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Gold als Depotbeimischung: Mehr Stabilität durch Gold im Portfolio

Дата публикации: 18-03-2026 00:00:12

Gold ist für Vermögens­anlagen sinn­voll, da es ihre Stabilität erhöht. Durch den jüngsten Preis­anstieg funk­tionierte es auch als Renditebooster.

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Noch nie war Gold so teuer wie derzeit. Der Preis des Edel­metalls wird üblicher­weise für eine Fein­unze (31,1 Gramm) in US-Währung angegeben, aktuell sind es 5 036 US-Dollar (16. März 2026). Einheimische Anle­gerinnen und Anleger müssen zurzeit rund 4 400 Euro für einen Krügerrand mit diesem Gold­anteil ausgeben. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Preis um sagenhafte 60 Prozent gestiegen. Dadurch hat es sich auch aus Renditesicht gelohnt, einen größeren Gold­anteil im Portfolio zu haben. Davon sollte man aber sich nicht blenden lassen, denn Gold hatte in der Vergangenheit immer wieder lange Schwächephasen und ist nicht das, was die Stiftung Warentest als sichere Geld­anlage einstuft.

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Kein Ersatz für Zins­anlagen

Gerade in Zeiten politischer und wirt­schaftlicher Instabilität setzen viele Menschen auf Gold, das als klassischer Hort der Sicherheit gilt. Doch für eine Anlage in Gold gilt das Gleiche wie für Aktien­investments: Anle­gerinnen und Anleger sollten dafür nur so viel Geld einsetzen, wie sie lang­fristig entbehren können. Anders als bei sicheren Zins­anlagen wie Tages­geld und Fest­geld weiß man nie, wie sich das investierte Vermögen kurz­fristig entwickeln wird. Auch mit Gold kann man Verluste erleiden, wenn es zu einem ungüns­tigen Zeit­punkt verkauft wird. Zudem wirft Gold keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden ab. Die Rendite kommt ausschließ­lich durch eventuelle Preissteigerungen.

Gold-ETC oder physisches Gold

Wer sich für Gold als Beimischung interes­siert, kann sogenannte Gold-ETC kaufen. Sie sind preis­wert und praktisch. Eine weitere Möglich­keit sind Gold­barren oder Münzen. Wollen Sie mehr über Vor- und Nachteile wissen, lesen Sie unseren Beitrag Wie umgehen mit der Gold-Rallye. Empfehlens­werte ETC finden Sie im Artikel Goldrichtige Ergänzung fürs Depot. Und sollten Sie darüber nach­denken, ihre Gold­schätze zu verkaufen, holen Sie sich Tipps in unserem kleinen Praxistest Gold verkaufen.

Gold­preis häufig gegen­läufig zum Aktienmarkt

Dennoch ist das Edel­metall aber eine sinn­volle Ergän­zung von Vermögens­anlagen. Weil sich Gold oftmals gegen­sätzlich zu Aktien entwickelt, gewinnen Depots durch seine Beimischung an Stabilität. Es fragt sich nur, wie hoch der Gold­anteil sinn­voller­weise sein sollte. Selbst das World Gold Council gibt sich als Interes­sens­vertretung der Gold­industrie recht zurück­haltend und empfiehlt nicht mehr als 10 Prozent. Echte Gold­fans plädieren dagegen für deutlich höhere Beimischungs­quoten.

Depot­verläufe über mehr als 50 Jahre analysiert

Welche Anhalts­punkte liefert die Entwick­lung in der Vergangenheit? Wir haben Depot­verläufe für verschiedene Mischungen aus dem welt­weiten Aktienmarkt und Gold seit Dezember 1969 berechnet. Der Gold­anteil wurde dabei in Ein-Prozent-Schritten verändert und für jeden Portfolio-Verlauf der maximale Verlust sowie die durch­schnitt­liche Rendite ermittelt.

