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Neue Amazon-Kreditkarte: Keine Grundgebühr, aber viel weniger Rabattpunkte

Дата публикации: 20-03-2025 12:02:18

Nach fast einem Jahr Pause bringt Amazon wieder eine Kreditkarte heraus. Wir haben verglichen: Wie schlägt sie sich gegen­über dem Vorgänger und anderen Kreditkarten?

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Santander-Tochter ist neue Partner-Bank

Die bisherige Amazon-Kreditkarte in Zusammen­arbeit mit der Landes­bank Berlin (LBB) wurde Ende 2023 einge­stellt, im August 2024 hat der Online-Versandhändler den Nach­folger vorgestellt. Bei der neuen Amazon-Karte handelt es sich ebenfalls um eine Kreditkarte von Visa. Heraus­geben wird sie von der deutschen Zweig­nieder­lassung „Zinia“ der spanischen Direkt­bank Open Bank. Die Open Bank wiederum gehört zur spanischen Bankengruppe Santander.

Ohne Grund­gebühr, aber nicht kostenlos

Die neue Amazon-Kreditkarte kommt ganz ohne fixe Jahres­gebühr aus, eine Verbesserung im Vergleich zu den früheren Konditionen. Für die alte Karte haben Amazon-Kunden ohne „Prime“-Abo ab dem zweiten Jahr knapp 20 Euro gezahlt; für Kunden mit kosten­pflichtigem Prime-Abo entfiel die jähr­liche Grund­gebühr. Doch die Grund­gebühr ist nicht allein entscheidend dafür, wie viel eine Kreditkarte am Ende wirk­lich kostet.

Bargeld. Wer mit der neuen Amazon-Kreditkarte Euro abhebt, zahlt 3,9 Prozent Gebühr, mindestens aber 1,50 Euro pro Abhebung. Hebt die Kundin oder der Kunde in einem Monat beispiels­weise dreimal 200 Euro ab, entstehen Gebühren von 23,40 Euro. Andere Währungen als Euro (Fremdwährungen) abzu­heben, kostet gar 5,4 Prozent Gebühren. Das ist weit mehr als bei guten anderen Kreditkarten.

Tipp: Gute güns­tige Kreditkarten finden Sie in unserem Kreditkarten-Vergleich.

Bezahlen. Wer die neue Amazon-Karte in einem Land mit einer anderen Währung als Euro zum Bezahlen nutzt, zahlt 1,5 Prozent Gebühr. Das ist etwas weniger als zuvor und auch im Vergleich zu anderen Karten nicht extrem teuer. Allerdings gibt es auch zahlreiche Kreditkarten, die ganz ohne eine solche Gebühr auskommen, etwa die Genialcard der Hanseatic Bank oder die Barclays Visa.

Zusatz­option. Gegen eine Monats­gebühr von knapp 8 Euro lassen sich „Reise­vorteile“ hinzubuchen. Dann entfallen die Gebühren für fünf Abhebungen einer Fremdwährung pro Monat sowie unbe­grenzt fürs Bezahlen in Fremdwährungen. Bei einer typischen Nutzung auf Reisen im Ausland kann sich die monatlich buch­bare Zusatz­option schnell lohnen, haben unsere Modell­rechnungen gezeigt.

Deutlich weniger Rabatt­punkte für Käufe bei Amazon

Ein Grund, warum die alte Amazon-Kreditkarte so beliebt war: Kundinnen und Kunden des Online-Versandhänd­lers konnten mit jedem Einkauf Punkte sammeln und bei bestimmten weiteren Einkäufen bei Amazon wieder einlösen. Damit war rechnerisch ein Rabatt von bis zu 2 Prozent (ohne Prime-Abo) oder 3 Prozent (mit Prime-Abo) möglich.

Die neue Kreditkarte von Amazon enthält dieses Bonus­programm ebenfalls – es gibt aber weniger Bonus­punkte als zuvor. Für 1 Euro Umsatz auf Amazon.de erhalten Kunden einen Amazon-Punkt gutgeschrieben, der beim späteren Einlösen 1 Cent wert ist. Damit ist der rechnerische Rabatt von 2 oder 3 Prozent auf 1 Prozent gesunken.

An „ausgewählten Angebots­tagen“ sollen Prime-Kunden 2 Prozent Nach­lass erhalten, was immer noch 1 Prozent­punkt nied­riger liegt als zuvor.

Für Einkäufe außer­halb von Amazon gibt es wie bei der alten Karte einen Punkt je 2 Euro Umsatz, also rechnerisch 0,5 Prozent Rabatt.

Kostenfalle Teilzahlung

Die neue Karte ist wieder eine echte Kreditkarte mit Verfügungs­rahmen, keine Debitkarte ohne Kredit­linie. Kreditkarten haben den Vorteil, dass Mietwagen­anbieter sie in aller Regel zum Hinterlegen der Kaution akzeptieren. Mit Debitkarten kann es dabei schon mal Probleme geben, vor allem im Ausland.

Das sofort verfügbare vorläufige Kreditkarten­limit der neuen Amazon-Visa liegt bei 210 Euro, anschließend beträgt der Verfügungs­rahmen stan­dard­mäßig 2 000 Euro. Dieser lässt sich je nach Bonität auf Antrag weiter erhöhen.

Noch nicht ausgeglichene Kartenzah­lungen können in Raten abge­stottert werden, was jedoch hohe Zinsen verursacht. Amazon rechnet in einem Beispiel mit einem effektiven Jahres­zins von 20,13 Prozent. Vermeiden lässt sich das, wenn Kundinnen und Kunden die Teilzahlung deaktivieren und auf Voll­zahlung umschalten. Dann werden Kreditkartenrück­stände jeden Monat vom Giro­konto einge­zogen. Das soll jeder­zeit online und in der App einstell­bar sein.

Vergleich: Neue gegen alte Amazon-Kreditkarte

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