Die AfD gewinnt in Mecklenburg-Vorpommern die Wahl. Doch der Weg zur Macht ist versperrt. Generalsekretär Seifert spricht über mögliche Partner und fordert Konsequenzen für Friedrich Merz.
Die AfD hat ihr Ziel erreicht: Erstmals ist sie bei einer Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern stärkste Kraft geworden. Nach den ersten Hochrechnungen wird gefeiert und Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm spricht von einem „klaren Regierungsauftrag“. Doch wie dieser eingelöst werden soll, ist völlig offen. Für eine Alleinregierung reicht es nicht, eine Zusammenarbeit mit der AfD haben die übrigen Parteien ausgeschlossen.
Damit steht die Partei ausgerechnet nach ihrem größten Erfolg im Nordosten vor einer schwierigen Frage: Was folgt politisch aus dem Wahlsieg? Im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt AfD-Generalsekretär Dario Seifert, wie seine Partei nun mit dem Dilemma, keine Koalitionspartner zu haben, umgehen will und was das Wahlergebnis aus seiner Sicht für Bundeskanzler Friedrich Merz bedeutet. Auch über die Kritik am eigenen Ministerpräsidentenkandidaten Leif-Erik Holm und die Frage, was im Wahlkampf schiefgelaufen ist, spricht Seifert.