Monatelang wartete ein Kunde von Lufthansa nach eigenen Angaben auf sein Geld und beschwerte sich immer wieder. Irgendwann antwortete ein Mitarbeiter der Airline ungewöhnlich deutlich. Die patzige Antwort wurde für Lufthansa zum Bumerang.
Monatelang wartete ein Kunde von Lufthansa nach eigenen Angaben auf sein Geld und beschwerte sich immer wieder. Irgendwann antwortete ein Mitarbeiter der Airline ungewöhnlich deutlich. Die patzige Antwort wurde für Lufthansa zum Bumerang.
Am 22. September machte ein Lufthansa-Passagier auf der Plattform X seinem Ärger Luft. Die deutsche Airline ignoriere seit Monaten seine Nachrichten und E-Mails, schrieb er. Eine zugesagte Zahlung sei nie auf seinem Konto gelandet. Er warf der Airline rechtswidriges Verhalten vor und forderte, dass sich endlich jemand um seinen Fall kümmert.
Dann platzte beim Social-Media-Team von Lufthansa offenbar jemandem der Kragen. Ein Mitarbeiter antwortete: „Wir haben Ihnen bereits mehrfach per Direktnachricht auf verschiedenen Social-Media-Plattformen geantwortet. Die Antwort wird sich nicht auf magische Weise ändern, nur weil Sie dieselbe Frage jetzt auf X stellen.“
Der Kunde ließ das nicht auf sich sitzen und schlug zurück. „Ich brauche keine magische Antwort. Ich brauche, dass Lufthansa das Geld zahlt, das du ZUGESAGT hast. Deine Antworten per DM haben sich nicht geändert, weil du dich weigerst, das Problem zu lösen.“
Weiter: „Hör auf, dich auf Social Media zu streiten, und sag dem Kundenservice, dass er unsere Auszahlung bearbeiten soll!“
Danach herrschte Funkstille. Weder Lufthansa noch der verärgerte Passagier legten nach. Der Post verbreitete sich derweil immer weiter, und die Antwort der Airline sammelte deutlich mehr Likes als die Beschwerde des Kunden. Erst einen Tag später meldete sich der Lufthansa-Kundenservice erneut zu Wort.
„Wir entschuldigen uns aufrichtig für unsere letzte Antwort. So gehen wir nicht mit unseren Passagieren um“, schrieb die Airline.
Man verstehe den Frust und tue alles, um den Vorgang zu beschleunigen. Das Portal PYOK berichtet über den Schlagabtausch. Und auch der Passgier wurde wieder friedlich und hat die Entschuldigung angenommen.
Von benjamin.recklies@aerotelegraph.com (Benjamin Recklies)