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Gendergerechtigkeit in der Geldanlage: Frauen im Fokus von Fonds

Дата публикации: 17-09-2025 13:22:19

Auf Diver­sität und Geschlechtergerechtig­keit setzen viele Fonds, die auf Nach­haltig­keit spezialisiert sind. Stiftung Warentest hat einige davon unter die Lupe genommen.

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Frauen im Rampenlicht: 2023 hat Claudia Goldin, Ökonomin an der US-Universität Harvard, für ihre Forschung über Geschlechter­unterschiede auf dem Arbeits­markt den Nobel­preis bekommen. Auch die Finanz­welt beschäftigt sich mit dem Thema Gendergerechtig­keit. Verschiedenen Studien zufolge gelten Firmen, die Spitzen­positionen auch mit Frauen besetzt haben, als widerstands­fähiger in Krisen als Unternehmen mit rein männ­licher Chef­etage. Sie sollen auch rent­abler wirt­schaften. Und wie sieht es mit Fonds und ETF aus, die in divers aufgestellte Gesell­schaften investieren?

Fonds­gesell­schaften und Banken befragt

Wir wollten wissen, wie grüne Fonds mit dem Thema Geschlechtergerechtig­keit umgehen. Dazu haben wir Anbieter nach­haltiger Welt­aktienfonds befragt, die in unserem Nachhaltigkeitstest die Bestnote von fünf Punkten oder vier Punkte erzielt haben. Wir haben uns außerdem angeschaut, wie Fonds funk­tionieren, die sich insbesondere auf Gender­aspekte fokussieren. Zusätzlich haben wir ein paar ethische Banken befragt.

Unser Rat

Genderfonds. Sie können auf Fonds mit Fokus auf Geschlechtergerechtig­keit setzen, etwa ETF auf einen Gender Equality Index. Die ETF kommen auf zwei von maximal fünf Punkten in der Finanztest-Nachhaltigkeitsbewertung. Um Ihr Risiko zu streuen, sollten Sie die Fonds nur beimischen. Alle Beimischungen im Aktien­teil des Portfolios sollten maximal 30 Prozent ausmachen.

Nach­haltig­keits­fonds. Auch breit gestreute Fonds haben Gender­aspekte im Blick. Hier stehen Ihnen streng nachhaltige Fonds zur Auswahl – mit fünf oder vier Punkten in der Finanztest-Nach­haltig­keits­bewertung. Breit gestreute ETF mit der Auszeichnung 1. Wahl bringen es maximal auf drei Nach­haltig­keits­punkte. Wenn Sie mehr über unsere Unter­suchung nach­haltiger Fonds erfahren wollen, lesen Sie den Beitrag Ethisch und erfolgreich anlegen.

Bezahlung und Vielfalt in der Belegschaft im Blick

Gendergerechtig­keit umfasst mehr als gerechte Bezahlung oder die Zahl der Frauen in Führungs­positionen. Die Anbieter verstehen darunter etwa auch Familien­freundlich­keit und Karriere­chancen für Frauen. Der Begriff Diver­sity, Vielfalt, umfasst außer Frauenbe­langen oft auch multinationale Belegschaften sowie Mitarbeite­rinnen und Mitarbeiter mit Behin­derungen.

Bei vielen nach­haltigen Fonds sind Chancengleichheit, Diver­sität und Inklusion Bestand­teil des normalen Auswahl­verfahrens. Die drei Buch­staben ESG stecken dabei die Themen­felder ab. Sie stehen für Environmental, Social und Gover­nance – Umwelt, Soziales und Unter­nehmens­führung. Zum „S“ zählen nicht nur Kinder­arbeit, Waffen­geschäfte und Gesund­heits­themen, sondern eben auch die Belange von Frauen. Sie allein sind aber nicht entscheidend dafür, ob eine Aktie im Portfolio landet.

US-Technologiefirmen als positives Beispiel

Sebastian Riefe von der Fonds­gesell­schaft Ampega sagt: „Sofern die Mindest­anforderungen erfüllt sind, kann ein schlechter Wert bei sozialen Faktoren durch einen guten Wert bei Umwelt­kriterien ausgeglichen werden.“ Riefe managt den Fonds terrAssisi Aktien.

