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Skoda Elroq im Test: Mit Netz und doppeltem Boden

Дата публикации: 15-03-2025 17:13:00

Mit dem Elroq hat nun auch Škoda ein vollelektrisches Mittelklasse-SUV im Angebot. Die technische Basis des VW-Konzernbaukastens MEB garniert der Hersteller mit ein paar praktischen Ideen für den Elektroauto-Alltag.

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Jürgen, ich habe eingeladen, können wir? Ja. Der Akku ist aufgeladen. Wir können. Nur noch schnell das Ladekabel verstauen. Das muss aber nicht hier rein, oder? Nein, zum Glück nicht. Unser Auto, das hat eine clevere Antwort auf die Frage: Wohin mit dem Ladekabel? Es gibt nämlich hier an der Unterseite der Hutablage ein großes Netz für Dinge, an die man schnell und jederzeit rankommen muss. Beispielsweise ein Ladekabel. Und da stecke ich das auch jetzt rein. Und da stört dann deine Kameratasche überhaupt nicht. Wir drehen eine Runde mit dem neuen Skoda Elroq.

Wir bleiben erst mal noch hier hinten, denn im Kofferraum gibt es einiges zu sehen. Ich nehm deine Kameratasche noch mal raus hier, Niko. So, dieses Gepäckfach, dieses Gepäcknetz hier unter der Hutablage haben uns ja schon angeschaut. Es gibt hier weitere Netze, in denen man kleinere Dinge unterbringen kann, die nicht im Kofferraum herumrutschen sollen. Außerdem haben wir hier einen Wendeboden: auf der einen Seite Teppich und auf der anderen Seite eine Kunststoffoberfläche, wasserfest. Das heißt, wenn man feuchte Dinge oder schmutzige Sachen transportieren möchte, klappt man einfach so um. Wir haben an den Seitentaschen Haken, hier Ablageboxen für Kleinkram. Auch hier noch mal einen Taschenhaken und eine Ablagebox. Und im Untergeschoss gibt es weitere Staufächer. Um lange Dinge zu transportieren, lässt sich diese Durchladeklappe hier öffnen. Und natürlich lassen sich auch die Rücksitzlehnen insgesamt umklappen. Das Ladevolumen: 470 Liter in diesem Fall, und wenn die Rücksitzlehnen komplett umgeklappt werden, dann werden daraus 1580 Liter. Und dann gibt es noch eine Kleinigkeit in der Heckklappe, nämlich hier an der Seite: einen Eiskatzer. Der steckt bei Skoda-Modellen sonst ja oft unter der Tankklappe, hier aber eben in der Heckklappe.

So, und jetzt lade ich deine Kameratasche wieder ein und wir schauen uns das Auto mal von vorne an. Verschaffen wir uns erst mal einen Gesamteindruck vom Auto. Der Elroq ist ein kompakter SUV und er ist das erste Skoda-Modell, das der neuen Designlinie Modern Solid folgt. Modern Solid, so nennt Skoda diese neue Designsprache. Und die erste Auffälligkeit ist: Das klassische Skoda-Logo ist verschwunden, also der geflügelte Pfeil. Stattdessen gibt es den Skoda-Schriftzug hier vorne auf der Haube, hinten auf dem Heckdeckel und auch auf dem Lenkrad. Das Logo, das findet sich nur noch hier, ganz klein auf den Radnaben. Eine weitere Besonderheit ist diese kraftvoll gestaltete Frontpartie mit den starken waagerechten Linien beispielsweise am auffälligsten hier: Das nennt Skoda Tec-Deck, das ist dieser dunkle Streifen, der sich zwischen den beiden LED Tagfahrleuchten spannt. Und unter dem sind die ganzen Sensoren versteckt. Wie viele andere Fahrzeuge aus dem Volkswagenkonzern auch, also Elektrofahrzeuge, basiert auch der Elroq auf dem MEB, dem modularen Elektronikbaukasten. Und wie diese Modelle auch, beispielsweise der VW ID3 drei oder der Audi Q4 e-tron, hat auch der Elroq keinen Frunk. Wie diese auch hat er die bekannte Technik. Umso wichtiger ist es natürlich, diese Technik attraktiv und vor allen Dingen eigenständig zu verpacken. Und ich finde, dem Elroq, dem gelingt das ganz gut. Er macht eine gute Figur, er hat eine ordentliche Größe als vernünftiges Familienauto und er ist gerade noch kompakt genug, um auch in Parkhäusern oder engen Straßen handlich manövrierbar zu sein. Dabei hilft auch ein vergleichsweise kleiner Wendekreis von 9,30 Metern.

