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Stadt Baden schafft Grundlage für preisgünstigen Wohnraum im Immobilienportfolio 

Дата публикации: 24-08-2026 14:41:50

Von der wohnpolitischen Strategie zur operativen Umsetzung  Die Stadt Baden verfolgt das Ziel, mit ihrem Immobilienportfolio einen aktiven Beitrag zur Bereitstellung von preisgünstigem Wohnraum zu leisten. Um dieses Ziel strategisch zu verankern und gleichzeitig praktikable Instrumente für die Umsetzung zu schaffen, arbeitete die Stadt mit Wüest Partner zusammen. Gemeinsam wurde ein Modell entwickelt, das wohnpolitische Zielsetzungen, wirtschaftliche […]
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Luftaufnahme der Altstadt Baden

Roger Blumenthal Janine Erzinger

von Roger Blumenthal und Janine Erzinger

Themen

Von der wohnpolitischen Strategie zur operativen Umsetzung 

Die Stadt Baden verfolgt das Ziel, mit ihrem Immobilienportfolio einen aktiven Beitrag zur Bereitstellung von preis­güns­tigem Wohnraum zu leisten. Um dieses Ziel strate­gisch zu verankern und gleich­zeitig prakti­kable Instrumente für die Umsetzung zu schaffen, arbeitete die Stadt mit Wüest Partner zusammen. Gemeinsam wurde ein Modell entwi­ckelt, das wohnpo­li­tische Zielsetzungen, wirtschaft­liche Anforderungen und recht­liche Rahmenbedingungen in Einklang bringt. 

Die Herausforderung 

Die Förderung von preis­güns­tigem Wohnraum stellt Städte und Gemeinden vor komplexe Fragestellungen. Neben der Definition dessen, was als preis­güns­tiger Wohnraum gilt, müssen finan­zielle Auswirkungen auf das Immobilienportfolio berück­sichtigt sowie recht­liche und politische Anforderungen erfüllt werden. 

Auch die Stadt Baden stand vor der Frage, wie preis­güns­tiges Wohnen im eigenen Bestand syste­ma­tisch definiert und umgesetzt werden kann. Gesucht war ein Ansatz, der sowohl politisch mehrheits­fähig als auch operativ umsetzbar ist und sich in bestehende Bewirtschaftungsprozesse integrieren lässt. 

In einer ersten Projektphase wurde eine umfas­sende Auslegeordnung erarbeitet. Darauf aufbauend wurde ein auf die spezi­fi­schen Bedürfnisse der Stadt Baden zugeschnit­tenes Vermietungsmodell entwi­ckelt, in einem entspre­chendem Mietzinsreglement konkre­ti­siert und auf das städtische Portfolio angewendet werden. 

Der Lösungsansatz 

Wüest Partner begleitete die Stadt Baden über mehrere Projektphasen hinweg als strate­gi­scher und metho­di­scher Partner. Im Zentrum stand die Entwicklung eines praxis­taug­lichen Modells, das die wohnpo­li­ti­schen Ziele der Stadt in konkrete Handlungsinstrumente übersetzt. 

Zunächst wurden zentrale Begriffe wie preis­güns­tiger, bezahl­barer und gemein­nüt­ziger Wohnraum präzi­siert und vonein­ander abgegrenzt. Anschliessend entwi­ckelte Wüest Partner ein Kostenmietmodell und analy­sierte dessen Auswirkungen auf Portfolio- und Objektebene. Dabei wurden die modell­ba­sierten Mietzinse den bestehenden Marktmieten gegen­über­ge­stellt. 

Eine struk­tu­rierte Analyse des Immobilienbestands ermög­lichte die Differenzierung zwischen ertrags­ori­en­tierten Objekten und Liegenschaften mit Potenzial für preis­güns­tigen Wohnraum. Darauf aufbauend wurden nachvoll­ziehbare Kriterien für die Zuweisung von Wohnungen entwi­ckelt sowie konkrete Umsetzungselemente wie Belegungsvorschriften, Mietreglement und Transformationsprozesse erarbeitet. 

Mehrere Workshops mit den Projektverantwortlichen dienten der fachlichen Abstimmung und der Vorbereitung politi­scher Entscheidungen. Ergänzend wurde die Stadt bei juris­ti­schen Fragestellungen und bei der Ausarbeitung der Entscheidungsgrundlagen für die politi­schen Gremien unter­stützt. Darüber hinaus wurden auch Aspekte der aktiven Bodenpolitik berück­sichtigt, insbe­sondere im Zusammenhang mit Akquisitionsstrategien und möglichen Devestitionen. 

Das Ergebnis: Modell zur Förderung von preisgünstigem Wohnraum 

Die Stadt Baden verfügt heute über ein klar definiertes und rechtlich abgestütztes Modell zur Förderung von preis­güns­tigem Wohnraum im eigenen Immobilienportfolio. Die Wohnungen werden grund­sätzlich zu orts- und quartier­üb­lichen Mietzinsen unter Berücksichtigung der mietrecht­lichen Bestimmungen vermietet. Auf Basis klar definierter Kriterien können gezielte Mietzinsreduktionen gewährt werden, um bedarfs­ge­recht preis­güns­tigen Wohnraum bereit­zu­stellen. 

Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der Verordnung über die preis­güns­tigen Wohnungen der Einwohnergemeinde Baden und ist damit sowohl rechtlich abgesi­chert als auch politisch legiti­miert. 

Das entwi­ckelte Modell verbindet markt­ori­en­tierte Mietansätze mit sozial­po­li­tisch motivierten Entlastungsmechanismen. Dadurch entsteht eine ausge­wogene Balance zwischen wirtschaft­licher Tragfähigkeit und wohnpo­li­ti­schen Zielsetzungen. Gleichzeitig schafft das Modell eine belastbare Grundlage für die zukünftige Bewirtschaftung des Portfolios sowie für Neubauprojekte und Baurechtsvergaben. 

Für die Stadt Baden resul­tieren daraus ein einheit­liches Verständnis von preis­güns­tigem Wohnraum, ein trans­pa­rentes und nachvoll­zieh­bares Berechnungsmodell sowie Klarheit über die finan­zi­ellen Auswirkungen auf das Portfolio. Die erarbei­teten Instrumente unter­stützen die operative Umsetzung und schaffen eine fundierte Grundlage für zukünftige politische Entscheidungen. 

Die Zusammenarbeit zeigt exempla­risch, wie sich komplexe wohnpo­li­tische Fragestellungen durch daten­ba­sierte Analysen, fundierte Modelle und eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Fachexperten in prakti­kable und langfristig tragfähige Lösungen überführen lassen. 

Mehr zum Thema preisgünstiger Wohnraum Kontaktieren Sie unsere Expert:innen für weitere Insights.

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