Ein typischer Aspekt bei der Geschlechtergerechtig­keit ist die Bezahlung. Oft verdienen Frauen weniger als Männer (Gender Pay Gap). Riefe nennt als positives Beispiel US-Technologiefirmen und hebt eine Software­firma hervor: „Bei Intuit verdienen Frauen im Schnitt sogar mehr als Männer.“

Medizin­technik für Frauen

Auch beim GLS Bank Aktienfonds der ethisch-ökologischen GLS Bank aus Bochum ist Geschlechtergerechtig­keit ein wichtiger Bestand­teil der Nach­haltig­keits­analyse. GLS-Bank-Sprecherin Angelika Ivanov nennt aber auch zwei Firmen, die das Management extra „wegen ihres positiven Beitrags für Frauen und Mädchen“ ausgewählt haben: Die US-Firma Hologic ist ein Medizin­technik­unternehmen mit einem Fokus auf der Behand­lung von Frauen. The Coo­per Companies, ebenfalls USA, sind bekannt für Kontaktlinsen, stellen aber auch Verhütungs­mittel und gynäkologisches Zubehör her.

Im Natur­aktien­index steckt auch Soziales

Auch die Anbieter nach­haltiger Indizes beziehen soziale Aspekte ein. Ein Beispiel ist der Natur­aktien­index (NAI). Der Name legt vor allem einen Umwelt­bezug nahe. Doch Peter Kuchen­buch, Sprecher des Index­providers Securvita, sagt, soziale Kriterien seien seit der Gründung des NAI vor mehr als 25 Jahren wichtig bei der Auswahl der 30 interna­tionalen Index­werte.

Als Beispiel für Gendergerechtig­keit nennt Kuchen­buch die Kosmetikfirma Natura Cosmeticos aus Brasilien. Sie habe rund die Hälfte der Führungs­positionen mit Frauen besetzt. Der NAI ist Grund­lage für die Aktien­auswahl des Fonds GreenEffects NAI-Werte. Er gehört zu den ältesten und anspruchs­vollsten ethisch-ökologischen Fonds.

Global Challenges Index schaut auch auf Chancengleichheit

Ein etwas anderes Konzept hat der Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover. Er wählt 50 Aktien von Firmen aus, die dazu beitragen, sieben globale Heraus­forderungen zu bewältigen. Dazu zählen der Klimawandel, die Bekämpfung von Armut und die Förderung verantwortungs­voller Unter­nehmens­führung. Beim Thema Chancengleichheit schneidet im GCX der britische Wasser­versorger Severn Trent am besten ab. Im Jahr 2023 seien 40 Prozent der Vorstands­mitglieder Frauen gewesen. Das sei kein Zufall, die Firma habe sich diesbezüglich klare Ziele gesteckt, so die Analyse der Rating­agentur ISS ESG, die das Research für den GCX liefert.

Auf dem GCX fußen die aktiv gemanagten Fonds Security Superior 6 Global Challenges und IPConcept Prima Global Challenges und der Indexfonds Bantleon Global Challenges Index, vormals Warburg Global Challenges Index.

MSCI-Indizes sind Grund­lage für viele nach­haltige ETF

Auch beim großen Indexanbieter MSCI fallen Gender­themen in die allgemeine Analyse der Nach­haltig­keit. MSCI bietet mehrere Nach­haltig­keits­indizes an. ETF (Exchange Traded Funds), börsennotierte Fonds, die sich auf einen dieser Indizes beziehen, haben im Nachhaltigkeitstest 2023 maximal drei Punkte erzielt.

Von Finanztest-Nach­haltig­keits­bewertung ausgeschlossen

Für unsere Nach­haltig­keits­bewertung haben wir eine Mindest­hürde aufgestellt. Sie bezieht sich unter anderem auf die Prinzipien des UN Global Compact: Die Vereinten Nationen formulieren zehn Grund­sätze für eine verantwortungs­volle Unter­nehmens­führung. Darin geht es etwa um die Beseitigung von Diskriminierung und die Beachtung von Menschen­rechten. Wenn Fonds in Firmen investieren, die gegen die Prinzipien verstoßen, bekommen sie von uns nur einen Punkt.