Wir haben die Simulationen für rein auf Rendite ausgerichtete Portfolios mit 0 Prozent Anleihen­anteil durch­geführt, aber auch für offensive (25 Prozent Anleihen), ausgewogene (50 Prozent Anleihen) und defensive Portfolios (75 Prozent Anleihen). Hier haben wir den Anleihen­anteil jeweils konstant gehalten und den Gold- und Aktien­anteil variiert. Zudem haben wir auch ein „Sicher­heits“-Portfolio betrachtet, in dem gar keine Aktien vorkommen, nur die Aufteilung von Gold und Anleihen ist unterschiedlich. Kosten und Steuern bleiben aus Gründen der Einfachheit außen vor.

Die folgenden Charts zeigen die Ergeb­nisse:

  • Erhöht man ausgehend von null Prozent den Gold­anteil, verringert sich zunächst das Portfoliorisiko, hier gemessen anhand des maximalen Verlustes. Der maximale Verlust gibt an, wie weit der Portfolio­wert unter einen zuvor bereits erreichten Höchst­stand fallen konnte. Wie stark der Verlust verringert werden kann, hängt auch von der Höhe des Anleihen­anteils ab. Über­schreitet der Gold­anteil eine bestimmte Höhe, steigt das Risiko wieder an.
  • Hinsicht­lich der Rendite des Portfolios kann ein gewisser Gold­anteil eine Verbesserung bringen, tendenziell sinken jedoch die Rendite­chancen bei einem zu großen Gold­anteil.
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Hoher Gold­anteil begrenzt das Verlust­potenzial

Das Ergebnis für ein auf Rendite ausgerichtetes Portfolio ohne Anleihen mag am über­raschendsten erscheinen: Um den Verlust so gering wie möglich zu halten, wäre ein Gold­anteil von 56 Prozent optimal gewesen. In der Kombination mit 44 Prozent Aktien hätte man schlimms­tenfalls 28 Prozent verlieren können. Der globale Aktienmarkt ohne Beimischung hatte einen maximalen Verlust von rund 54 Prozent.

Die Wert­entwick­lung profitiert von Gold

Durch den enormen Anstieg in den vergangenen Jahren funk­tionierte Gold sogar als Renditebooster. Auf Sicht von knapp 55 Jahren seit 1969 hätte ein reines Aktienportfolio im Durch­schnitt 8,4 Prozent pro Jahr gebracht, die Risiko-optimale Mischung eines 44-56-Depots aus Aktien und Gold dagegen sogar 8,6 Prozent pro Jahr.

Optimal für die Rendite wäre beim Portfolio ohne Anleihen ein Gold­anteil mit 36 Prozent gewesen, die Rendite hätte hier durch­schnitt­lich bei jähr­lich 8,7 Prozent gelegen. Als wir die Analyse vor einem Jahr das erste mal durch­geführt haben, lag der optimale Gold­anteil für die Rendite noch bei 21 Prozent.

Die folgende Tabelle zeigt die optimale Gold-Aktien-Mischung, je nachdem, ob das Ziel Risikominimierung oder Renditemaximierung heißt. Und auch je nachdem, wie hoch der Anleihen­anteil im Portfolio ist.

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Im ausgewogenen Portfolio sind 10 Prozent Gold ein vernünftiger Kompromiss

Trotz der jüngsten Preis­entwick­lungen halten wir einen Gold­anteil von um die 20 Prozent des Rendite­bausteins – das heißt 10 Prozent der gesamten Anlagesumme in einem ausgewogenen Pantoffel-Portfolio – für einen vernünftigen Ansatz, so wie wir es auch im Rahmen der Pantoffel-Portfolios empfehlen. Damit verringern Anleger tendenziell die Risiken im Portfolio ohne bei Seit­wärts­bewegungen des Gold­preises zu sehr auf Rendite­chancen zu verzichten.

Aufs Portfolio bezogen bedeutet das folgende Zielgewichtungen für Gold:

  • Defensives Portfolio: 75 % Anleihen, 20 % Aktien und 5 % Gold
  • Ausgewogenes Portfolio: 50 % Anleihen, 40 % Aktien und 10 % Gold
  • Offensives Portfolio: 25% Anleihen, 60 % Aktien und 15 % Gold
  • Auf Rendite getrimmtes Portfolio: 0 % Anleihen, 80 % Aktien und 20 % Gold.

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