigene Risikobereitschaft einzuschätzen, ist der maximale Verlust aus der Vergangenheit. Das ist der Wert, um den eine Geldanlage im schlimmsten Fall eingebrochen ist. Die folgende Grafik zeigt dazu verschiedene Misch-Portfolios, die aus einem Renditebaustein und aus einem Sicherheitsbaustein bestehen. Wir haben unterschiedliche Mischungsverhältnisse analysiert, angefangen von 0 Prozent Aktien (links) bis hin zu 100 Prozent Aktien (rechts).
Der Renditebaustein entspricht dem MSCI World Index, der Sicherheitsbaustein einem gemischten Euro-Staatsanleihenindex. Wir haben für jedes dieser Portfolios berechnet, wie stark der maximale Verlust und die längste Verlustphase waren (wobei wir Daten seit Anfang 2000 berücksichtigen). Beachten Sie: Der Verlust der Staatsanleihen ist während der Zinswende entstanden. Wie Anleihen genau funktionieren, lesen Sie im Beitrag Mit dem Bund auf Nummer Sicher.
| {{col.comment.i}} {{comment.i}} |
|---|
| {{col.comment.i}} {{comment.i}} |
|---|
Der Chart zeigt die Verlustrisiken für fünf ausgewählte Mischportfolios, weiter unten gibt es die Ergebnisse für 21 untersuchte Depotmischungen. Die Zahlen spiegeln den Zeitraum seit Anfang 2000 wider, also über die vergangenen 25 Jahre.
Der Clou: Wir geben Ihnen für jedes Portfolio zudem an, wie stark es aktuell im Minus liegt und mit welchen weiteren Verlusten Sie schlimmstenfalls noch rechnen müssen – falls es nochmals so schlimm kommt wie schon einmal in der Vergangenheit. Das hilft Ihnen zu bestimmen, mit welcher Mischung Sie am besten leben – und noch ruhig schlafen können. Beachten Sie, dass Sie die Verluste nicht einfach addieren können.
Staatsanleihen als sicherer HafenBleiben wir beim ausgewogenen Pantoffel-Portfolio: Hier beträgt der bisher schlimmste Verlust 27 Prozent (mittlere Balkengruppe in der Grafik oben). Hätte jemand ein reines Aktienportfolio gehabt, hätte sein maximaler Verlust sogar bei 60 Prozent gelegen (rechts). Der Grund, warum die halbe Aktienquote nicht genau den halben Verlust ergibt, liegt am Zusammenspiel von Aktien und Zinsanlagen. Häufig erweisen sich Staatsanleihen in einer heftigen Krise als Stabilitätsanker und mildern Aktienverluste ein wenig ab. Lesen Sie dazu auch unsere aktuelle Analyse der Märkte.
Passt das Risiko? Wenn nicht, sollten Sie handelnDie unten stehende Tabelle beschreibt die Risiken verschiedener Mischportfolios. Schauen Sie sich die potenziellen möglichen Verluste in der Tabelle an, um die passende Aktien-Anleihen-Mischung zu bestimmen. Beachten Sie: Es handelt sich bei Verlusthöhe und Verlustdauer um Werte aus der Vergangenheit. Die Zukunft kann anders verlaufen. Eine Orientierung bietet die Tabelle dennoch.
Vergleichen Sie Ihr aktuelles Portfolio mit den in der Analyse angegebenen Zahlen. Kommen Sie mit den angegebenen Risiken klar, brauchen Sie nichts zu unternehmen. Machen Sie die potenziellen Verluste nervös, dann sollten Sie Ihr Portfolio anpassen.
Tipp: Um Ihr Portfolio anzupassen, können Sie Aktien-ETF-Anteile verkaufen. Tun Sie das nicht an einem hektischen, von Panik bestimmten Börsentag, aber warten Sie auch nicht lange damit. Eine andere Idee wäre, Ihren sicheren Depotanteil aufzustocken – etwa mit Geld, das Sie noch auf dem Girokonto liegen haben. Sie können auch künftige Sparplanraten in den Sicherheitsbaustein umlenken. Diese Methode dauert aber womöglich zu lange, um die optimale Depotmischung zu erreichen.
So finden Sie die für Sie passende DepotmischungDie Tabelle hilft Ihnen bei der Analyse. Hier drei Beispiele, wie Sie vorgehen können:
Tipp: Wir berechnen alle Statistiken auf Basis von Tagesdaten börsentäglich neu, damit Sie stets einen aktuellen Überblick haben.
| {{col.comment.i}} {{comment.i}} |
|---|
| {{col.comment.i}} {{comment.i}} |
|---|
Wir fokussieren uns auf drei Risiko-Kennzahlen.
Die folgende Tabelle zeigt die historischen Renditen der untersuchten Mischportfolios. Anlegerinnen und Anleger können gut erkennen, dass die mittel- und langfristigen Renditen der Portfolios mit hohem Aktienanteil trotz der jüngsten Korrekturen immer noch hoch sind. Seit Jahresbeginn liegen alle Depots im Plus, in allen längeren Zeiträumen ebenfalls. Der Blick auf die Renditen kann bei der Einordnung aktueller Krisenphasen ungemein helfen. Trotzdem gilt: Richten Sie Ihr Portfolio nicht nach den Renditen aus, sondern den möglichen Risiken.
| {{col.comment.i}} {{comment.i}} |
|---|
| {{col.comment.i}} {{comment.i}} |
|---|
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Börse: Sie fürchten den Crash an den Aktienmärkten? | 0 | 8.44 | 04-02-2026 |
| 2 | Anlegen in Krisenzeiten: Was mache ich, wenn es kracht | 0 | 19.01 | 17-04-2026 |
| 3 | Mit Fonds und ETF in Schwellenländer investieren: Mit dem Tiger auf Renditejagd | 0 | 14.06 | 24-04-2026 |
| 4 | Anlegerfehler vermeiden: Fünf Fallen der Geldanlage – und wie Sie sie vermeiden | 0 | 11.5 | 16-06-2026 |
| 5 | Liquiditätsrisiko: Wenn Anleger ihre Geldanlage nicht mehr loswerden | 0 | 14.79 | 14-05-2026 |
| 6 | Immobilieninvestments: Betongold? Für wen sich Fonds, ETF und Anleihen eignen | 0 | 12.78 | 22-04-2026 |
| 7 | Aktien, Anleihen, Gold? : Wohin mit 25.000 Euro im August? | 0 | 10.97 | 18-08-2026 |
| 8 | Edelmetalle: Nach dem Gold-Crash: Sind Silber, Platin und Minenaktien jetzt die besseren Alternativen? | 0 | 5 | 03-07-2026 |
| 9 | Geldanlage: Kann dieser 150 Jahre alte Chart den nächsten Börsencrash vorhersagen? | 0 | 19.09 | 01-04-2026 |