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Goldpreis fällt deutlich: Wie umgehen mit dem Auf und Ab bei Gold?

Дата публикации: 23-03-2026 11:16:21

Der Gold­preis ist seit dem Beginn des Iran-Kriegs nun wieder stark gefallen. Ist es aktuell sinn­voll, sich von Gold zu trennen? Oder eher nach­kaufen? Wir haben die Tipps.

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Im frühen Handel am Montag, 23. März, kostete die Fein­unze Gold (etwa 31,1 Gramm) nur noch 4 300 Dollar. Der Rekord­preis von 5 000 Dollar pro Fein­unze im Januar ist damit in weite Ferne gerutscht. Auf Jahres­sicht ist Gold damit immer noch rund 32 Prozent im Plus. In den vergangenen 30 Tagen hat der Gold­preis aber um 15 Prozent nachgegeben.

Das sind stür­mische Zeiten für eine Anlage, die vielen Anle­gerinnen und Anlegern als „sicherer Hafen“ in Krisen­zeiten und Zeiten politischer Unsicherheit gilt. Seit dem Start der amerikanisch-israe­lischen Angriffe auf den Iran büßte der Gold­preis mehr als 18 Prozent ein, nachdem er in den ersten Tagen des Kriegs noch bis auf fast 5 420 Dollar gestiegen war.

Ein Grund könnte sein: Stark gestiegene Ölpreise haben die Inflations­risiken erhöht und die Aussichten auf baldige Zins­senkungen der US-Noten­bank Federal Reserve und anderer Zentral­banken verringert. Höhere Zinsen belasten tendenziell Edel­metalle, da sie keine Zinsen abwerfen.

Der aktuelle Rück­setzer und der Blick in die Vergangenheit zeigen, dass Gold­anleger immer wieder heftige Rück­schläge verdauen müssen. Der „sichere Hafen“ ist nicht besonders wert­stabil.

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Tipp: Sie über­legen, in Barren, Münzen oder Wert­papiere zu investieren? Unser Vergleich In Gold investieren zeigt, was sinn­voll und günstig ist.

Breitere Risiko­streuung durch Gold

Trotz der aktuellen Kurs­eskapaden ist es aus Sicht der Stiftung Warentest durch­aus sinn­voll, seinem Vermögen etwas Gold beizumischen. Da die Preis­entwick­lung des Edel­metalls oft anders verläuft als die an den Aktienmärkten, wird das Depot dadurch insgesamt stabiler. Über lange Zeit blieb die Rendite aber hinter Aktien­anlagen zurück. Der letzte Aufschwung ist da eher die Ausnahme.

Aktiv auf das Auf und Ab beim Gold­preis achten müssen Anleger aber nicht. Wir halten einen Depot­anteil von etwa 10 Prozent in einem ausgewogenen Portfolio für vertret­bar. Das heißt auch: Handeln müssen Anleger erst wenn der Gold­anteil im Portfolio durch den letzten Aufschwung deutlich zu groß geworden ist und zum Beispiel bei 20 Prozent liegt. Dann ist das aktuelle Preis­niveau ein guter Zeit­punkt, um einen Teil des Goldes zu verkaufen und den Anteil wieder auf die gewünschten 10 Prozent zu reduzieren.

Tipp: Die ausführ­liche Analyse zur Beimischung von Gold lesen Sie unter Gold als Depotbeimischung.

Größte Sicherheit mit Gold­barren und Münzen

Gold­käufer können zwischen physischem Goldbesitz und Goldwertpapieren wählen. Barren und stan­dardisierte Münzen wie der Krügerrand, American Eagle oder die kana­dische Maple Leaf bieten gerade in Krisen­zeiten die größte Sicherheit – sofern sie nicht geklaut werden. Ein hoch­wertiger Tresor oder ein Bankschließfach sind deshalb dringend zu empfehlen, was erhebliche Folge­kosten mit sich bringt.

Gold-ETC sind preis­wert und praktisch

Wer auf den physischen Gold­besitz verzichten kann, findet in Gold-ETC eine preis­werte und sehr praktische Anla­gealternative. ETC (Exchange Traded Commodities, auf deutsch börsen­gehandelte Rohstoffe) haben große Ähnlich­keit mit börsen­gehandelten Indexfonds, sogenannten ETF. Gold-ETC sind beim Kauf konkurrenzlos preis­wert und für Wert­papierdepots sehr praktisch, da sie jeder­zeit handel­bar sind und sich problemlos ein konstant hoher Gold­anteil herstellen lässt. Nachteil: Bei Gold-ETC handelt es sich recht­lich gesehen nur um Schuld­verschreibungen, die ein Pleiterisiko haben. Wir sehen diese Gefahr aber als gering an, wenn die Gold-ETC mit echten Barren abge­sichert sind. Wir stellen ausschließ­lich solche ETC vor.

Welche Tücken Gold-ETC haben, die eine physische Auslieferung des Goldes versprechen, erfahren Sie unter Gold zum Greifen nah.

Verkauf von Altgold hat Tücken

In einem kleinen Praxistest haben wir im Februar 2026 ausprobiert, wie sich eine Krügerrand-Münze verkaufen lässt und worauf Verbrauche­rinnen und Verbraucher achten sollten. Unsere Stich­probe zeigte gravierende Preis­unterschiede von 238 Euro inner­halb des zwei­stündigen Versuchs­zeitraums für dieselbe Münze.

Gold­minen-ETF sind sehr spekulativ

Aktien von Goldminenkonzernen gelten bei vielen Gold­fans als Geheimtipp, um von steigenden Gold­preisen gewissermaßen mit Hebel­wirkung zu profitieren. Das hat in der Vergangenheit nicht zuver­lässig geklappt, da die Kurse solcher Aktien auch von vielen anderen Faktoren abhängen. Anleger sollten bei Gold­minen­unternehmen auf sehr hohe Kurs­schwankungen gefasst sein, selbst wenn man sie „im Paket“ als ETF auf einen Gold­minen­index kauft. Für kurz­fristige Spekulationen können Gold­minen-ETF interes­sant sein, eine sinn­volle Alternative zu einer echten Gold­beteiligung sind sie nicht.

(mit dpa)

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