Nach­holbedarf an vielen Ecken

Die ethisch-ökologische Triodos Bank hält sich mit Lob für einzelne Unternehmen zurück. Nach­haltig­keits­analytikerin Johanna Schmidt sagt: „Es besteht generell Aufholbedarf.“ Ein gutes Bild müsse zudem nicht dauer­haft sein, wie etwa Schweden zeige. Das Land habe in Bezug auf Gendergerechtig­keit schon viel erreicht, doch die Entwick­lung sei ins Stocken geraten. Auch der Triodos Global Equities Impact zählt zu den anspruchs­volleren Nach­haltig­keits­fonds.

Nach­holbedarf sehen einige Fondsanbieter etwa bei japa­nischen Firmen. Bei Triodos heißt es, in Japan herr­sche noch eine andere Arbeits­kultur vor, mit geringerer Geschlechtergleichheit auf Führungs­ebene. Anstelle die betreffenden Firmen auszuschließen, sei es aber besser, mit ihnen über Themen wie Chancengleichheit ins Gespräch zu kommen.

Einfluss nehmen über den Dialog mit Unternehmen

Der direkte Dialog, im Fachjargon als Engagement bezeichnet, ist eine verbreitete Strategie, um Einfluss zu nehmen. Das Management des Templeton Global Climate Change berichtet von mehr­jährigen Gesprächen mit einem Berg­bau­unternehmen wegen der geringen Frauenquote in Vorstand und Management. Die Firma habe sich diesbezüglich mitt­lerweile ehrgeizigere Ziele gesetzt.

Engagement fließt nicht in die Nach­haltig­keits­note ein, sondern wird von uns gesondert behandelt. Allerdings bewerten wir es positiv, wenn die Anbieter die Titel bei erfolg­losen Engagement­versuchen verkaufen.

Fonds beklagen fehlende Daten

Einige Fonds klagen über fehlende Daten – weniger, was die Vielfalt, aber vor allem was die Lohn­lücke zwischen den Geschlechtern angeht. Bei der Steyler Bank heißt es dazu: „Auch wenn gemäß Offenlegungs­ver­ordnung nach beiden Punkten berichtet werden muss, ist die Daten­lage noch sehr dünn.“ Im Fonds Steyler Fair Invest Equities berichteten weniger als 7 Prozent der Unternehmen zum Gender Pay Gap. Man hoffe, dass sich die Daten­lage im kommenden Jahr verbessere. Bis dahin würden die Themen bei Engagement­prozessen aufgegriffen.

Auch die Umwelt­experten der Fonds­gesell­schaft Ökoworld, Anbieterin des Ökoworld Ökovision Classic, geben an, das Thema immer wieder anzu­sprechen.

Frank­reich und Spanien vorn, Allianz auf Platz elf

Equileap, eine eigens auf Daten zur Geschlechtergerechtig­keit, Vielfalt und Inklusion spezialisierte Research­agentur aus den Nieder­landen, will die Daten­lücke schließen. Sie sammelt welt­weit Daten zu verschiedenen Gender­aspekten. Die aktuelle Auswertung ist im Februar erschienen.

In ihrem aktuellen Gender Equality Report 2024 haben Frank­reich und Spanien die beste Bewertung bekommen. Deutsch­land liegt auf Platz neun. Im Top-100-Ranking der besten Firmen findet sich nur eine aus Deutsch­land: die Allianz – sie belegt Platz elf. An der Spitze steht die Firma Trans­urban aus Australien, die gebühren­pflichtige Straßen baut und betreibt.

Zwei ETF auf Basis der Equileap-Ergeb­nisse

Der Indexanbieter Solactive hat auf ­Basis der Bewertungen von Equileap zwei Indizes aufgelegt, für die es ETF von Amundi und UBS gibt. Wir haben sie mit zwei Nach­haltig­keits­punkten bewertet. Die Indizes enthalten die besten Firmen aus dem Ranking. Die Titel in den ­Indizes sind gleichgewichtet und so ausgewählt, dass es keine geogra­fischen Ausreißer gibt.

