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Köpenick muss länger auf die Tram warten – Altstadt-Baustelle dauert bis 2028

Дата публикации: 22-08-2026 08:21:36

Die Geduld der Köpenicker wird weiter strapaziert: Die Bauarbeiten von BVG und Wasserbetrieben dauern voraussichtlich ein halbes Jahr länger. Es werden nicht die letzten sein.

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Die Geduld der Köpenicker wird weiter strapaziert: Die Bauarbeiten von BVG und Wasserbetrieben dauern voraussichtlich ein halbes Jahr länger. Es werden nicht die letzten sein.

Köpenick bleibt eine Dauerbaustelle.

Köpenick bleibt eine Dauerbaustelle.

© Maurizio Gambarini/imago

Die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs in Köpenick werden auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Denn die Bauarbeiten in der Altstadt werden länger dauern, als bisher geplant. Das bedeutet, dass vermutlich erst im Frühjahr 2028 wieder  Straßenbahnen durch die Altstadt rollen. Derzeit sind Nutzer vieler Linien der Straßenbahn auf einen Bus des Schienenersatzverkehrs angewiesen, der am Schlossplatz beginnt und nach mehreren Stopps am S-Bahnhof Köpenick endet.

Seit Februar des vergangenen Jahres werden in der Altstadt die Straßenbahngleise und die Versorgungsleitungen der Berliner Wasserbetriebe erneuert. Ursprünglich sollten die Arbeiten im September 2027 abgeschlossen sein, Straßenbahnen wieder durchgehend fahren.

Grund für die Verzögerungen bei der Fertigstellung seien unter anderem die Auswirkungen eines langen und strengen Winters, heißt es auf Nachfrage bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Bei Frost könnten Erdarbeiten sowie Asphalt- und Betonarbeiten nicht oder nur eingeschränkt ausgeführt werden, teilte eine BVG-Sprecherin mit. Dadurch sei es zu Verzögerungen gekommen.

Hinzu komme, dass die Dauer einer komplexen Baumaßnahme im Vorfeld nur bedingt exakt planbar sei. „Während der einzelnen Bauphasen können unvorhergesehene Herausforderungen auftreten, die Anpassungen erforderlich machen.“ Dies gelte insbesondere dann, wenn mehrere Gewerke gleichzeitig auf engem Raum tätig seien und die Arbeiten eng aufeinander abgestimmt werden müssten.

Die Berliner Wasserbetriebe teilten mit, dass im Zuge der gemeinsam mit der BVG geplanten Baumaßnahmen neben rund 1,2 Kilometer Trinkwasserleitung auch diverse Regen- und Schmutzwasserkanäle erneuert werden müssen. Es habe sich herausgestellt, dass die Schmutzwasserkanäle  mehr Abwasser als ursprünglich berechnet führten. Deshalb müsse eine oberirdische Interimsleitung mit 40 Zentimetern Innendurchmesser gelegt werden.

Der Aufbau der Interimsleitung verzögert demnach den Baufortschritt um maximal sechs Monate, teilte ein Sprecher der Wasserbetriebe auf Anfrage mit. Wobei man bei dem am Dienstag beendeten Aufbau bereits etwas schneller als gedacht gewesen sei. Die Leitung wird den Angaben zufolge zwei Monate genutzt, dann etwa sechs Wochen wieder zurückgebaut – wobei während des Rückbaus bereits parallele Sanierungsarbeiten stattfinden könnten.

Ab 2030 wird die Lange Brücke abgerissen und neu gebaut

Auch die Stromnetz Berlin GmbH ist in der Altstadt nach Angaben eines Sprechers mit „einem kleineren Kabelprojekt im Einsatz“, das jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf den Zeitplan des umfangreichen Hauptprojekts der BVG habe.

Nach dem Abschluss der Bauarbeiten können die Köpenicker nur kurz aufatmen. Denn die nächste Großbaustelle ist bereits geplant. Ab 2030 soll die Lange Brücke, die am Schloss Köpenick über die Dahme führt, abgerissen und neugebaut werden. Sie verbindet die Altstadt und die Köllnische Vorstadt. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich vier Jahre dauern, in dieser Zeit steht pro Richtung nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Fahrgäste, die von der Altstadt nach Grünau, Adlershof oder Schöneweide wollen, müssen sich während der gesamten Bauzeit auf Schienenersatzverkehr einstellen. Bis 2034 ersetzen Busse die Straßenbahnen. Das Bauprojekt soll insgesamt 60 Millionen Euro kosten. Für die Erneuerung des Viadukts war 2020 extra der Denkmalschutzstatus aufgehoben worden, da sich dessen Zustand zusehends verschlechtert hatte. 

Die rund 73 Meter lange Dreibogenbrücke war 1891 errichtet und zuletzt Ende der 1990er-Jahre instandgesetzt worden. Zudem gibt es zwei 78 Meter lange Behelfsbrücken, die seit 32 Jahren neben dem historischen Bauwerk stehen.

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