Max Verstappen überholte bei „Max vs. 100“ alle 100 Fahrer. Vor Ort in Silverstone zeigte der Weltmeister eine Seite, die man aus der Formel 1 kaum kennt.
Max Verstappen überholte bei „Max vs. 100“ alle 100 Fahrer. Vor Ort in Silverstone zeigte der Weltmeister eine Seite, die man aus der Formel 1 kaum kennt.
Ende der 14. Runde schiebt sich die Schnauze von Max Verstappens Kart auch noch am letzten Fahrer vorbei. Drei tapfere Rennfahrer hatten sich vorne rundenlang bekämpft, verbissen um die Spitze gefightet und dabei völlig aus den Augen verloren, worum es eigentlich ging: Bloß nicht von Verstappen überholt werden!
Die beiden Tage vor Ort in England zeigten mir aber auch, warum Verstappen in seiner Heimat so gefeiert wird, wie Michael Schumacher früher mal bei uns. Nicht nur wegen seines sagenhaften Talents, sondern wegen einer Seite an ihm, die man in der knallharten Formel 1 nur ganz selten zu Gesicht bekommt.
Schon am Trainingstag vor dem verrückten Spaßrennen war die Begeisterung unter den 100 Teilnehmern, die aus der ganzen Welt angereist waren, spürbar greifbar. Egal ob Profi-Sportler, Content Creator oder Hobbypiloten: Alle brannten darauf, im Qualifying die beste Rundenzeit hinzulegen, um sich möglichst weit vorne zu qualifizieren und dem Formel-1-Star so viele Runden wie möglich zu trotzen.
ANZEIGE
ANZEIGE
Auch wenn fast jeder realistisch einschätzte, dass die Hürde Verstappen schier unüberwindbar sein würde – mehr als zwei Runden gaben sich die Wenigsten –, war die Vorfreude gigantisch.
,regionOfInterest=(1920,1493)&hash=aa15fb17a7e2230f1845844fe52bfa6009f9cdb31d34dfce69a0551529df02a8)
Wie absurd Verstappens Demonstration am Ende eigentlich war, zeigte sich am Vortag. Formel-1-Pilot Arvid Lindblad (Racing Bulls) versuchte sich in zwei Probeläufen an jeweils nur 50 Fahrern. In der vorgegebenen Zeit schaffte es der 19-Jährige aber in beiden Versuchen nicht, das Feld komplett zu überholen – verflixt, mindestens ein Fahrer blieb immer vor ihm.
Und Verstappen? Der reiste ohne jegliche Vorbereitung an. Bei einem Gespräch mit Reportern nach dem Rennen gestand er schmunzelnd, dass sein gesamtes „Training“ aus ein paar Aufwärmründchen kurz vorm Start bestanden hätte.
Was dann folgte, war pure Rennsportwucht: Gleich beim Start nutzte Verstappen faszinierende Kniffe aus alten Mini-Kart-Zeiten. Durch gezielte Hüpfbewegungen im Sitz verlieh er seinem Kart auf der Startgeraden zusätzlichen Schwung und hüpfte förmlich an den ersten Fahrern vorbei. Wo andere im Chaos bremsen mussten, zog der Weltmeister durch und fand jede kleinste Lücke.
,regionOfInterest=(2291,1564)&hash=618a9730840f685eb6997ca1b2501de5cf0658b2571bc13517fac3d34b0464ba)
Schon nach Runde eins war das Feld um 63 Fahrer dezimiert. Viele Teilnehmer bekamen im Getümmel nicht mal mit, wie, wo und wann der Champion an ihnen vorbeigezogen war, so schnell ging das.
Unter den Leidtragenden der ersten Runde waren auch zwei deutsche Red-Bull-Sportler. Ultramarathonläufer Arda Saatci, für den es das erste richtige Kart-Rennen überhaupt war, ging mit viel Respekt an die Aufgabe. Obwohl er mit Startplatz 42 ein ordentliches Qualifying fuhr, war der Traum vom Duell Rad-an-Rad schnell vorbei.
„Ich habe einfach nur eine schwarze Flagge gesehen. Ich glaube, es muss gewesen sein, als die ersten Unfälle entstanden sind. Da muss er dann an der Seite vorbeigegangen sein“, versuchte sich der Extremsportler zu erinnern, als ihn FOCUS online drauf ansprach.