Und wie sich das Auto jetzt fährt, das probieren wir jetzt aus. Wir drehen nämlich eine Runde. Normalerweise stellen uns die Hersteller von Elektroautos Testwagen zur Verfügung, die mit der stärksten verfügbaren E-Maschine und dem größten Akku ausgestattet sind. In diesem Fall hier ist das komplett anders. Wir fahren den Skoda Elroq 50, das Einstiegsmodell der Baureihe mit der kleinsten verfügbaren Maschine und dem kleinsten Akku, wobei 125 KW Leistung, also 170 PS der Maschine im Heck rund 55 Kilowattstunden Speicherkapazität des Akkus im Unterboden ja nun alles andere sind als schwächlich oder unzureichend. Im Gegenteil. Der Skoda Elroq 50 ist ein kraftvolles, kompetentes Elektroauto mit einer Reichweite von real ungefähr 300 bis 350 Kilometern, also absolut alltagstauglich. Er fährt sich komfortabel, verbindlich, und wenn man jetzt keine exquisiten Ansprüche an ein Auto hat, sitzt man hier im Wagen ziemlich richtig. Auch das Basismodell, das wir fahren, bietet vier unterschiedliche Fahrmodi: Eco, Normal, Sport und Individual. Und es lassen sich zwei unterschiedliche Rekuperationsstufen auswählen, und zwar hier mit dem Schaltgnubbel in der Mitte. B ist die stärkere Kooperation und D die weniger starke. Aber auch in der B-Stellung ist kein One-Pedal-Driving möglich.

So, jetzt gucken wir uns die Ausstattung gleich noch mal ein bisschen genauer an hier vorne und vor allen Dingen die Bedienung. Das machen wir aber auf dem Parkplatz. Beim Antrieb tritt unser Testwagen vergleichsweise bescheiden auf. Bei der Ausstattung dagegen, da greift er in die Vollen. Hier im Auto ist das Advanced-Paket und das Winterpaket verbaut. Das bedeutet, der Elroq bietet fast alles, was überhaupt verfügbar ist für den Wagen. Dazu gehören in dem Fall beispielsweise ein Headup-Display, ein Fahrersitz mit Massagefunktion, eine 360-Grad-Rundumsichtkamera oder auch eine drei-Zonen-Klimaanlage. Allerdings funktioniert die Klimaanlage nicht mit einer Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe muss nämlich immer extra bestellt werden für 1.080 € Aufpreis. Wie bei den allermeisten Elektroautos, den modernen Fahrzeugen ohnehin, ist auch hier die komplette Bedieneinheit im Grunde genommen dieser 13 Zoll große Touchscreen. Allerdings, und das finde ich gut, gibt es hier im Skoda Elroq noch eine Tastenreihe und da lässt sich mit einem Fingertipp sofort ein bestimmtes Menü auswählen und dann hier auf dem Touchscreen feinjustieren. Beispielsweise jetzt die Klimasteuerung. Und hier hat man alle Assistenzsysteme, die man ein und ausschalten- und für sich einstellen kann.

