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Russlands Wirtschaft unter Dauerbeschuss: Putin sucht den Ausweg – mit größtem Ölfeld seit Sowjet-Ära

Дата публикации: 22-09-2026 19:12:51

Ukraine greift Russlands Ölraffinerien an – und trifft mitten ins Herz. Doch Moskau hat eine Antwort: Ein riesiges Arktis-Ölfeld nimmt den Betrieb auf.

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Russlands Wirtschaft unter Dauerbeschuss: Putin sucht den Ausweg – mit größtem Ölfeld seit Sowjet-Ära

Stand: 22.09.2026, 21:12 Uhr

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Ukraine greift Russlands Ölraffinerien an – und trifft mitten ins Herz. Doch Moskau hat eine Antwort: Ein riesiges Arktis-Ölfeld nimmt den Betrieb auf.

Krasnojarsk – Trotz der jüngsten Bemühungen Donald Trumps, die gegenseitigen Luftangriffe Russlands und der Ukraine auf die gegnerische Energieinfrastruktur zu unterbinden, setzen sie sich weiter fort. Auf den bislang größten ukrainischen Drohnen- und Raketenangriff im Raum Moskau mit Ziel auf die Gazpromneft-Raffinerie im Stadtteil Kapotnja in der Nacht von Samstag auf Sonntag (19.–20. September) folgte die russische Antwort in Form einer Attacke auf die Region Kiew. Zum Wochenbeginn nun holte die Ukraine wiederum zum Drohnenangriff auf zwei Ölraffinerien in den Städten Samara und Ufa aus, wo es zu Bränden und schweren Schäden kam.

Fotomontage einer Baustelle des „Wostok Oil“-Ölfelds und Wladimir Putins

Ukraine greift Russlands Ölraffinerien an – und trifft mitten ins Herz. Doch Moskau hat eine Antwort: ein riesiges Arktis-Ölfeld nimmt den Betrieb auf. © IMAGO / ZUMA Press und IMAGO / ZUMA Press Wire

Ob der Betrieb in den betroffenen Raffinerien weitergehen kann, bleibt vorerst fraglich. Sollten sie auch ausfallen, würden sie sich damit einreihen in die Liste der Standorte, die ihren Betrieb nach ukrainischen Angriffen bereits einstellen mussten. Während Russlands Energieinfrastruktur droht, unter dem Druck der Ukraine weitere Einbußen in Kauf nehmen zu müssen, kann der Kreml nun offenbar einen Erfolg bei der Ölförderung verbuchen.

Russland startet Ölförderung beim Riesen-Ölfeld „Wostok Oil“

Nach einer ersten Ankündigung Wladimir Putins am 5. September hat Russland nun offenbar den kommerziellen Ölexport aus dem Fördergebiet „Wostok Oil“ aufgenommen. Das berichteten am Dienstag neben der Nachrichtenagentur Reuters auch The Moscow Times und Ukrainska Pravda. Gelegen ist das Fördergebiet im Norden Russlands in der Arktis auf der Tajmyr-Halbinsel in Ostsibirien sowie im Gebiet der Region Krasnojarsk.

Das „Wostok Oil“-Fördergebiet gilt als größter erschlossener Ölfeldkomplex seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Es umfasst 13 Ölfelder, deren Reserven auf knapp 51 Milliarden Barrel geschätzt werden. Nach Angaben der Föderalen Agentur für Bodenschätze (Rosnedra) entspricht dies etwa einem Fünftel der gesamten nachgewiesenen Ölreserven Russlands von 220 Milliarden Barrel, während das Gesamtförderpotenzial des Projekts auf zwei Millionen Barrel pro Tag geschätzt wird.

Bis 2030 sollen bei „Wostok Oil“ täglich bis zu einer Million Barrel Öl gefördert werden

Russlands staatlich kontrollierter Ölriese Rosneft hat den übereinstimmenden Medienberichten zufolge nun offenbar am Terminal „Bukhta Sever“ mit der Beladung von vier speziellen eisgängigen Tankern begonnen. Diese werden das erste Öl aus den neuen Feldern über die Nordostpassage nach Asien verschiffen. In der Anfangsphase sollen die von „Wostok Oil“ ausgehenden Exporte 150.000 Barrel pro Tag betragen, doch es ist geplant, diese Menge bis 2030 auf eine Million Barrel täglich zu steigern.

Andere Lagerstätten mit einer vergleichbaren Ressourcenbasis gibt es in Russland nicht mehr. Im Jahr 2017 verkaufte Rosnedra die letzte Lagerstätte vergleichbarer Größenordnung – das Ergin-Feld im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen. Die in den darauffolgenden Jahren entdeckten Lagerstätten gehörten überwiegend zu den Kategorien „klein“ und „sehr klein“.

Das nun in Betrieb genommene Ölfeld enormer Größenordnung dürfte dem Kreml dabei helfen, die ausgefallenen Ölraffinerien zu kompensieren, die durch ukrainische Luftangriffe untauglich gemacht worden waren. Allein im August sind dies mit den Werken Permnefteorgsintez, Orsknefteorgsintez und Zapsibneftekhim sowie den Raffinerien in Saratow und Wolgograd ganze fünf gewesen. Vergangene Woche (17. September) hatte zudem die Slavneft Yaroslavnefteorgsintez (YANOS) in Jaroslawl, 280 Kilometer nordöstlich von Moskau, ihren Betrieb nach einem ukrainischen Angriff vorerst einstellen müssen. Am Montag kam die Gazpromneft-Raffinerie im Moskauer Stadtteil Kapotnja hinzu. (Quellen: Reuters, The Moscow Times, Ukrainska Pravda)

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