Beide ETF investieren in entwickelte Länder. Sie beachten dabei zum Beispiel folgende Aspekte: Gender Pay Gap, Frauen in Führungs­positionen, Aufstiegs­chancen, Eltern­zeit, flexible Arbeits­zeitmodelle. Komplett ausgeschlossen haben sie kontroverse Waffen und Unternehmen, die gegen die UN-Prinzipien für verantwortungs­volle Unter­nehmens­führung verstoßen. Außerdem schließen sie Firmen aus, die durch ernste Fälle von Diskriminierung von Beschäftigten aufgefallen sind.

  • Amundi Lyxor Global Gender Equality: Der ETF hat knapp über 50 Millionen Euro Volumen. Er folgt dem Index Solactive Equileap Global Gender Equality mit 150 Unternehmen. Teils ausgeschlossen sind etwa konventionelle Waffen, Atom­kraft sowie fossile Energien.
  • UBS Global Gender Equality: Der ETF mit rund 680 Millionen Euro Volumen folgt dem Index Solactive Equileap Global Gender 100 Lead­ers. Dieser ist strenger als der Index, den Lyxor abbildet. Ausschlüsse sind ähnlich wie bei Amundi.
Frauen managen einen „Fonds für Frauen“

Auch aktiv gemanagte Fonds investieren mit Genderfokus. Die DWS zum Beispiel will mit dem Fonds DWS ESG Women for Women „den Wünschen von Frauen entgegen­kommen“, wie es auf der Webseite heißt. Frauen managen den Fonds, der seit zwei Jahren auf dem Markt ist. Ein von DWS eigens entwickelter „Social Commitment Score“ ermögliche die Bewertung der Unternehmen in Bezug auf Diver­sität, soziale Aspekte und Arbeits­bedingungen, so Fonds­managerin Katharina Seiler. Topwerte im Fonds sind aktuell der US-Konzern Microsoft, die britische Verlags­gruppe Pearson und die Deutsche Telekom. Die Nach­haltig­keit konnten wir nicht bewerten, weil die DWS im Test keine ausreichenden Daten vorgelegt hat.

Auch zwei weitere gemanagte Genderfonds, der Robeco Global Gender Equality Equities und der SEB Global Equal Opportunity, haben nicht mitgemacht.

Frauen als Erfolgs­faktor

Lohnt sich der Blick auf Gender­aspekte? Aus Sicht von Elena Curtillet von Ampega in Bezug auf die Nach­haltig­keit schon: „Oft gehen gute Sozialscores einher mit guten Umwelt­werten.“ Sie findet es daher wenig sinn­voll, die drei Buch­stabe E, S und G des Kürzels ESG getrennt zu betrachten. Auch finanziell können Frauen zum Erfolg beitragen.

Die Argumente sind nicht von der Hand zu weisen, etwa, dass gemischte Teams unterschiedliche Blick­winkel auf ein Thema haben. Das kann zu besseren Ideen und schlaueren Lösungen in Krisen führen und dazu beitragen, dass Unternehmen erfolg­reicher sind. Einer Unter­suchung der Rating­agentur ISS ESG zufolge schaffen Unternehmen mit besserem Sozialrating auch einen höheren wirt­schaftlichen Wert. In der McKinsey-Studie Diversity matters even more hatten Firmen mit gemischten Führungs­teams aus Männern und Frauen eine um 18 Prozent höhere Wahr­scheinlich­keit, besser abzu­schneiden als ihre Wett­bewerber. Die am wenigsten divers aufgestellten Firmen schnitten mit 31 Prozent Wahr­scheinlich­keit schlechter ab.

