Wer schon immer wissen wollte, wie Menschen in der Jungsteinzeit lebten, wird unweit von München fündig. Für Groß und Klein ist dort viel geboten.
Stand: 04.10.2026, 17:57 Uhr
Wer schon immer wissen wollte, wie Menschen in der Jungsteinzeit lebten, wird unweit von München fündig. Für Groß und Klein ist dort viel geboten.
Weil – Im Ortsteil Pestenacker in Weil befindet sich ein Steinzeitdorf, das die Jungsteinzeit für Jung und Alt erlebbar macht – nur rund eine Autostunde von München entfernt. „Wie lebten die Menschen der Jungsteinzeit in Pestenacker? Was haben sie für Kleidung getragen und was wurde gegessen? Wie sah ihr Alltag aus?“ Auf diese Fragen finden Besucher dort Antworten.

Es sei „Steinzeit zum Mitmachen“, wie es auf der Website des Steinzeitdorfes heißt. Es ist der 1934 entdeckten prähistorischen Siedlung nachempfunden. „Ein in Originalgröße rekonstruiertes Wohnstallhaus aus der Jungsteinzeit wartet darauf, besichtigt zu werden. Im Steinzeitgarten geht es auf Entdeckungstour mit vielen Getreidearten und Kräutern. Die steinzeitlichen Bienenbehausungen zeigen, wie unsere Vorfahren schon vor über 5500 Jahren Honig ernteten, und im steinzeitlichen Lehmofen wird regelmäßig Brot gebacken.“
Das Steinzeitdorf PestenackerDie archäologischen Ausgrabungen fanden von 1988 bis 1993 im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms „Siedlungsarchäologie im Alpenvorland“ sowie zwischen 2000 und 2004 durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege statt. Im Zuge dieser Forschung gründete sich 1993 der Förderverein Prähistorische Siedlung Pestenacker e. V.
Vereinsmitglieder sind öfter im Steinzeitdorf anzutreffen und können von der Vereinsgeschichte erzählen. Das Ausstellungsgebäude, der heutige Besucherpavillon, wurde 1996 errichtet und war als Museum geplant. Eines der in Pestenacker ausgegrabenen und wissenschaftlich am besten dokumentierten Häuser entstand als begehbarer Nachbau.
Aus der Prähistorischen Siedlung Pestenacker wurde im Jahr 2020 das Steinzeitdorf Pestenacker mit einer Neueröffnung im Sommer 2021.
Steinzeitdorf Pestenacker macht Geschichte für Groß und Klein erlebbarIm Garten wachsen den Angaben zufolge nur Getreidesorten und Pflanzen, die es bereits während der Jungsteinzeit in Mitteleuropa gab. Alles wird verarbeitet, mit dem Getreide wird Brot gebacken, mit den Kräutern werden Brotaufstriche zubereitet.
Im Museum können Besucher in die Vergangenheit eintauchen und zurück in das steinzeitliche Pestenacker reisen. Dort gibt es eine Dauerausstellung, in der Nachbildungen von Keramik, Werkzeug und Waffen zu begutachten sind, außerdem auch die Kleider der Siedler. Und ein besonderes Highlight: „Wir haben den ältesten Hut Bayerns exakt nachbilden lassen" – auch dieser ist dort zu sehen. Zusätzlich gibt es Sonderausstellungen. Geplant sind beispielsweise welche zu den Geflechten der Steinzeit, zur Imkerei und zur Ernährung. (Quelle: Website Steinzeitdorf Pestenacker) (kam)