Heute gibt es mal wieder ein ganz anderes Thema als sonst, wenngleich auch kein völlig Neues. Wer sich noch erinnern kann, vor über drei Jahren habe ich hier bereits eine Powerstation gezeigt, seitdem hat sich Einiges geändert. Aus der teuren Nische ist erschwinglicher Alltag geworden, so wird es einem jedenfalls vermittelt. Ob das auch in […]
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Der Erfahrungsbericht untersucht die Aferiy P180Pro als mobile Powerstation mit 1024 Wh Akkukapazität und optionalem AF-S100A1-Solarpanel. Im praktischen Einsatz überzeugte sie insbesondere durch die transportable Bauform, die vielseitigen Anschlüsse, die App-Anbindung und die Nutzung als Offline-USV. Einschränkungen zeigten sich unter anderem bei der tatsächlichen Solarleistung, der Lüfterregelung, der vollständigen Entladung bis 0 Prozent und der Umschaltzeit im USV-Betrieb.
Wichtigste Fakten Technische EckdatenDie beiden AC-Steckdosen lassen sich über eine Taste an der Rückseite schalten und stellen zusammen 1800 W bereit. Die Ausgangsfrequenz kann zwischen 50 Hz und 60 Hz gewählt werden. Dazu wird die entsprechende Taste drei Sekunden gehalten und anschließend kurz betätigt. Die Spannung lässt sich laut Bedienung durch zehn schnelle Betätigungen der AC-Taste ändern.
Messwerte und BeobachtungenBeim Netzladen wurde eine Abweichung zwischen Messgerät und Anzeige festgestellt: Das externe Messgerät zeigte 1026 W, während das Display der Powerstation 1000 W auswies. Bei 22 °C schalteten sich die Lüfter nach ungefähr zehn Minuten ein. Zuvor waren merkwürdige Quietsch-Geräusche wahrnehmbar. Während des Betriebs schwankte die Lüfterdrehzahl leicht, was subjektiv störender bewertet wurde als ein gleichmäßiger Betrieb. Die gemessenen 36,4 dB(A) aus 40 cm Entfernung wurden jedoch als weit von laut entfernt beschrieben. Später wurde die Ladeleistung auf 750 W reduziert, woraufhin die Lüfter nochmals geringfügig leiser wurden. Zusätzlich steht ein Modus für leises Laden mit 500 W zur Verfügung.
Teardown, Materialprüfung und AufbauDie P180Pro verwendet insgesamt vier 60-mm-Lüfter des Typs CLS6020H12. Die Luftströmung verläuft bei Ansicht von vorn von rechts nach links durch das Gehäuse. An der Oberseite befinden sich vier Abdeckkappen, die sich mit einem kleinen Schlitzschraubendreher entfernen lassen. Darunter liegen vier lange Schrauben. Der Kunststoffdeckel war wegen der strammen Kunststoffclips nur mit erheblichem Aufwand abzunehmen. Eine weitergehende Demontage wurde nicht vorgenommen.
Auf der Vorderseite der Platine sind zwei Transformatoren mit den Bezeichnungen „SYD-N113-BYQ-230“ und „SYD-N113-DGQ-230V-1“ zu sehen. Sie übernehmen die Spannungswandlung von Niedervolt-Gleichstrom auf 230 V. Zwei große Kondensatoren von Yuscon dienen als Energiepuffer, um die Spannung bei plötzlichen Lastwechseln zu stabilisieren.
Die großen und kleinen Aluminiumkühlkörper besitzen offenbar eine über einen Kabelschuh hergestellte Masseverbindung. Als alternative Erklärung wird die Befestigung eines Temperaturfühlers genannt, der die Lüfterregelung beeinflussen könnte. Auf der Rückseite der Platine befinden sich gelbe, vermutlich als X-Kondensatoren eingesetzte Bauteile sowie kleine hellblaue Scheiben, bei denen es sich vermutlich um Y-Kondensatoren oder Varistoren beziehungsweise MOVs handelt. Dieser Bereich dient dem Schutz vor Spannungsspitzen aus dem Stromnetz und reduziert zugleich Störsignale in angeschlossenen Geräten.
Eine dicke Ringkernspule bildet den Haupt-Ausgangsfilter. Sie glättet die Schaltimpulse der Transistoren zur beschriebenen reinen Sinuswelle. Mehrere schwarze Kästen sind Relais; eines trägt die Kennzeichnung „HF115F“. Sie schalten die verschiedenen Stromausgänge in Verbindung mit Software und Bedienelementen.
Testbedingungen und Grenzen Die Lautstärkemessung erfolgte aus 40 cm Entfernung, während die Raumtemperatur beim beschriebenen Lüfterverhalten 22 °C betrug. Die Solarleistung wurde mit dem AF-S100A1 unter bestem Wetter und nach Einschätzung des Autors guter Ausrichtung ermittelt. Dabei wurden maximal 76 W statt der angegebenen 100 W erreicht. Für den USV-Test wurde ein Stromausfall durch Ziehen des Netzsteckers simuliert. Zwei Mini-PCs in einem kleinen Homelab wurden dabei unterbrechungsfrei versorgt. Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass ihm die Ausstattung und Expertise für eine objektive Bewertung von Akkutechnik und Elektronik fehlen. Der Bericht basiert daher auf den beschriebenen Nutzungsszenarien und Beobachtungen. Das Testmuster wurde von Aferiy unverbindlich bereitgestellt. Laut Quelle gab es keine Einflussnahme, keine Aufwandsentschädigung und keine Veröffentlichungspflicht. EinordnungDie P180Pro wird als Vertreterin einer inzwischen erschwinglicher gewordenen Powerstation-Klasse eingeordnet, die sich vom früheren Nischenprodukt zum alltagstauglichen Gerät entwickelt hat. Mit dem Gutscheincode lag der Preis zum Zeitpunkt des Berichts bei 459 Euro. Das war weniger als die Hälfte des Preises, der drei Jahre zuvor für ein vergleichbares Gerät genannt wurde, zugleich aber nicht erheblich günstiger als Geräte anderer Hersteller.
Für typische mobile Szenarien wie einen Ventilator auf der Terrasse, das Laden von Drohnenakkus, zusätzliche Beleuchtung beim Camping oder das Laden von Smartphones genügte die Kapazität im beschriebenen Einsatz problemlos. Für eine vollständige Aufladung der 1024 Wh ausschließlich über das getestete 100-W-Solarpanel ist die gemessene Leistung von maximal 76 W hingegen wenig geeignet. Als USV funktionierte die Powerstation mit den beiden Mini-PCs problemlos, die Umschaltzeit von 10 ms liegt jedoch über dem genannten Bereich von 2 bis 4 ms für Geräte der Klasse 2.
Stärken Mit 11,64 kg und zwei Tragegriffen vergleichsweise gut transportierbar. Viele Anschlüsse einschließlich USB Typ-C mit Power Delivery 3.0 bis 140 W. AC-Ausgangsleistung von zusammen 1800 W über zwei Steckdosen. 500-W-Modus für leiseres Laden per Schalter oder App. App mit Bluetooth- und WLAN-Anbindung sowie Möglichkeit zur lokalen MQTT-Anbindung ohne Cloud. Im beschriebenen Testbetrieb zuverlässige Versorgung eines Homelabs mit zwei Mini-PCs. Einschränkungen Die Lüfterdrehzahl oszilliert leicht und wurde dadurch subjektiv als störend empfunden. Beim Laden trat wiederholt ein leichter elektrischer, an Ozon erinnernder Geruch auf. Die Solarleistung blieb mit maximal 76 W deutlich unter den angegebenen 100 W des AF-S100A1. Die Powerstation kann standardmäßig bis auf 0 Prozent entladen werden, was im Bericht im Zusammenhang mit der 40135-LiFePO4-Technik kritisch gesehen wird. Die App zeigt keine Temperaturwerte der Kernkomponenten und Akkus an. Ein App-Konto kann nur auf einem Gerät gleichzeitig aktiv sein. Die Umschaltzeit von 10 ms ist für empfindliche Geräte oder höhere Verbraucher möglicherweise zu lang. Fragen und Antworten Wie schwer ist die Aferiy P180Pro? Sie wiegt 11,64 kg und besitzt zwei Tragegriffe. Wie schnell kann die P180Pro geladen werden? Über das Stromnetz sind 500 W oder 1000 W wählbar; im weiteren Ladevorgang wurde die Leistung auf 750 W reduziert. Welche Solarleistung wurde tatsächlich gemessen? Mit dem AF-S100A1 wurden unter den beschriebenen Bedingungen maximal 76 W bei angegebenen 100 W erreicht. Eignet sich die P180Pro als USV? Sie versorgte im beschriebenen Test zwei Mini-PCs unterbrechungsfrei, arbeitet mit 10 ms Umschaltzeit jedoch im Bereich einer Offline-USV der Klasse 3. Kann die Powerstation in ein lokales Smart-Home-System eingebunden werden? Die App unterstützt die Angabe eines lokalen MQTT-Brokers, wodurch eine Anbindung etwa an Home Assistant ohne eigene Integration möglich ist.Automatisch aus dem Artikelinhalt als redaktionelle, sichtbare Inhaltsübersicht erzeugt.
Heute gibt es mal wieder ein ganz anderes Thema als sonst, wenngleich auch kein völlig Neues. Wer sich noch erinnern kann, vor über drei Jahren habe ich hier bereits eine Powerstation gezeigt, seitdem hat sich Einiges geändert. Aus der teuren Nische ist erschwinglicher Alltag geworden, so wird es einem jedenfalls vermittelt. Ob das auch in der Praxis bestätigt wird, finden wir gemeinsam heraus.
Verpackung und LieferumfangBeim Namen hat man sich scheinbar in letzter Sekunde nochmal umentschieden, auf dem Karton steht nämlich Nomad1800 Pro, während das Modell sonst überall nur als P180Pro zu finden ist.

Dinge mit großen Akkus zu verschicken ist immer etwas heikel, bei dieser dicken Polsterung aus Schaumstoff muss man sich aber wohl keine Sorgen machen.

Mitgeliefert werden lediglich eine Anleitung, Garantie-Flyer, ein Kaltgerätekabel sowie Adapter von XT60 zu MC4.

Überschaubar also, aber mehr benötigt man eigentlich auch nicht.
SpezifikationenNachfolgend eine Übersicht der technischen Details, weitere Informationen können auf der Produktseite beim Hersteller nachgelesen werden.

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