Renditen und Risiken der Fonds mit Genderfokus

Bei den Renditen der Fonds lässt sich der Einfluss von Gender­aspekten aber nur schwer analysieren, weil auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Die erwähnten Fonds mit Genderfokus jedenfalls haben nicht besser abge­schnitten als ihr klassischer Vergleichs­index. Der Amundi Lyxor Global Gender Equality ETF hat über fünf Jahre 9,4 Prozent Rendite pro Jahr erzielt, der MSCI World 13,2 Prozent (Stand 31. Januar 2024). Der UBS Global Gender Equality hat 10,6 Prozent pro Jahr geschafft. Für den DWS ESG Women for Women liegen keine Vergleichs­daten vor.

Gute Gesamt­bilanz für nach­haltige Fonds

Insgesamt können nach­haltige Fonds mit klassischen mithalten. Im Jahr 2023 hat der nach­haltige MSCI World SRI Index 24,1 Prozent pro Jahr erzielt, der klassische Welt­index hat es auf 20,2 Prozent pro Jahr gebracht. Was den Anlage­erfolg der Nach­haltig­keits­fonds angeht: Der kann sich davon deutlich unterscheiden. Vor allem einige aktiv gemanagte Fonds sind zuletzt nicht so gut gelaufen.

Nach­haltige Banken vergeben Kredite

Nicht nur Fonds­gesell­schaften, auch nach­haltige Banken achten auf Gendergerechtig­keit, wenn sie zum Beispiel mit dem Geld, das ihre Kundinnen und Kunden bei ihnen als Tages- oder Fest­geld anlegen, Kredite vergeben.

Die GLS Bank gibt etwa an, gezielt Unternehmen zu finanzieren, die umwelt- und sozial­verträglich wirt­schaften. Ein Aspekt sei die Förderung von Chancengleichheit und Diver­sität.

Die ProCredit Bank vergibt Kredite nur an Unternehmen und finanziert etwa Projekte für erneuer­bare Energien. Im Kosovo zum Beispiel koope­riert die Bank mit dem Kosovo Guarantee Fund. Er will Unternehme­rinnen mit Kredit­garan­tien den Zugang zu Finanzierungen erleichtern. Ein Ziel ist, die finanzielle Sicherheit und Unabhängig­keit von Frauen zu fördern.

Tipp: In unserem Beitrag Altersvorsorge für Frauen: Wie Frauen ihre Rente aufbessern und Lücken schließen zeigen wir auf, was Frauen tun können, um im Alter finanziell besser aufgestellt zu sein.

Grüne Gesetze in der EU Wichtige Weichen­stel­lungen für Anle­gerinnen und Anleger

Mit dem European Green Deal will die Europäische Union (EU) bis 2050 klima­neutral werden. Dazu hat sie verschiedene Gesetze auf den Weg gebracht. Einige dieser Gesetze spielen auch für Anle­gerinnen und Anleger eine Rolle.

EU-Taxonomie

Die EU-Taxonomie legt fest, welche Wirt­schafts­aktivitäten als umwelt- und klimafreundlich gelten. Ob eine soziale Taxonomie kommt, ist fraglich.

Offenlegungs­ver­ordnung SFDR

Die SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation) soll für Trans­parenz sorgen und richtet sich an Berater und Anbieter von Finanz­produkten. Wird ein Fonds mit Nach­haltig­keits­merkmalen beworben, muss er mindestens nach Artikel 8 der SFDR einge­stuft werden. Für Fonds, die nach­haltige Ziele verfolgen, gibt es Artikel 9. In beiden Kategorien müssen Fonds über ihre nach­haltigen Investments berichten und zum Beispiel darlegen, inwieweit diese taxonomie­konform sind. Auch Angaben zu sozialen Faktoren, etwa Geschlechtergleichheit, werden dort behandelt.

EU-Richt­linie CSRD

Gemäß der EU-Richt­linie CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) müssen bestimmte Unternehmen über Nach­haltig­keits­aspekte informieren. Die ersten Berichte, die auch für die Fondsanbieter relevant sind, gibt es für das Geschäfts­jahr 2024.

Tipp: Die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) bietet auf ihrer Seite Sustainable Finance einen Über­blick zu Nach­haltig­keits­themen und erläutert dort auch verschiedene Gesetze.

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