Außerdem, und das ist wirklich auch eine Besonderheit hier im Skoda: es gibt sehr, sehr viele Ablagen. Für die Smartphones eine induktive Ladeschale. Hier Getränkehalter, für Kleinkram eine Ablage, in der Mittelkonsole reichlich Platz. Hier drunter Platz für größere Gegenstände. Und dann gibt es auch noch ein Geheimfach hier links des Lenkrads. Wichtig zu wissen ist: exakt dieses Testauto, also mit dem kleinen verfügbaren Antrieb, aber dem allergrößten Ausstattungspaket, advanced nämlich, das gibt es genau so in Deutschland gar nicht zu bestellen. Hier bei uns gibt es die Advanced-Ausstattung nur für die Modelle mit den stärkeren Motoren und den größeren Akkus. Wir haben für unseren Test allerdings von Skoda ein Weltmodell erhalten und das ist durchaus verfügbar, beispielsweise in Österreich. Nur eben leider nicht in Deutschland. Da wird es den Kunden vorenthalten. So viel erst mal von hier vorne.

Jetzt wechseln wir mal auf die Rücksitze und schauen uns dort noch um. Der Fahrersitz, der ist für mich eingestellt, da habe ich nichts dran verändert. Ich bin 1,82 Meter groß und man erkennt auf Anhieb: hier hinten gibt es dennoch sehr viel Platz. Genug Raum für Beine, Knie, auch für den Kopf, für die Schultern. Man sitzt sehr bequem. Und es gibt noch ein paar Extras: beispielsweise die Armauflage, die hier ausgeklappt werden kann, mit Becherhaltern integriert. Und es gibt hier hinten auch noch ein paar Details aus der Vollausstattung des Autos, etwa diese Ablagebox hier auf dem Boden, in der Mitte, dann hier zwei USB-C-Anschlüsse. Die äußeren Sitze der Rückbank, die lassen sich beheizen. Es gibt in den Rückenlehnen der Vordersitze Einstecktaschen für Kleinigkeiten, wie zum Beispiel das Smartphone oder was zu lesen. Smartphone kann auch hier an dieser Halterung angebracht werden und an den Seitenscheiben, da sind noch so Jalousien, die man davorspannen kann. Was es nicht gibt hier hinten: eine verschiebbare Rücksitzbank, die ist fest installiert. Klar, die Rückenlehnen, die lassen sich umklappen, um den Kofferraum zu erweitern. Ansonsten aber bewegt sich hier nichts. Aber wir wollen uns noch bewegen, denn wir drehen jetzt noch ne Runde.

Der Skoda Elroq ist ein Allround-Elektroauto im besten Sinne, mit viel Platz für die Familie, ausreichend Raum für Gepäck, einem ausgereiften Elektroantrieb, modernem Design und vielen praktischen Extras. Es hört sich vielleicht läppisch an, aber das Netz unter der Hutablage, das ist genau so ein Extra, denn es macht den Autoalltag wirklich einfacher. Gut gefallen uns: das komfortable Fahrgefühl, das große Platzangebot hier drinnen und die vielen praktischen Ablagen. Nicht so gut gefallen uns: dass die Rücksitzbank fest installiert ist und sich nicht bewegen lässt, dass ein Verbrauch von rund 22 Kilowattstunden pro 100 Kilometer auch bei dieser Kälte ziemlich hoch ist. Und dass die vielen Ausstattungspakete die Preisliste so ein bisschen undurchschaubar machen. Was kostet der denn? Den Skoda Elroq gibt es ab 33.900 €. Und unser Testmodell mit dem kleinsten Antrieb, aber der größtmöglichen Ausstattung, das es so wohlgemerkt in Deutschland gar nicht zu kaufen gibt, das würde rund 42.000 € kosten. Andererseits mit dem Preis ist das so eine Sache, denn manches lässt sich ja gar nicht richtig beziffern. So Sachen wie zum Beispiel dieses Netz unter der Hutablage, das ist ja vielen Herstellern nicht eingefallen bei mehr als doppelt so teuren Autos.

Stimmt auch wieder.

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