Nach dem schnellen Ende zollte Saatci dem vierfachen Weltmeister höchsten Respekt: „Sein Skill-Level live zu sehen, macht noch mal einen Unterschied. Er ist einer der Besten, die diesen Sport jemals gesehen haben.“
,regionOfInterest=(1807,785)&hash=10eca920c5e61d1d4272427b8534e20c977cee5ceb8e1e4191cea2023cc7b4f3)
Auch Zehnkampf-Gigant Leo Neugebauer hatte sich erhofft, doch mindestens mal zwei Runden vor dem überlegenen Niederländer zu bleiben. Aber auch ihn erwischte es im dichten Getümmel der ersten Runde.
„Ich bin ganz hinten im Eck einmal komplett in einen Massencrash reingekommen. Ich habe Max echt nicht gesehen, wie er an mir vorbei ist“, lachte Neugebauer nach dem Rennen. Dabei hatte er noch gehofft, dass der Motorsport-Star noch mit dem bekannten ‚Dö Dö Dö Max Verstappen‘ an ihm vorbeifliegt.
In der Formel 1 haftet Verstappen oft das Image des sturen, kompromisslosen Perfektionisten an, der am Funk manchmal ziemlich launisch werden kann. Bei „Max vs. 100“ zeigte sich jedoch eine völlig gelöste Seite des Champions.
Während des Rennens scherzte er über Funk mit den anderen Fahrern. Als er als Allerletztes seinen holländischen Landsmann Jacky Martens überholte – der vor dem Start noch großspurig angekündigt hatte, Max hinter sich halten zu wollen –, drehte sich Verstappen im Vorbeifahren um und machte mit der Hand eine feinsinnige „Große Klappe, nichts dahinter“-Geste.
Selbst als sein Kart unterwegs ein Zusatzgewicht verlor (was ihn aber nur noch schneller machte) und die verbliebenen Fahrer als Ausgleich sogar eine Abkürzung nutzen durften, ließ sich Verstappen nicht beirren.
Nach dem Rennen feierten alle 100 Fahrer trotz ihrer Enttäuschung gemeinsam mit ihm auf dem Grid mit einer für die Formel 1 bekannten Champagner-Dusche.
Hinterher, im Pressegespräch, bewahrte sich der 28-Jährige seinen Humor: „Der erste Sieg in diesem Jahr, das fühlt sich sehr gut an“, scherzte er mit Blick auf seine bisherige Formel-1-Saison. Und schob direkt die nächste Herausforderung hinterher: Nächstes Jahr wolle er dann gerne „200 vs. Max“ fahren.
Die Holländer feiern ihren großen Star schon seit Jahren so euphorisch und stolz, wie das in Deutschland einst bei Michael Schumacher zu beobachten war. Und jetzt, nach zwei faszinierenden Tagen vor Ort, verstehe ich besser, warum sie das tun. Denn hinter der enormen sportlichen Verbissenheit auf der Rennstrecke steckt am Ende kein unnahbarer Roboter, sondern genau das, was Leo Neugebauer nach dem Rennen so treffend zusammenfasste: „Einfach ein richtig netter Typ, der im Kart sitzt und einfach nur Spaß hat.“
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Mit Kindertrick verschafft sich Verstappen bei „Max vs. 100“ entscheidenden Startvorteil | 0 | 9.82 | 19-09-2026 |
| 2 | Schon das Training zeigt, wie unmöglich die Verstappen-Challenge ist | 0 | 16.62 | 16-09-2026 |
| 3 | „Max vs. 100“ im Liveticker: Verstappen schafft Mega-Challenge in nur Hälfte der Zeit | 0 | 11.36 | 16-09-2026 |
| 4 | Formel 1 in Malaysia: Erster Saisonsieg für Verstappen im Formel-1-Chaos | 0 | 12.98 | 04-10-2026 |
| 5 | Autos, die im Regen nicht fahren: Formel-1-Farce bei Rennen in Malaysia | 0 | 7.41 | 04-10-2026 |
| 6 | Ферстаппен сравнялся с Шумахером по числу побед в «Формуле-1» за одну команду | 0 | 6.48 | 04-10-2026 |
| 7 | Ферстаппен сравнялся с Шумахером по важному показателю | 0 | 6.5 | 04-10-2026 |
| 8 | Event am Nürburgring: Max Verstappen will auch 2027 beim 24-Stunden-Rennen antreten | 0 | 9.93 | 25-09-2026 |
| 9 | Max Verstappen kündigt an, in Formel-1-Pause an einem neuen Ort zu fahren | 0 | 9.28 | 02-10-2026 |
| 10 | Макс Ферстаппен сравнялся по количеству побед с Шумахером в «Феррари» | 0 | 7.44 | 04-10-2026 |