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Heizen bleibt deutlich teurer als vor der Energiekrise

Дата публикации: 02-10-2026 04:09:00

Heizkosten lagen 2025 laut Techem 45 Prozent über 2021. Wo Heizen besonders teuer ist und welche Heizsysteme am günstigsten sind.

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Eine Auswertung von mehr als einer Million Wohnungen zeigt, dass die Preise fürs Heizen vergangenes Jahr 45 Prozent über dem Niveau von 2021 lagen. Dieses Jahr könnte es noch teurer werden.

Die Energiekrise von 2022 und 2023 ist vorbei, doch die hohen Preise bleiben. Für den Techem Atlas für Energie, Wärme und Wasser wertete Techem Daten von rund 1,1 Millionen Wohnungen in 94.000 Mehrfamilienhäusern aus von Techem betreuten Gebäuden aus. Die Ergebnisse sind also nicht repräsentativ für den gesamten deutschen Wohnungsmarkt. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Die Heizkosten lagen 2025 um rund 45 Prozent höher als 2021. Letzteres war das letzte Jahr vor der Energiekrise und eignet sich deswegen am besten als Vergleichszeitraum. Die höheren Kosten resultieren auch daraus, dass der vergangene Winter kälter als im Vorjahr war. Somit stieg der Verbrauch pro Quadratmeter an. Auf der anderen Seite sorgen effizientere Anlagen und ein angepasstes Verhalten der Bewohner dafür, dass weniger Heizenergie verbraucht wird.
  • Die Energiepreise lagen sogar 82 Prozent höher. Diese Daten betreffen vor allem Heizöl und Erdgas. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Teuerungsrate von Heizöl von Januar 2021 bis August dieses Jahres sogar bei 95 Prozent. Bei Erdgas sind es 77 Prozent. Dass sich dies nicht in gleich hohen Heizkosten niederschlug, liegt daran, dass der Verbrauch heute geringer ist als 2021.
  • Es gibt große regionale Unterschiede. Das teuerste Bundesland ist das Saarland. Hier lagen die Heizkosten im vergangenen Jahr bei durchschnittlich 14,50 Euro pro Quadratmeter. Es folgen Schleswig-Holstein mit 12,77 und Hessen mit 12,76 Euro. Das Saarland liegt damit rund 40 Prozent über dem günstigsten Bundesland. Das ist Berlin mit 10,34 Euro pro Quadratmeter. Günstig sind auch Nordrhein-Westfalen mit 10,69 Euro und Bremen mit 10,72 Euro.
  • Die teuerste Stadt ist Ravensburg. In der Mittelstadt in Baden-Württemberg lagen die Heizkosten im vergangenen Jahr bei durchschnittlich 13,34 Euro pro Quadratmeter. Zweitteuerste Stadt war Reutlingen in Baden-Württemberg mit 13,22 Euro vor Sömmerda in Thüringen mit 13,10 Euro. Am günstigsten war Heizen in Bielefeld mit 8,99 Euro vor Rheine (beide Nordrhein-Westfalen) und Würzburg (Bayern) mit je 9,93 Euro.
  • Wärmepumpen waren im untersuchten Mehrfamilienhausbestand am günstigsten. Ihre Heizkosten lagen 2025 in etwa auf demselben Niveau wie 2021. Dabei kommt Techem zu dem Schluss, dass 30 Prozent der Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern bisher nicht einmal optimal eingestellt sind. Zudem seien von den noch nicht umgerüsteten Häusern 40 Prozent für den Einbau einer Wärmepumpe geeignet, ohne dass Heizkörper ausgetauscht werden müssten. Mit Tausch könnten sie sogar in 80 Prozent aller Mehrfamilienhäuser eingebaut werden.
  • Nicht Erdgas ist die häufigste Quelle, sondern Fernwärme. 52 Prozent der untersuchten Wohnungen in mehreren Ländern nutzten Fernwärme, nur 32 Prozent Erdgas. Das widerspricht den allgemeinen Zahlen im deutschen Wohnungsbestand. Hier führt weiterhin Erdgas. Allerdings schließt das auch alle Ein- und Zweifamilienhäuser mit ein.
2026 wird Heizen je nach Energieträger teurer

Das Beratungsportal co2online hat erst vergangene Woche seine Prognose für dieses Jahr aktualisiert. Demnach dürfte es vor allem für Nutzer von Ölheizungen teuer werden. Co2online rechnet mit Kosten von 1275 Euro für das Jahr 2026. Das wären rund 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Holzpellets sollen demnach um 17 Prozent auf 860 Euro steigen. Die Kosten für Fernwärme (plus ein Prozent auf 1310 Euro) und Wärmepumpen (plus drei Prozent auf 735 Euro) steigen leicht. Erdgas könnte um vier Prozent auf 1120 Euro sinken.

Das ist aber nur eine Momentaufnahme. Für den Winter bleibt die Entwicklung unsicher. Die Gaspreise im Großhandel schwanken derzeit stark. Zugleich sind die deutschen Speicher deutlich niedriger gefüllt als in den Vorjahren. Das muss nicht automatisch höhere Haushaltsrechnungen bedeuten, erhöht aber das Preisrisiko bei einem kalten Winter oder neuen Lieferproblemen.

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Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 19.63. Источник: rss.focus.de.