Bei Mercedes-Benz läuft es aktuell nicht rund. Der Stuttgarter Autobauer denkt über einen verschärften Sparkurs nach, bei dem die Mitarbeiter:innen künftig 40 statt bisher 35 Stunden arbeiten müssten – bei gleichem Lohn. Auch ein Homeoffice-Aus droht. Konkurrenz aus China, US-Zölle, ein schwacher Dollar – und jetzt auch noch Lieferprobleme. Beim Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz läuft es derzeit nicht […]
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Bei Mercedes-Benz läuft es aktuell nicht rund. Der Stuttgarter Autobauer denkt über einen verschärften Sparkurs nach, bei dem die Mitarbeiter:innen künftig 40 statt bisher 35 Stunden arbeiten müssten – bei gleichem Lohn. Auch ein Homeoffice-Aus droht.
Bei Mercedes-Benz stottert es gewaltig. (Foto: Anders Nilsson - Sthlm/Shutterstock)
Konkurrenz aus China, US-Zölle, ein schwacher Dollar – und jetzt auch noch Lieferprobleme. Beim Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz läuft es derzeit nicht rund. Absatz und Gewinne schrumpfen. An der Börse steht ein Minus von rund 25 Prozent seit Jahresbeginn 2026 zu Buche.
Die Konsequenz: Mercedes-Benz verschärft seinen Sparkurs. Seit Ende Juni 2026 dringen wiederholt Maßnahmen an die Öffentlichkeit, die der Konzern umsetzen will oder zumindest prüft. So wurde eine eigentlich für Juli geplante Sonderzahlung – immerhin 18,4 Prozent vom jeweiligen Monatsentgelt – um ein Jahr verschoben. Betroffen sind 90.000 Mitarbeiter:innen, wie der SWR schreibt.
Darüber hinaus möchte der von Konzernchef Ola Källenius geführte Autobauer die Option Homeoffice streichen. Geprüft werde derzeit die Rückkehr zur Präsenz an fünf Arbeitstagen pro Woche, wie es in einem internen Schreiben des Betriebsrats an die Beschäftigten heißt.
Und das ist noch nicht alles. Denn bei Mercedes-Benz soll auch die 35-Stunden-Woche zur Disposition stehen. Künftig, so der Plan, könnten die Mitarbeiter:innen bis zu 40 Stunden arbeiten müssen – allerdings für das gleiche Geld. Grund ist laut dem Konzern, dass die Arbeitskosten im internationalen Vergleich zu hoch seien.
Dem Gesamtbetriebsrat zufolge zeigten die Maßnahmen und Überlegungen, wie hoch der Druck für das Unternehmen inzwischen sei. Die Beschäftigten wiederum wollen sich die Sparmaßnahmen nicht so einfach gefallen lassen, wie heise.de berichtet. Tausende Beschäftigte von Mercedes sowie Volkswagen, wo weltweit bis zu 100.000 Stellen wegfallen könnten, demonstrierten am Freitag, dem 3. Juli 2026, gegen die Pläne.
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Die Mitarbeiter:innen seien nicht bereit, „die Zeche für das Managerversagen zu zahlen“, hieß es von der IG Metall. Die Beschäftigten hätten die aktuellen Probleme der Unternehmen nicht verursacht. Stattdessen hätten sie in den vergangenen Jahren „Milliarden erwirtschaftet, die Transformation mitgetragen und immer wieder Flexibilität bewiesen“. Für den Sommer kündigte die IG Metall weitere Proteste und einen „heißen“ Sommer an, schreibt Wallstreet-Online.
Derweil kommen für Mercedes-Benz auch aus der Fertigung schlechte Nachrichten. Wie das Handelsblatt berichtet, soll es beim Hochlauf der Produktion des zum „Schicksalsmodell“ ausgerufenen Elektro-SUV GLC stocken. Nachdem Mitte Mai vor versammelter Politprominenz gefeierten Start fehlen jetzt Batterien und Bordnetze.
Elektroautos: 5 Vorurteile und was an ihnen dran ist
Wie es allgemein um den Konzern steht, wird sich am 28. Juli 2026 zeigen. Dann legt Mercedes-Benz seine Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal vor. Die Verschärfung des Sparkurses lässt derweil nichts Gutes erwarten.
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